EVP droht Strafe
Eishockey-Verband will die Pegnitzer zum Finalspiel zwingen
PEGNITZ — Obwohl sportlich bedeutungslos, sorgt das ausstehende Finale um die Bayerische Eishockey-Landesligameisterschaft hinter den Kulissen für jede Menge Ärger. Jetzt droht der Verband dem EV Pegnitz sogar mit einer Strafe.
Seit Wochen ist bekannt, dass der TSV Erding am Final-Wochenende wegen der Juniorenspiele um die Deutsche Meisterschaft Terminprobleme hat. Jetzt erst aber wurde der EVP darum gebeten, die Spiele um eine Woche zu verschieben. Zu spät: Vom 19. bis 21. März haben die "Icedogs" ihre Abschlussfahrt fest gebucht. Der Hinspiel-Termin am Freitag, 12. März, um 20 Uhr in Erding ist weitgehend unstrittig. Das Rückspiel aber ist völlig offen. Den Vorschlag des EVP, unter der Woche im Amberg zu spielen, wurde von Erding wegen unzumutbarer Reisestrapazen abgelehnt.
Damit nicht genug: Als der EVP jetzt anbot, Erding wegen des besseren Torverhältnisses aus dem Halbfinale gegen Peißenberg den Titel des Landesligameisters am "grünen Tisch" zu schenken, wurde dies vom Verband unter Androhung einer Strafe abgelehnt, obwohl die Erdinger damit einverstanden wären. Pegnitz müsse antreten, weil der BEV laut Statut von sich aus einen Termin festlegen müsse, wenn sich beide Vereine nicht einigen. EVP-Eishockeychef Richard Hagen schäumt: "Die ganze Freude über den Aufstieg ist bei mir durch dieses Gezeter schon wieder verflogen."
-rr-
10.3.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG