| EV Pegnitz begeisterte am Wochenende
seine zahlreichen Fans mit 15 Toren gegen Geretsried 1b und
Germering Einzug ins Pokalfinale und Sieg über Verfolger Ice Dogs ließen dem Tabellenzweiten keine Chance – Trainer Horst Kürzdörfer: „Ziehe den Hut vor der Leistung meiner Mannschaft“ PEGNITZ – „Auf diese Mannschaft kann man wirklich stolz sein.“ Höchstes Lob zollte EVP-Trainer Horst Kürzdorfer den „Ice Dogs“, die am Freitag trotz größter personeller Probleme souverän das Endspiel im Bayernkrug-Pokalwettbewerb erreicht und gestern auch den Tabellenzweiten Wanderers Germering mit 8:2 Toren klar bezwungen haben. Im Pokalfinale erwartet Pegnitz nunmehr voraussichtlich am 24. Februar den EV Landsberg.
EV Pegnitz – TuS Geretsried 1b 7:3 (2:0/3:2/2:1) – Der Bezirksligist war mit all seinen ehemaligen Oberliga-„Oldtimern“ angereist, ein Zeichen, dass Geretsried nach der Hinspielniederlage das Erreichen des Pokalfinales noch keineswegs abgeschrieben hatte. Kein Wunder, steht doch als Endspielgegner der EV Landsberg bereits fest, eine Klasse-Mannschaft, die jetzt in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga sogar die „Starbulls“ Rosenheim niedergerungen hat. Die Gäste gaben über weite Phasen des Spiels einen ebenbürtigen Gegner ab, mitunter sogar mit optischen Vorteilen im Mittelfeld, aber ohne die nötige Konsequenz und Durchschlagskraft im Abschluss. So dauerte es bis zur 6. Minute, ehe die „Ice Dogs“ per Doppelschlag binnen 19 Sekunden ein 2:0 vorlegen konnten. Im Mitteldrittel erhöhte der EVP zwar zunächst auf 3:0. Doch dann schlich sich eine zu laxe Einstellung ein, die prompt bestraft wurde: 25 Sekunden genügten Geretsried, um auf 3:2 heranzukommen. Nur gut, dass Spielertrainer Mike Morin noch vor der zweiten Pause den Vorsprung wieder auf 5:2 ausbaute, denn der EVP sollte vor allem in personeller Hinsicht noch enorme Probleme bekommen. Zu Umstellungen war Coach Kürzdörfer schon vor dem Match gezwungen, nachdem neben Gerstner (krank) und Ziegler (Schulterverletzung) auch noch der gesperrte Norbert Haslach ersetzt werden musste. Für ihn rückte Rembs in die Verteidigung. Die drei Angriffsblöcke agierten mit sechs Flügelstürmern, aber nur mit den zwei Centern Stefan Ponitz und Markus Schwindl. Beide lieferten eine Energieleistung ab, vor der man nur den Hut ziehen kann. Auch Kürzdörfer stimmte Lobeshymnen an: „Heute habe man deutlich gesehen, was die beiden für die Mannschaft wert sind. Aber auch alle anderen haben toll gekämpft.“ Im Schlussdrittel musste der Trainer schließlich alle personellen Reserven ausschöpfen, nachdem Krieg mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste, Morin über ein geschwollenes Knie klagte und vorübergehend auch noch Ponitz nach einem Zweikampf wegen einer blutenden Wunde im Gesicht behandelt werden musste. Geretsried konnte dies zwar vorübergehend zum 5:3 nutzen, doch dann war zumindest Kapitän Ponitz wieder zur Stelle und bereitete das 6:3 durch Schwindl vor. Spätestens nach dem 7:3 durch Wiener sieben Minuten vor Schluss hatten sich die Gäste aufgegeben, lautstarke Auseinandersetzungen auf der TuS-Spielerbank bewiesen es. Insgesamt gesehen ein verdienter Sieg gegen einen ernst zu nehmenden Gegner, der seinerseits bei mehreren Pfostentreffern Pech hatte. Die Torfolge: 1:0 (6.) Wiener/Ponitz, 2:0 (6.) Schüssel/Ponitz,
3:0 (23.) Ponitz/Bittner/Schoppa, 3:1 (27.) Schuster, 3:2 (28.)
Harrer, 4:2 (31.) Morin/Schwindl/Ponitz, 5:2 (34.) Morin/Ponitz/Schwindl,
5:3 (47.) Hörl, 6:3 (51.) Schwindl/Ponitz/Schoppa, 7:3 (53.)
Wiener/Fitzek. Strafen: EVP sechs, TuSG vier Minuten. EV Pegnitz – „Wanderers“ Germering 8:2 (2:0/5:1/1:1) – Wer gedacht hatte, die Leistung vom Freitag wäre nicht mehr zu toppen, sah sich getäuscht. Dabei glich das Match gegen den Tabellenzweiten und einzig verbliebenen ernsthaften Verfolger des EVP in der Aufstiegsrunde anfangs weitgehend dem Pokalfight gegen Geretsried. Die Wanderers setzten sich durchaus gefällig in Szene, hatten aber ebenso wie Geretsried Probleme beim Abschluss. So sah die Saison-Rekordkulisse von rund 500 Zuschauern einen offenen Schlagabtausch, bei dem sich die Gäste mitunter sogar im EVP-Verteidigungsdrittel festsetzen konnten. Erstmals wurden die Kräfte bei der ersten Strafe gegen Germering zu Gunsten des EVP verschoben und die Ice Dogs nützten diese Gelegenheit. Trainer Kürzdörfer schickte mit Morin, Schwindl und Ponitz im Sturm sowie Schüssel und Haslach im Rückraum seine besten Akteure zum Power-Play aufs Feld und erzwang so regelrecht die Führung. Knapp vier Minuten später erhöhte wiederum Kapitän Stefan Ponitz auf 2:0. Im Mitteldrittel schien Pegnitz zunächst – wie auch am Freitag – wieder einen Gang zurück zu schalten. Bis dann die Schwindl-Festspiele begannen. Bei der ersten Strafe gegen Pegnitz überhaupt nahm der Torjäger einen Steilpass von Morin an der blauen Linie auf und schloss den Konter in Unterzahl zum 3:0 ab. Als Wiener nur gut eine Minute später auf 4:0 erhöhte, war eine gewisse Vorentscheidung getroffen, vor allem auch deshalb, weil die Germeringer Stürmer immer wieder am „Hexer“ Jens Braun im EVP-Tor scheiterten. An seiner sensationellen Leistung änderte auch das 4:1 nichts, als ihm der Puck durch die Fanghand rutschte. Auch der Rest der Mannschaft ließ sich davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Nur wenig später markierte Markus Schwindl erneut in Unterzahl das 5:1. Nach dem 7:1-Pausenstand war selbst Trainer Horst Kürzdörfer sprachlos: „Ich kann nur den Hut ziehen vor dieser Leistung, mir fehlen die Worte“. Im Schlussdrittel bauten die Gäste vor allem auch konditionell merklich ab. Immer wieder gelang es den Ice Dogs, den Wanderers mit aggressivem Forechecking schon im Mitteldrittel den Puck abzujagen. Wenn die Gäste trotzdem bis vor das EVP-Tor vordrangen, scheiterten sie in Serie an Jens Braun. Pegnitz hätte schließlich noch deutlich höher gewinnen können, war doch Schwindl bei seinen überfallartigen Kontern von der Gästeverteidigung in keiner Phase des Spiels zu bremsen. Allerdings fand auch er immer wieder seinen Meister im Germeringer Keeper. Trotzdem trug er nicht weniger als die Hälfte der Treffer zum Pegnitzer 8:2-Sieg bei. Die Ice Dogs boten gestern ihre bislang stärkste Saisonleistung. Die Abwehr, in der auch Schoppa immer souveräner agiert, konnte wieder auf Routinier Haslach zurückgreifen, der nicht nur mit Übersicht verteidigte, sondern auch wie gewohnt die Fäden im Aufbau spann. Morin hatte seine Knieprobleme überwunden und auch Florian Krieg, der am Freitag verletzt ins Krankenhaus gebracht worden war, kann voraussichtlich am kommenden Wochenende wieder mitwirken. Kein Wunder, dass Trainer Kürzdörfer gestern rundum zufrieden war: „Es ist kaum zu glauben, aber wir werden immer noch stärker“. Die Torfolge: 1:0 (8.) Ponitz/Haslach/Schüssel, 2:0 (12.) Ponitz/Schwindl, 3:0 (27.) Schwindl/Morin, 4:0 (28.) Wiener/Ziegler/Schoppa, 4:1 (30.) Sandau, 5:1 (32.) Schwindl/Ponitz/Morin, 6:1 (34.) Morin/Schwindl, 7:1 (36.) Schwindl/Ponitz/Haslach, 7:2 (56.) Sandau, 8:2 (57.) Schwindl/Ponitz/Morin . Strafen: EVP zwölf, Germering 16 Minuten.
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