Gestern nur 2:2 in Vilshofen
EVP verlor den
ersten Zähler
Am Samstag 7:6-Sieg gegen Bruckberg dank schneller Tore

PEGNITZ – In der Qualifikation zur Eishockey-Bayernliga weht ein anderer Wind. Dies deutete sich schon am Samstag in Moosburg beim knappen 7:6-Sieg des EV Pegnitz gegen den EV Bruckberg an. Gestern war es dann so weit: Trotz drückender Überlegenheit mussten die Ice Dogs beim 2:2 in Vilshofen ihren ersten Punkt in der laufenden Saison abgeben.


Qualifikation zur Bayernliga

EV Bruckberg – EV Pegnitz 6:7 (1:2/2:2/3:3) – Auf dem rauhen Eis in Moosburg suchten die Pegnitzer wie gewohnt die Entscheidung über schnelle Tore. Auch diesmal klappte die taktische Variante: In allen drei Dritteln konnten die Oberfranken schon nach wenigen Sekunden jubeln, im ersten nach 101, im weiten nach 30 und im dritten nach 57 Sekunden. Das bedeutete die Vorentscheidung, denn ansonsten verlief das Match sehr eng. Bruckberg ließ die Gäste nie außer Reichweite kommen.

Pegnitz konnte in stärkster Besetzung antreten, auch die zuletzt angeschlagenen und geschonten Stammspieler Haslach und Schüssel waren mit von der Partie. Die Zuschauer sahen einen rassigen Schlagabtausch mit schönen Treffern, etwa zum 3:5 für die Oberfranken, als Schwindl allein durchgebrochen und im ersten Versuch gescheitert war. Er gab jedoch nicht auf, schnappte sich den Abpraller und bediente Morin mustergültig mit einem Querpass. Spektakulär auch eine Aktion von Ponitz in der 40. Minute, als dieser nach einem Solo gefoult wurde. Obwohl die Scheibe trotzdem im Tor und der Spieler am Pfosten landete, blieb die Pfeife der Unparteiischen stumm. Es wurden weder ein Treffer noch eine Strafzeit angezeigt.

Auf Bruckberger Seite sorgte der kleine aber wieselflinke und technisch brillante Kanadier Wiseman für Aufsehen. Dank der aufmerksamen EVP-Abwehrarbeit kam er aber nur zu einem einzigen Treffer.

Nach einem Doppelschlag der Ice Dogs schien die Partie fünf Minuten vor Schluss gelaufen zu sein. Doch die Gastgeber kamen noch einmal heran. Nach dem 5:7 nahm Bruckberg zwei Minuten vor Schluss den Keeper für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Es reichte zwar noch zum 6:7, nicht aber zu einer Wende des Spiels, obwohl die Funktionäre die Uhr zeitweise sogar rückwärts laufen ließen, um Zeit zu gewinnen.

Die Torfolge: 0:1 (2.) Morin/Walther, 1:1 (5.) Pillmaier, 1:2 (19.) Ponitz/Schwindl, 1:3 (21.) Schwindl/Ponitz/Morin, 2:3 (24.) Gentner, 2:4 (35.) Schwindl/Ponitz/Schüssel, 3:4 (37.) Lachner, 3:5 (41.) Morin/Schwindl, 4:5 (44.) Wiseman, 4:6 (54.) Ponitz/Schwindl/Ziegler, 4:7 (55.) Morin/Ponitz, 5:7 (55.) Birkefeld, 6:7 (59.) Dotzauer. Strafen: EVB 22, EVP 16 Minuten.

ESC Vilshofen – EV Pegnitz 2:2 (1:1/1:0/0:1) – Die Ice Dogs, die auf Ziegler wegen bevorstehender Prüfungen verzichteten, legten zwar auch gestern schnell ein Tor vor, doch dann dauerte es nicht weniger als 46 Minuten, ehe nach zwischenzeitlicher ESC-Führung mit dem zweiten Treffer wenigstens noch ein Unentschieden gerettet werden konnte. Pegnitz war zwar drückend überlegen, scheiterte aber immer wieder an der zu oft ungeahndeten harten Gangart der Bayerwälder und an einem überragenden Keeper Kellermayer. Selbst eine Konzentration auf nur mehr zwei Reihen in der Schlussphase konnte den ersten Punktverlust nicht verhindern.

Wie schon am Freitag Bad Kissingen, das gegen den ESC gar mit 2:7 Toren unter die Räder gekommen war, haderten auch die Pegnitzer gestern mit den Schiedsrichtern aus Erding, die die Gastgeber trotz einer Vielzahl versteckter Fouls gewähren ließen. EVP-Eishockey-Chef Richard Hagen: „Wenn die Vilshofener im Rückspiel bei den kleinlich pfeifenden oberfränki schen Unparteiischen mit den gleichen Mitteln zu Werke gehen, müssen wir die Strafbank erweitern“.

Die Torfolge: 0:1 (4.) Morin/Schwindl/Walther, 1:1 (11.) Trakosas, 2:1 (33.) Klier, 2:2 (50.) Ponitz/Morin/Haslach. Strafen: ESCV sechs, EVP zwölf Minuten.

Aufstiegsrunde: SC Bad Kissingen – ESC Vilshofen 2:7, Wanderers Germering – EHC 80 Nürnberg 4:3, EV Bruckberg – EV Pegnitz 6:7, EC Erkersreuth – ERC Regen 5:1, ESC Vilshofen – EV Pegnitz 2:2.

1. EV Pegnitz 55:31 15:1
2. Wanderers Germering 53:31 12:4
3. EV Bruckberg 51:45 8:8
4. EC Erkersreuth 35:39 8:8
5. ESC Vilshofen 39:49 7:11
6. ERC Regen 33:44 6:8
7. SC Bad Kissingen 33:48 6:10
8. EHC Nürnberg 31:43 2:14

    
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