| Ehemaliger EVP-Stürmer und jetziger
Kissinger Spielertrainer musste Land verlassen Marian Stabel samt Familie ausgewiesen Pegnitz siegte ohne Haslach, Schüssel und Krieg mit 10:3 Toren – Schwindl und Braun in Top-Form PEGNITZ – Das Finale in der Landesliga Nord zwischen dem Spitzenreiter EV Pegnitz und dem Verfolger SC Bad Kissingen hatte es gestern in sich. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch im Umfeld gab es jede Menge Gesprächsstoff. Der Spielverlauf war ebenfalls nichts für schwache Nerven. Letztendlich siegte Pegnitz hochverdient mit 10:3 Toren und blieb damit in der Punkterunde verlustpunktfrei.
SC Bad Kissingen – EV Pegnitz 3:10 (0:5/3:0/0:5) – Die „Bombe“ hatten die Behörden schon im Vorfeld der Begegnung gezündet. Was hinter vorgehaltener Hand seit Tagen die Runde machte, trat ein: In der Nacht zum Freitag wurde der Slowake Marian Stabel, seit dieser Saison Spielertrainer in Bad Kissingen und früher Top-Torjäger des EV Pegnitz, samt Familie aus der Bundesrepublik ausgewiesen. Aber auch die „Ice Dogs“ hatten personelle Probleme, wenn auch ganz anderer Art. Was sich schon nach dem Spiel gegen Nürnberg angedeutet hatte, trat ein: Verteidiger Norbert Haslach und Stürmer Frank Schüssel mussten wegen ihrer Verletzungen passen. Damit nicht genug: Auch Florian Krieg stand wegen einer Grippe nicht zur Verfügung. Nicht ganz einfach für die Trainer Mike Morin und Horst Kürzdörfer, die passenden Antworten darauf zu finden. Sie entschieden sich dafür, mit Stefan Ponitz einen der Top-Torjäger und Spielmacher des EVP in die Verteidigung zu beordern. Dafür rückte Thorsten Ziegler neben Mike Morin und Markus Schwindl in den ersten Sturm. Die zweite Angriffsreihe bildeten Gerstner, Fitzek und Wiener. Die Trainer schienen zumindest anfangs damit richtig zu liegen, denn Pegnitz legte los wie die Feuerwehr: Der schnelle Rückstand schon in der 1. Minute schien die Unterfranken mächtig zu beeindrucken, denn der EVP konnte die Führung bis zur ersten Pausensirene auf 0:5 ausbauen. Im zweiten Drittel bot sich allerdings ein völlig anderes Bild: Frenetisch angefeuert von ihren Fans nahmen plötzlich die „Wölfe“ das Szepter in die Hand. Während die Oberfranken nunmehr vor dem gegnerischen Tor Nerven zeigten und im Abschluss immer wieder versagten, kamen die Gastgeber im Mitteldrittel bis auf 3:5 Tore heran. Die Bäderstädter gingen dabei jedoch nicht immer zimperlich mit ihren Gegnern um. Vor allem auf EVP-Torjäger Schwindl schienen sie es abgesehen zu haben, mit Fouls auf dem Eis, die in dieser Phase mitunter sogar ungeahndet blieben wie ein regelrechter „Keulenschlag“ in die Wade, und sogar mit Übergriffen auf der Strafbank. Die rund 80 mitgereisten Pegnitzer Fans versuchten zwar, ihre Mannschaft nach Kräften zu unterstützen, mussten aber den Einheimischen auch von der Lautstärke her den Vortritt lassen. Vor dem Schlussdrittel war das Match plötzlich wieder weitgehend offen. Doch Pegnitz behielt dank eines überragenden Torjägers Schwindl, der trotz harter Bewachung fünf Treffer markierte, und eines fehlerfrei haltenden Keepers Braun souverän die Oberhand. Eishockey-Chef Richard Hagen war nach dem Durchmarsch seiner Truppe des Lobes voll: „Kompliment, wie Bad Kissingen an die Wand gespielt worden ist. Das war die richtige Antwort auf die einstige Spielabsage der Unterfranken“. Die Torfolge: 0:1 (1.) Morin/Schwindl, 0:2 (4.) Wiener/Schwindl, 0:3 (12.) Schwindl/Ponitz, 0:4 (13.) Ziegler/Morin, 0:5 (14.) Schwindl/Ziegler, 1:5 (23.) Kühlmann, 2:5 (28.) Naumann, 3:5 (39.) Ruprecht, 3:6 (45.) Schwindl/Schoppa, 3:7 (52.) Schwindl, 3:8 (52.) Schwindl, 3:9 (54.) Ziegler/Morin, 3:10 (55.) Ziegler/Morin/Schwindl. Strafen: SCK 14 plus zehn, EVP 18 Minuten. -rr-
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