| EV Pegnitz konnte Benefizspiel gegen
Oberligisten Bayreuth lange offen gestalten „Überragende“ Leistung geboten „Tigers“ konnten Probleme nicht verbergen – „NN“ bedanken sich bei allen Aktiven und Fans VON RICHARD REINL PEGNITZ – Rund 400 Zuschauer waren am Freitag trotz klirrender Kälte zum Benefizspiel für die NN-Weihnachtsaktion „Schmücken und Helfen“ ins Eisstadion gepilgert. Sie sorgten dafür, dass bei zahlreichen bedürftigen Familien im Raum Pegnitz zu Weihnachten innere Wärme einzieht, konnte doch EVP-Vorsitzende Sigrid Murr einen Reinerlös von stolzen 2000 Mark übergeben. Eishockey-Benefizspiel EV Pegnitz – ESV Bayreuth 3:8 (0:2/1:2/2:4) – Der ESV Bayreuth hat Probleme. Die Niederlagenserie in der Oberliga hat es gezeigt, die Leistung der Mannschaft in Pegnitz gegen einen drei Klassen niedriger spielenden Gegner bestätigte es und im Internet-Forum der Fans brodelt die Gerüchteküche. Von Zahlungsunfähigkeit ist da die Rede, vom unmittelbar bevorstehenden Insolvenzantrag, von Spielerverkäufen, vom Abschied des Trainers und in der Spitze davon, dass das Freundschaftsspiel in Pegnitz gar der letzte Auftritt der „Tigers“ gewesen sein könnte. „Unsinn“ meinten die Verantwortlichen beim Spiel in Pegnitz.
Sicherlich gebe es finanzielle Engpässe, da seien schnell einmal
350 Die „Tigers“ jedenfalls konnten auch auf dem Eis die Nervosität nicht verbergen. Die Gäste gingen zwar schon frühzeitig in Führung, doch dann entwickelte sich über weite Phasen des Spiels ein offener Schlagabtausch, in dem durchaus auch der Landesligist seine Chancen hatte. Schwindl hätte bei mehreren Alleingängen mitunter für einen ausgeglichenen Spielstand sorgen können. So aber erhöhte Bayreuth just nach einem seiner Sololäufe zum 0:2-Pausenstand. Nicht nur die Feldspieler der „Ice Dogs“ lieferten eine auch nach Ansicht der Bayreuther Vereinsführung „überragende“ Leistung ab, auch die beiden EVP-Keeper Jens Braun und Daniel Raum vereitelten immer wieder ESVB-Großchancen. Kapitän Mark Gerstner blieb es vorbehalten, den ersten Pegnitzer Treffer zu markieren. Als „Pitbull“ Schüssel in der 47. Minute in einer feinen Einzelleistung gar auf 2:4 verkürzte, war das Match wieder offen. Doch dann spielten die Wagnerstädter ihre bessere Kondition, die größere Erfahrung und die ausgefeiltere Technik aus, um in einem Zwischenspurt binnen drei Minuten auf 2:8 zu erhöhen. Markus Schwindl gelang nach zahlreichen Fehlversuchen, bei denen er jeweils am ESVB-Keeper scheiterte, doch noch der letzte Treffer zum achtbaren 3:8-Endstand. Das Spiel war sicher schön anzuschauen, noch schöner aber war, dass dabei 2000 Mark für die NN-Weihnachtsaktion „Schmücken und Helfen“ erlöst wurden. Der Dank gilt hierbei nicht nur der EVP-Führung für diese Entscheidung, sondern auch dem ESVB, der trotz aller Probleme angetreten ist, der Stadt Pegnitz, die auf Stadionmiete verzichtete, dem Verband, der keine Gebühren erhob, den beiden Schiedsrichtern Schmidt und Braun, die ohne Gage pfiffen, den BRK-Helfern, die umsonst den Rettungsdienst gewährleisteten und nicht zuletzt den zahlreichen Fans, die trotz 15 Minusgraden zweieinhalb Stunden im Stadion ausharrten und mit ihrem Eintrittsgeld die Spende erst möglich machten. NN-Redaktionsleiter Richard Reinl bedankte sich bei der Spendenübergabe durch die EVP-Vorsitzende Sigrid Murr und den Kapitän Mark Gerstner für die großzügige Geste: „Seit rund 25 Jahren berichte ich über die Spiele des EV Pegnitz. Das heute ist mit das schönste in dieser langen Zeit. Ich kann zwar keinen Sieg des EVP vermelden, aber eine gute Tat.“ Ein Essen für die Spieler und Helfer rundete die Benefizveranstaltung ab. Die Torfolge: 0:1 (3.) Miller, 0:2 (14.) Drobny, 0:3 (24.) Markoux, 1:3 (32.) Gerstner/Schoppa, 1:4 (38.) Jablonski, 2:4 (47.) Schüssel, 2:5 (49.) Michell, 2:6 (50.) Maidmentt, 2:7 (51.) Miller, 2:8 (52.) Heichele, 3:8 (56.) Schwindl. Strafen: EVP acht, ESVB acht Minuten.
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- Bericht der Nordbayerischen Nachrichten aus dem Internet (www.nn-peg.de) -