Eishockey: Müheloser 6:1-Sieg gegen den EV Bruckberg
EVP verteidigt Spitze
Schwindl, Morin und Gerstner erzielten die Tore für Pegnitz
PEGNITZ — Mit einem ungefährdeten 6:1-Sieg über den EV Bruckberg hat der EV Pegnitz alles in seiner Macht Stehende getan, um die Tabellenführung in der Qualifikationsrunde Nord/Ost für den Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga zu verteidigen. Gelassen konnten die „Icedogs“ deshalb gestern Abend das Duell der beiden härtesten Verfolger Nürnberg und Deggendorf beobachten.
Eishockey-Qualifikation
EV Bruckberg — EV Pegnitz 1:6 (0:3/1:0/0:3) — Einen Blitzstart mit schnellen Toren hatte EVP-Trainer Horst Kürzdörfer als Devise für dieses Match ausgegeben. Hintergrund: Späher hatten am vergangenen Wochenende beim Gastspiel der Oberbayern in Nürnberg erkannt, dass Bruckberg jeder Mannschaft gefährlich werden kann, wenn man die Routiniers erst einmal ins Spiel kommen lässt.
Gegen die nur mit zwölf Cracks angetretenen Gastgeber begannen die Oberfranken deshalb ungemein druckvoll. Kürzdörfer setzte konsequent alle drei Reihen ein, wobei Mike Morin wieder neben Ponitz und Schwindl in den Paradeblock rückte.
Aber auch die zweite Garnitur mit Gerstner und Schüssel neben dem Kanadier Dustin Kersey sowie der Pegnitzer Nachwuchs-Sturm konnten den Gegner zumindest anfangs gut unter Kontrolle halten. Für zusätzliche Sicherheit sorgte dabei die schnelle Führung durch das EVP-Traumduo Schwindl/Ponitz in der 3. Minute.
Nach dem 2:0 allerdings schlich sich wieder Überheblichkeit in die Aktionen der „Icedogs“. Bruckberg lockerte daraufhin seine defensive Grundeinstellung, ließ Puck und Gegner laufen und konnte so das Mitteldrittel sogar für sich entscheiden.
Nicht nur das Ehrentor durch Steiger bewies, dass der EVB Eishockey spielen kann: Es war das am schönsten herausgespielte Tor des ganzen Abends. Keeper Oliver Schmidt war es in dieser Phase zu verdanken, dass der EVP nicht in größere Schwierigkeiten geraten ist.
In der zweiten Drittelpause musste Trainer Kürzdörfer in der Kabine laut werden, um den EVP wieder auf Linie zu bringen. Mit Erfolg: Plötzlich waren die Gäste wieder drückend überlegen und zogen mitunter ein minutenlanges Powerplay auf. Die Chancenverwertung allerdings war zunächst noch äußerst mangelhaft.
Erst als in der Schluss-Viertelstunde das Tempo gegen die nun nachlassenden Bruckberger noch einmal erhöht wurde, fielen auch die restlichen Tore für ein achtbares Ergebnis.
Lediglich Kersey hatte Pech. Seine beiden Treffer wurden von den Schiedsrichtern nicht anerkannt: Einmal stand Schüssel im Torraum-Abseits, das andere Mal war Mitte des Schlussdrittels die Wechsel-Sirene einen Sekundenbruchteil schneller.
Die Torfolge: 0:1 (3.) Schwindl/Ponitz, 0:2 (8.) Schwindl/Ponitz, 0:3 (19.) Morin/Ponitz/Schwindl, 1:3 (31.) Steiger, 1:4 (47.) Schwindl, 1:5 (57.) Morin/Schwindl, 1:6 (59.) Gerstner/Morin/Haslach. Strafen: EVB 14 plus zehn Minuten wegen Reklamierens; EVP 14 Minuten. Weiteres Ergebnis: EV Regensburg 1b — ERC Regen 2:5. -rr-
3.2.2003 0:00 MEZ
Vorbericht der NN vom 31.01.2003:
EV Pegnitz will am Samstag seine Führung
ausbauen
„Icedogs“ bissig
Gegen Bruckberg steht der komplette Kader bereit
PEGNITZ — Kann der EV Pegnitz am Wochenende seine Spitzenposition in der Qualifikationsrunde zum Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga ausbauen? Die Chancen hierfür stehen gut, treffen doch gleichzeitig die beiden vermeintlichen Hauptverfolger Nürnberg und Deggendorf aufeinander.
Eishockey-Qualifikation
EV Bruckberg — EV Pegnitz (Samstag, 17 Uhr in Moosburg) — Obwohl am vergangenen Wochenende im Gegensatz zur Konkurrenz spielfrei, führen die „Icedogs“ immer noch mit zwei Punkten Vorsprung die Tabelle an. Mit einem Erfolg über Bruckberg soll alles getan werden, was aus eigener Kraft zur weiteren Verbesserung der Position möglich ist.
Einfach wird dies gegen Bruckberg sicher nicht, hat doch die Mannschaft unter den Augen der Pegnitzer Späher vor Wochenfrist den EHC 80 Nürnberg zumindest im ersten Drittel stark unter Druck gesetzt und nicht unverdient geführt. Die Oberbayern bestechen durch sichere Stocktechnik, schnelles und direktes Passspiel sowie gesunde Härte.
Wenn sie in der Tabelle trotzdem nicht besser positioniert ist, dann vor allem wegen großer personeller Probleme zum Saisonbeginn, als mehrere Stammspieler verletzungsbedingt oder aus beruflichen Gründen ersetzt werden mussten. Auch in Nürnberg mussten wieder zwei Leistungsträger vorzeitig vom Eis genommen werden.
EVP-Eishockey-Boss Richard Hagen hat aber auch gesehen, dass Bruckberg mit seinen durchweg etwas älteren Spielern über Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer beizukommen ist. Deshalb wollen die „Icedogs“ Biss zeigen und drei komplette Reihen ins Feld schicken. Möglich ist dies, nachdem alle Mann an Bord sind. Lediglich Ponitz hat während der Woche wegen seiner Knieprobleme im Training pausiert. Er wird aber am Samstag auf alle Fälle zur Verfügung stehen.
Besonderes Augenmerk werden die Pegnitzer aber auch auf die Partie zwischen dem EHC 80 Nürnberg und dem Deggendorfer SC, der erst jetzt ins Geschehen eingreift, richten, wird doch Deggendorf als heimlicher Mitfavorit für einen „Platz an der Sonne“ gehandelt. Das beste für die „Icedogs“ wäre es zweifellos, wenn sich beide Verfolger gegenseitig die Punkte abnehmen sollten.
31.1.2003 0:00 MEZ
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