Bericht der NN vom 17.03.2003:

 

Bilder vom Sonntagsspiel in Germering:

So nah können Freud' und Leid beieinander liegen...

 

Bilder vom Freitagsspiel in Bayreuth:

 

Vorbericht der NN vom 14.03.03:

Erstmals nach 18 Jahren will der EVP am Wochenende wieder einen Aufstieg feiern
„Icedogs“ wollen in Bayernliga
Wechsel von Ponitz und Schwindl nach Bayreuth einst für den Abstieg verantwortlich

PEGNITZ — 18 Jahre ist es her, dass der EV Pegnitz letztmals einen Aufstieg feiern konnte. Kein Wunder, dass die „Icedogs“ darauf brennen, heuer im zweiten Anlauf den Sprung in die Bayernliga zu schaffen, nachdem in der vergangenen Saison schier übermächtige Gegner, wie der vielfache frühere Deutsche Meister SB Rosenheim oder Landsberg einen Strich durch diese Rechnung gemacht haben. Im „Heimspiel“ gegen die „Wanderers“ Germering soll heute in Bayreuth der Grundstock für die Krönung der Saison gelegt werden.

Eishockey-Playoff-Halbfinale

EV Pegnitz — „Wanderers“ Germering (Freitag, 20 Uhr im Eisstadion Bayreuth) — Bill Thurston stand noch an der Bande, als der EVP 1985 den Aufstieg in die Bayernliga schaffte. Damals spielten — wie heute — überwiegend Eigengewächse, etwa Friedl, Luding, Henrich, Rasch, Kroder, Heieis, Libor, Müller oder Köhler, um nur einige der bekanntesten zu nennen. An sie erinnert sich heute noch jeder Fan, im Gegensatz zum Import Brimacombe, den heute nur mehr die wenigsten kennen.

Zehn Jahre agierte Pegnitz in der Folge auf Bayernebene und klopfte zuletzt sogar an die Tür zur 2. Liga, ehe nach einer katastrophalen Saison 1995/96 mit nur 1:27 Punkten und damit dem letzten Platz in der Abstiegsrunde wieder der Gang in die Landesliga angetreten werden musste.

Dieser Rückschlag hatte Namen: Markus Schwindl, Stefan Ponitz und Marcus Schoppa. Sie waren der Verlockung des Geldes gefolgt und zum Nachbarn Bayreuth gewechselt, der damals wieder einmal einen Neuanfang versuchte. Damit nicht genug: Weil der EVP finanziell klamm war, hatte auch Top-Torjäger Murray Bokenfohr den Verein in Richtung Herford verlassen.

Es spricht für die heutige Vereinsführung, dass die damaligen Nachwuchstalente zurückgeholt werden konnten. Im Klartext: Das Duo Schwindl/Ponitz, das einst den Abstieg ausgelöst hat, kann an diesem Wochenende den Wiederaufstieg perfekt machen.

Leistungsträger geschont

Mit welcher Zielstrebigkeit heuer das Projekt Aufstieg verfolgt wird, zeigt, dass zuletzt sogar eine deftige 1:11-Niederlage in Deggendorf billigend in Kauf genommen worden ist, nur um die Leistungsträger für das entscheidende Wochenende zu schonen. Das hat seinen Grund: Auch in der vergangenen Saison traf Pegnitz in der Aufstiegsrunde schon auf Germering und konnte sich damals nur ganz knapp mit zwei Toren Vorsprung durchsetzen.

Der Grundstock für diese positive Bilanz wurde damals auswärts gelegt, als die „Icedogs“ in toller kämpferischer Einstellung einen 1:4-Rückstand noch in einen letztendlich ungefährdeten 11:5-Sieg umwandeln konnten. Was droht, wenn man die „Wanderers“ auf die leichte Schulter nimmt, zeigte sich im Rückspiel, damals ebenfalls in Bayreuth ausgetragen: Pegnitz unterlag mit 2:6 Toren und musste froh sein, dass kurz vor Schluss der Pfosten und ein nicht anerkanntes Tor für Germering den Sieg im direkten Vergleich retteten.

Der EVP wird gut daran tun, in Bayreuth bereits für klare Verhältnisse zu sorgen, denn in Germering kann es hart werden, wie die 5:9-Niederlage im letztjährigen kleinen Finale um den dritten Platz der Landesligen bewiesen hat. Damals wurde der EVP, der verletzungsbedingt nur ein Rumpfteam aufbieten konnte, von den Schiedsrichtern mit nicht weniger als 44 Strafminuten so benachteiligt, dass die „Icedogs“ vorübergehend sogar unter Protest das Eis verlassen haben.

Doch es kam noch dicker: Schwindl wurde regelrecht zum Freiwild erklärt, was ihn aber nicht hinderte, vier Tore zu erzielen, die Pegnitzer Mannschaft von den Fans bespuckt und mit Bier übergossen.

„Das ist Schnee von gestern“, meint EVP-Abteilungsleiter Richard Hagen: „Wir haben so viel Selbstvertrauen, dass wir uns zutrauen, Germering zu schlagen und den Aufstieg zu schaffen. Im Gegensatz zu uns haben die „Wanderers“ in der laufenden Saison immerhin vier Spiele verloren, bei weitem nicht so viele Tore erzielt und erst in letzter Minute Platz zwei der Qualifikationsrunde zurückerobert.“

Pegnitzer Kader ist komplett

Trainer Horst Kürzdörfer steht der gesamte Kader zur Verfügung, lediglich Morin und Haslach laborieren noch an Verletzungen, wollen aber unbedingt spielen. Germering präsentiert sich als Mischung aus Jung und Alt, wobei die meisten Aktiven den Pegnitzern schon aus der letzten Saison bekannt sind. Richard Hagen ist deshalb sicher: „Ein Sieg ist Pflicht — und den werden wir auch holen.“ -rr-

14.3.2003 0:00 MEZ


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