Neu gegründete „Eissport-Dienstleistungs-Gesellschaft“
hilft den Betrieb der defizitären Sporteinrichtung sichern
EVP betreibt künftig das Kunsteisstadion
Für Kernzeiten stellt der Verein Mitarbeiter an — Internationale
Ausschreibung für Planung eines Sportzentrums
PEGNITZ (str) — Nicht nur in sportlicher Hinsicht ist der EV Pegnitz in der
Vorbereitung auf die nächste Eishockeysaison gefordert. Vielmehr geht es auch
darum, überhaupt den Betrieb des städtischen Eisstadions zumindest für eine
weitere Spielzeit zu sichern. Wie Eishockey-Spartenchef gestern Abend bei der
Hauptversammlung verkündete, wurde deshalb in Absprache mit der Stadt Pegnitz
aus den Reihen des EVP eine Dienstleitungsgesellschaft gegründet.
Diese Gesellschaft, die „Eissport Dienstleistungs-Gesellschaft dbR“, erbringt sämtliche für den Betrieb nötigen Dienstleistungen im Auftrag der Stadt. Damit die beauftragten Leistungen auch gesichert werden können, ist eine nicht unerhebliche Unterstützung durch den EVP nötig, so Hagen.
So wird die Gesellschaft für die Basisdienstleistungen in den Kernzeiten von Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 17 Uhr, nicht ohne angestellte Mitarbeiter auskommen, die tagsüber die Aufsicht, die Eisbereitung sowie diverse Reinigungs- und Instandhaltungsdienste im Stadion übernehmen. Außerhalb dieser Kernzeiten wird der Betrieb durch freiwillige, ehrenamtliche Helfer sichergestellt, wie auch schon in der Saison 2002/2003.
Die gesamte Organisation wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt durchgesprochen, so dass ein reibungsloser und letztendlich auch finanzierbarer Betrieb des Eisstadions und damit des Eissports in Pegnitz für die nächsten Jahre sichergestellt werden kann.
Eishalle vorgesehen
Außerdem laufen parallel dazu städtische Bemühungen, ein Gesamtprojekt „Sportzentrum“ zu realisieren. Hagen erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass auf Initiative von Bürgermeister Thümmler derzeit eine europaweite Ausschreibung nicht nur zur privaten Planung, sondern auch zum Bau sowie zum Betrieb eines kombinierten Sport- und Freizeitparks laufe, wobei ausdrücklich auch eine Eishalle mit vorgesehen sei.
Der EVP sowie die EDG werden dieses Vorhaben mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen, so der Spartenchef des EV Pegnitz.
Trotz dieser neuen Gesellschaft sind aber jetzt schon Probleme bei der Saisonvorbereitung absehbar, stehen doch laut aktueller Aussage des städtischen Sportamtes heuer in Bayreuth keine Eiszeiten zur Verfügung, weil man erst die inzwischen drei Vereine der Wagnerstadt unterbringen müsse. Hagen hatte hierfür nur ein Kopfschütteln übrig, konnte er nach den bisherigen Aussagen doch davon ausgehen, dass es heuer mit Eiszeiten im Bayreuther Sportpark keine Probleme gebe, zumal der Stadtrat zu Gunsten des Oberligisten ESV Bayreuth kürzlich erst entschieden hatte, das Eisstadion noch früher zu öffnen.
So aber ist der EVP gezwungen, Alternativplanungen mit Amberg und Mitterteich zu erarbeiten. Hier ist die Vereinsführung seit Wochen in Verhandlungen, eine definitive Antwort steht indes noch aus, in Amberg wohl nicht zuletzt deswegen, weil der Hallenbetreiber nach dem Konkurs des Oberligisten ERSC Amberg vor völlig neuen Voraussetzungen steht.
Test gegen Regionalligisten
Um auf jeden Fall Eispraxis sammeln zu können, hat der EVP deshalb schon für September Vorbereitungsspiele in den Hallen der Regionalligisten Leipzig, Halle und Schönheide vereinbart. Auch hier gab es einen Rückschlag: Erstmals seit Jahren findet heuer in Regen kein Turnier statt, das der EVP bisher regelmäßig als Generalprobe für die neue Saison genutzt hat.
Der Landesliga-Spielmodus sieht zunächst wieder eine Gruppe mit dem EC Erkersreuth, dem SC Bad Kissingen, dem EV Regensburg, dem EHC Regensburg, dem EHC 80 Nürnberg, dem Aufsteiger EC Bayreuth, dem EHC Mitterteich und dem EVP vor. Die ersten vier Teams dieser Runde gehen ohne Mitnahme der Punkte in die Qualifikation. Weitere Durchführungsbestimmungen von Seiten des Bayerischen Eissportverbands stehen noch aus.
Hinsichtlich des Ziels für die Saison 2003/04 allerdings lässt Spartenleiter Richard Hagen keine Zweifel aufkommen: Es wird ein neuer Anlauf für den Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga gestartet, wohl wissend, dass es auch diesmal nicht einfacher wird, „drohen“ doch in der Aufstiegsrunde so erfahrene und starke Gegner wie Erding, Peißenberg, Lindau oder Fürstenfeldbruck.
2.8.2003 0:00 MEZ
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