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Nachwuchsschützin
des Vereins „Erika“ Neudorf als Sportlerin des Jahres der Stadt
Pegnitz ausgezeichnet
Anja Kürzdörfer ist die überragende Athletin
Mit dem Luftgewehr die Deutsche Meisterschaft errungen —
Bahnengolfer des ASV Pegnitz die beste Mannschaft
PEGNITZ
— Anja Kürzdörfer vom Schützenverein „Erika“ Neudorf hat den
Titel „Sportlerin des Jahres“ der Stadt Pegnitz errungen. Bürgermeister
Manfred Thümmler zeichnete sie und die anderen Titelträger in einer
Feierstunde in der Aula der Grundschule mit Urkunden aus.
Anja Kürzdörfer hat sich im Jahr 2002 über die Gaumeisterschaft zur
Bezirksmeisterschaft qualifiziert. Hierbei erreichte sie den ersten
Platz in Luftgewehr Dreistellung und einen vierten Platz im stehend
Anschlag. Diese Plätze reichten zur Qualifikation zur Bayerischen
Meisterschaft in München. Dort belegte sie im stehend Anschlag den fünften
Platz und mit der Mannschaft RWS-Franken den zweiten und dritten Platz
im stehend Anschlag. Durch diese Leistungen war sie berechtigt, bei
den Deutschen Meisterschaften zu starten.
Diese fanden im August 2002 in München statt. „Als sie morgens zum
Wettkampf antrat, konnte niemand ahnen, welche außerordentliche
Leistung sie erbringen würde“, so Thümmler. Es begann mit dem
liegend Anschlag: 98 Ringe von möglichen 100 Ringen; stehend
Anschlag: 97 Ringe von möglichen 100 Ringen; knieend Anschlag: 99
Ringe von möglichen 100 Ringen. Mit dem Gesamtergebnis von 294 Ringen
konnte sie alle Nationalkaderschützinnen hinter sich lassen und die
Deutsche Meisterschaft erringen.
Für besondere sportliche Leistungen wurde Katharina Döpke von der
Judosparte des ASV Pegnitz geehrt. Sie ist eine der talentiertesten
und auch engagiertesten Sportlerinnen in der Abteilung Judo im ASV
Pegnitz. 2002 wurde sie in ihrer Klasse Oberfränkische Meisterin. Bei
den Nordbayerischen Meisterschaften erreichte sie einen fünften
Platz.
Mitgliederzahl fast verdoppelt
Mit einem Ehrenpreis wurde Kegler Gerhard Lehner vom ASV Pegnitz
ausgezeichnet. Lehner ist seit etwa 21 Jahren Abteilungsleiter bei den
ASV-Keglern. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass sich die
Abteilung Kegeln so positiv entwickeln konnte. Die Mitgliederzahl
wurde unter seiner Verantwortung nahezu verdoppelt, heute stehen sechs
Mannschaften, davon zwei Jugendteams, im Spielbetrieb.
Mannschaft des Jahres sind die Bahnengolfer ASV Pegnitz. Nach dem
Aufstieg und einem guten dritten Platz in 2001 konnte die
Bahnengolfmannschaft des ASV Pegnitz 2002 den Meistertitel in der
Regionalliga Südost erspielen und war damit berechtigt für die
Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga Süd. In spannenden Begegnungen
gegen Teams aus Ingolstadt und Mainz wurde der lang ersehnte Aufstieg
in die 2. Bundesliga Süd geschafft. Das ist bisher der größte
Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Folgende Spieler gehörten der erfolgreichen Mannschaft an: Tobias
Kreuzer, Andreas Kreuzer, Martin Köttel, Tobias Polster, Markus Bäuerlein,
Alexander Porsch, Fritz Lindner und Thomas Pfister.
Für besondere sportliche Leistungen wurden die Fußball-C-Junioren
des ASV Pegnitz ausgezeichnet. Sie schafften in der Saison 2001/02 den
Sprung in die Bezirksoberliga — die höchste Klasse, die es für
diese Altersgruppe gibt.
In der Hallensaison 2001/02 wurden die Schützlinge von Trainer
Matthias Jordan Hallenkreismeister im Pegnitzgrund. Hier konnte man
sich gegen den Bezirksoberligisten SK Lauf durchsetzen und durfte an
den Bezirksmeisterschaften in Neumarkt/Opf. teilnehmen.
Die Mannschaft: Florian Ruckriegel, Sven Eheim, Patrick Jordan,
Thorsten Neukam, Jan Madalsky, Daniel Grüner, Patrick Kretschmer,
Pascal Haberberger, Florian Müller, Markus Warzecha, Daniel Sigl,
Michael Sigl und Ömer Karaca. Trainer: Matthias Jordan; Betreuer:
Bernhard Eheim. Anzumerken ist noch, dass die meisten Spieler dieser
Mannschaft erst vor wenigen Tagen als B-Jugendmannschaft ebenfalls den
Aufstieg in die Bezirksoberliga schafften.
Kontinuierlicher Aufbau
Für besondere sportliche Leistungen EV Pegnitz wurde die erste
Seniorenmannschaft der „Ice Dogs“ geehrt: Nach einem
kontinuierlichen Aufbau über die vergangenen Jahre hinweg,
absolvierte das Team des EV Pegnitz eine hervorragende Saison
2001/2002. In der Vorrunde der Landesliga Nord wurde man mit 24:0
Punkten und 143:38 Toren ungeschlagen Tabellenerster.
Auch in der Qualifikationsrunde belegte man mit nur einem
Unentschieden und einer Niederlage den ersten Platz. In den anschließend
gegen die Besten der Gruppen Süd und West ausgetragenen
Meisterschaftsspielen rangierte der EVP hinter Landsberg und Rosenheim
auf Rang drei der bayerischen Landesliga-Meisterschaft und verpasste
knapp den Aufstieg in die Bayernliga.
Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die Mannschaft zum überwiegenden
Teil aus Spielern besteht, die im Pegnitzer Nachwuchs das
Eishockeyspielen erlernt haben.
An dem Erfolg waren beteiligt: Jens Braun, Andreas Herrmann, Oliver
Schmidt, Tobias Bittner, Klaus Brütting, Norbert Haßlach, Peter
Honke, Dieter Nickel, Tobias Rembs, Marcus Schoppa, Sascha Fitzek,
Mark Gerstner, Marcus Kopp, Florian Krieg, Stefan Ponitz, Frank Schüssel,
Markus Schwindl, Andreas Walther, Thorsten Ziegler. Trainer: Mike
Morin, Horst Kürzdörfer; die Betreuer: Richard Hagen, Emil Mönch,
Sven Götz, Werner Ochs, Gerald Strömsdörfer und Friedrich Lienhardt.
Titel im ersten Spieljahr
Für ihre besondere sportliche Leistungen wurden due Fußballfrauen
des FC Pegnitz ausgezeichnet. Sie errang 2002 den Meistertitel. Im
Juli 2001 wurde wieder für den FC Pegnitz eine Frauenmannschaft für
den Spielbetrieb gemeldet. Bereits im ersten Spieljahr 2001/2002 wurde
die Meisterschaft gewonnen, 22 Spiele, 55 Punkte, 99:16 Tore (4,5
Tore/Spiel), erster Platz in der Kreisklasse 2, Mittelfranken Aufstieg
in die Kreisliga Ost Mittelfranken.
An dem Erfolg waren beteiligt: Anja Ansorge, Maria Gsell, Tanja Haas,
Christina Haas, Eva-Maria Held, Cornelia Hühn, Ellen Kirchner, Renate
Kraus, Tanja Martin, Katrin Martin, Jasmina Müller, Christine Raß,
Sandra Seyferth, Petra Weiß, Julia Wirth. Trainer: Peter Kraus;
Betreuer: Maik Mane.
Funktionär des Jahres wurde Rudolf „Rudi“ Horn vom FC Pegnitz. Er
ist seit dem Bestehen des FC Pegnitz ehrenamtlich für den Sport tätig.
Mit sieben Jahren begann er in Nünschritz, Sachsen, das Fußballspielen.
1963 war er Gründungsmitglied und Spieler des FC Pegnitz.
1964 übernahm er die neu gegründete Jugendmannschaft, als Trainer
wurde er mit ihr 1968 ungeschlagen Meister. Mit seiner jahrelangen
Jugendarbeit hatte er viel Erfolg zu verbuchen. Drei Jahre war er
Trainer der Fußballer und führte die erste Mannschaft 1978 zur
Meisterschaft.
Dem rührigen Sportsmann hatte es die Jugend angetan, denn sechs Jahre
trainierte er die A-Jugend. Anschließend, seit 1996, ist er Trainer
und Betreuer der zweiten Fußballmannschaft, mit ihr hat er auch eine
Meisterschaft errungen. Er pflegt auch die Sportanlage des FC. In all
diesen Jahren stand er dem Verein mit Rat und Tat zur Seite und
spielte auch als Leistungsträger in den Fußballteams.
Friedrich „Friedl“ Lienhardt vom EV Pegnitz erhielt ebenfalls
einen Ehrenpreis. 1972 trat er in den Eislaufverein Pegnitz ein und
stellt seit dieser Zeit seine Fähigkeiten in den Dienst des Vereins
und besonders der ersten Mannschaft. Von 1980 bis 1982, von 1989 bis
1992 und von 1995 bis 1996 war er Materialwart. Aber auch ohne
offizielle Funktion war er einer der unermüdlichsten Arbeiter im
Verein über die gesamten vergangenen 30 Jahre. „Dank seiner
handwerklichen Fähigkeiten kann er beinahe alle Schäden und
technischen Probleme beheben“, betonte der Bürgermeister. Seit der
EV Pegnitz das Stadion in Eigenregie betreibt, sei Lienhardt fast die
gesamte Zeit als Aufsicht im Stadion.
Ein weiterer Ehrenpreis ging an Karl Schrembs vom Schützenverein
„Waldeslust“ Horlach. Schrembs ist seit Gründung des Vereins am
17. Januar 1954 Mitglied. 34 Jahre lang steht er dem Verein als Erster
Schriftführer, Zweiter Vorsitzender, Zweiter Kassier oder auch als
Erster Sportleiter zur Verfügung. Auch heute noch ist er als
Sportleiter tätig, was sehr viel Freizeit in Anspruch nimmt.
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