Trotz eines deutlichen Leistungseinbruchs im zweiten Spielabschnitt behaupteten „Icedogs“ Tabellenspitze
Eishockey-„Feuerwerk“ im ersten Drittel
Rumpftruppe des ERC Regen machte sich mit vielen Strafzeiten das Leben schwer — Skarupa konnte gefallen

PEGNITZ (str) — Der EVP führt weiterhin souverän die Qualifikationsrunde Nord/Ost zum Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga an. Trotz eines verlorenen Mitteldrittels stand am Freitag nach der Schluss-Sirene ein deutlicher 13:5-Sieg über den ERC Regen auf der Anzeigetafel. Gleichzeitig entführte der Tabellenletzte Bad Kissingen beide Punkte beim EV Bruckberg.

Eishockey-Qualifikation

EV Pegnitz — ERC Regen 13:5 (5:0/1:3/7:2) — Kaum waren die „Icedogs“ aus dem Käfig gelassen, bissen sie in der 14. Sekunde schon zu. Auch in der Folge spielte das Team wie aus einem Guss und beherrschte den Gegner, der in der 5. Minute erstmals nennenswert vor dem EVP-Gehäuse aufkreuzte, nach Belieben. Die drei Reihen der Gastgeber brannten in diesem Drittel ein regelrechtes Eishockey-Feuerwerk ab mit herrlichen Spielzügen am laufenden Band. Die wenigen Konter der Regener machte „Hexer“ Jens Braun zunichte.

Während sich die EVP-Fans über eine der besten Leistungen ihrer Schützlinge in der laufenden Saison freuten, schwächten sich die ohnehin nur als Rumpfteam angereisten Gäste durch undiszipliniertes Spiel selbst: Zwölf Strafminuten und eine zehnminütige Disziplinarstrafe für Bernd Vorderbrüggen wegen Reklamierens waren die Quittung.

Im Mitteldrittel legte erneut Ponitz nach nur 55 Sekunden das 6:0 vor. Wer nun von einem Schützenfest träumte, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Regen spürte, dass die „Icedogs“ überheblich wurden, immer mehr zockten und dabei das Forechecking sträflich vernachlässigten. Diese Einladung nahmen Kremhelmer, Hartl und Zivny, die Leistungsträger des ERC, dankend an und verkürzten auf 6:3.

Im Schlussabschnitt bot sich zunächst das gleiche Bild: Diesmal legte Schwindl nach nur 30 Sekunden das 7:3 vor, ehe die Bayerwälder binnen nur einer Minute auf 7:5 nachzogen. Jetzt klappte nichts mehr beim EVP. Hätte Regen in dieser Phase diszipliniert weitergespielt, hätte der Gast eine Außenseiterchance gehabt.

Trainer Horst Kürzdörfer musste reagieren: Wie auch schon im Hinspiel reduzierte er erneut auf zwei Reihen. Kersey rückte in die erste Formation, während Gerstner den zweiten Sturm verstärkte. Hilfreich für den weiteren Spielverlauf war sicher auch, dass sich bei Regen nunmehr wieder die Unsportlichkeiten häuften. So kassierte der schon vorbestrafte Vorderbrüggen nach einer Schiedsrichterbeleidigung von der Spielerbank aus seine zweite Disziplinarstrafe, gleichbedeutend mit einer Spieldauersperre. Damit war das Spiel gelaufen. Walther, Honke, Krieg, Schwindl und Schüssel schossen doch noch ein standesgemäßes Ergebnis heraus.

Die ERC-Cracks dagegen waren so deprimiert, dass sie nach dem letzten Tor elf Sekunden vor Schluss noch eine Massenkeilerei vom Zaun brachen.

EVP-Coach Kürzdörfer war nach dem Abpfiff mit seinem Team durchaus zufrieden, ausgenommen das zweite Drittel. Auch Neuzugang Ralf Skarupa stellte er ein gutes Zeugnis aus: „Für das erste Spiel im EVP-Dress recht ordentlich.“ In der Tat. Mit etwas Glück hätte der Rückkehrer sogar zwei Tore schießen können.

Die Torfolge: 1:0 (1.) Ponitz/Gerstner/Schwindl, 2:0 (6.) Gerstner/Schwindl/Ponitz, 3:0 (13.) Haslach/Graf, 6:0 (21.) Ponitz/Haslach, 6:1 (25.) Kremhelmer/Zivny, 6:2 (26.) Hartl, 6:3 (38.) Zivny/Hartl, 7:3 (41.) Schwindl/Ponitz/Haslach, 7:4 (42.) Scherbauer/Kremhelmer, 7:5 (43.) Kremhelmer/Scherbauer, 8:5 (45.) Gerstner/Walther/Schüssel, 9:5 (49.) Walther/Graf/Ponitz, 10:5 (57.) Honke/Schwindl/Ponitz, 11:5 (58.) Krieg, 12:5 (60.) Schwindl/Honke/Ponitz, 13:5 (60.) Schüssel/Ponitz. Strafen: EVP 26, ERC 34 plus zwei Mal zehn Minuten.

13.1.2003 0:00 MEZ


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