Kopfschütteln über Terminplan des Verbands
Erstes Heimspiel des EVP in der Qualifikation am 25. Januar — Minister von
Pokalgegner begeistert
PEGNITZ (str) — Lange müssen die Fans des EVP auch in dieser Saison auf das erste Heimspiel der „Icedogs“ in der Qualifikation zur Eishockey-Bayernliga warten. Nach zwei Auswärtsspielen gastiert der ESV Bad Bayersoien als Süd-Zweiter am Sonntag, 25. Januar, in Pegnitz.
Über den Termin-Rahmenplan des Verbands kann man auch in dieser Saison nur den Kopf schütteln: Eine Vierer-Qualifikationsrunde ist für viele Vereine zu wenig, ein EVP-Vorschlag, auf zwei Gruppen je acht Teams zu konzentrieren, wurde trotzdem abgelehnt. So gibt es im Januar lediglich ein Heim-Punktspiel.
Als machbar stufen die Experten die Gruppe ein, in der Pegnitz antreten muss. Der souveräne und verlustpunktfreie Sieger der Gruppe Nord bekommt es dabei mit dem Zweiten aus dem Süden, dem ESV Bad Bayersoien zu tun, ferner mit dem Dritten der Ost-Gruppe, dem ESC Vilshofen und dem Vierten aus dem Westen, dem ESV Buchloe. Falls die „Icedogs“ auch hier dominieren, kommt es im Halbfinale zum Treffen mit dem Sieger aus der Gruppe 3, Fürstenfeldbruck, Bad Kissingen, dem nächsten Bayernkrug-Gegner ECDC Memmingen oder Bruckberg.
Froh ist man im EVP-Lager, dass ein Aufeinandertreffen mit dem TSV Erding, der ebenfalls verlustpunktfreien Mannschaft aus der Ostgruppe, der vier komplette Reihen zur Verfügung stehen, frühestens im Landesliga-Finale möglich ist. Da beide Finalisten aufsteigen, wäre der Ausgang dieser Begegnung egal.
Nachfolgend die Spieltermine des EVP in der Qualifikationsrunde: Samstag, 10. Januar, 19.30 Uhr Bayersoien — EVP; Sonntag, 18. Januar, 17.15 Uhr Vilshofen — EVP; Sonntag, 25. Januar, 18 Uhr EVP — Bayersoien; Sonntag, 1. Februar, 17 Uhr Buchloe — EVP; Sonntag, 8. Februar, 18 Uhr EVP — Vilshofen; Sonntag, 15. Februar, 18 Uhr EVP — Buchloe.
Bis die Aufstiegsrunde beginnt, will sich der EVP im Bayernkrug-Pokalwettbewerb am Wochenende gegen den Dritten der Landesliga West, die „Indians“ aus Memmingen durchsetzen. Dieser Gegner hat die ganze Saison über bis zum letzten Wochenende Licht und Schatten gezeigt. Schon nach wenigen Spieltagen wurde Trainer Markus Klein entlassen. Seither fungiert der Lette Sergejs Boldavesko als Spielertrainer.
Zum Gruppenfinale gab es am Wochenende eine 0:5-Auswärts-Niederlage und einen 5:3-Heimsieg gegen Lindau, vielleicht dadurch zu erklären, dass Memmingen im Hinspiel mit Boldavesko, Weinl, Hefele, Klein und Schmid zahlreiche Stammspieler schonte. Zudem fehlte Dollhofer, der Neuzugang aus Kempten, in beiden Spielen wegen Grippe.
Nach dem Heimsieg herrschte in Memmingen große Euphorie auch im Hinblick auf die Pokalbegegnung mit dem EVP. Vorsitzender Helge Pramschüfer sprach von einem „wichtigen Sieg für das Memminger Eishockey“ und auch Trainer Sergejs Boldavesko freute sich „angesichts der kämpferischen Leistung des Teams und der tollen Fanunterstützung.“
Landwirtschaftsminister Josef Miller, der sich unter den 1000 Zuschauern befand, zeigte sich von der „tollen Atmosphäre“ begeistert.
Die „Icedogs“ sollten also vor dem Pokalhinspiel am Freitag um 20 Uhr gewarnt sein, wollen sie sich eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel am Sonntag, 4. Januar, schaffen. In Acht nehmen sollte man sich vor allem vor den Topscorern Sergejs Boldavesko, Waldemar Dietrich, Michael Klein, Bernd Hefele und dem ehemaligen Kaufbeurer Stefan Egli. Einen absoluten Torschützenkönig wie der EVP mit Schwindl hat Memmingen zwar nicht, doch überzeugen Boldavesko und Dietrich als herausragende Assistenten.
31.12.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG