EVP auf Vormarsch
ESC Vilshofen unterlag „Icedogs“ mit 1:4 Toren

PEGNITZ — Die „Icedogs“ marschieren weiter in Richtung Eishockey-Bayernliga. Gestern Abend feierten die Schützlinge von Stefan Ponitz und Horst Kürzdörfer einen ungefährdeten 4:1-Erfolg über den durchaus ernst zu nehmenden Ost-Dritten ESC Vilshofen.

Aufstieg zur Bayernliga

ESC Vilshofen — EV Pegnitz 1:4 (0:2/0:1/1:1) — Nur auf einer Position verändert trat der EVP gegen den Dritten der Landesliga-Ost an: Andreas Walther war nach langer Verletzung erstmals wieder mit von der Partie und ersetzte spontan den kurzfristig an Grippe erkrankten Marco Graf in der Verteidigung.

Die Gastgeber begannen durchaus engagiert, entwickelten die ersten zehn Minuten enormen Druck und hatten in der 7. Minute ihre größte Chance. Doch EVP-Keeper Jens Braun rettete zwei Mal in herausragender Manier und bewahrte so sein Team vor einem Rückstand.

Der Doppelkracher schien die „Icedogs“ aufgeweckt zu haben, denn nur zwei Minuten später versenkte Markus Schwindl bei Unterzahl den Puck erstmals im ESC-Gehäuse. Der Torjäger, der an der blauen Linie gelauert hatte, war von Häußinger aus dem eigenen Drittel mit einem knallharten Pass angespielt worden. Kurz vor dem Drittelende bedankte er sich dafür, ließ den Puck seinerseits für Häußinger liegen und der erhöhte auf 2:0.

Doch Vilshofen gab noch lange nicht auf. Die Mannschaft bot den etwa 200 Zuschauern ein körperlich engagiert vorgetragenes Eishockey mit zwar harten, aber in keinem Fall unfairen Attacken. So hatten auch die beiden Schiedsrichter keinerlei Probleme, wie die jeweils nur acht Strafminuten beweisen.

Kritisch wurde es, als die „Icedogs“ um die 30. Minute eine 3:5-Unterzahlsituation überstehen mussten. Pegnitz konnte sich dabei glücklich schätzen, dass auch gestern die dritte Reihe wieder eine ordentliche Vorstellung bot und sich zudem noch als torgefährlich erwies: Rembs und Krieg sorgten nach einer sehenswerten Kombination für den einzigen Treffer im Mitteldrittel.

Letzte Hoffnung schöpfte Vilshofen, als in der 48. Minute aus einem Gewühl vor dem EVP-Tor heraus völlig überraschend das 1:3 fiel. Jetzt wurden noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Um ja nichts anbrennen zu lassen, nahmen die Oberfranken in der 56. Minute eine Auszeit, um wieder Ruhe in die Aktionen zu bringen. Der ESC seinerseits ersetzte 90 Sekunden vor dem Abpfiff den Torwart durch einen sechsten Feldspieler, ohne aber daraus Profit schlagen zu können. Im Gegenteil: Wenige Sekunden vor Schluss wurde der Keeper wieder eingewechselt, was Steffens aber nicht daran hinderte, aus einem Bully heraus das alles entscheidende 1:4 zu markieren.

Wie gestern am Rande bekannt wurde, verzichtet der SC Bad Kissingen überraschend auf einen eventuellen Aufstieg in die Bayernliga.

Die Torfolge: 0:1 (12.) Schwindl/Häußinger, 0:2 (18.) Häußinger/Schwindl, 0:3 (38.) Rembs/Krieg, 1:3 (48.) Frömter, 1:4 (60.) Steffens/Böhner. Strafen: ESC acht, EVP acht Minuten. -rr


19.1.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vorbericht der NN vom 16.1.04:

Duell der beiden Top-Torjäger
EV Pegnitz tritt in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga beim ESC Vilshofen an

PEGNITZ — Souverän ist der EV Pegnitz in die Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga gestartet. Jetzt gilt es, dem unerwartet deutlichen 9:2-Sieg beim Süd-Zweiten ESV Bad Bayersoien einen Erfolg beim Dritten der Landesliga Ost, dem ESC Vilshofen, folgen zu lassen, um die Tabellenführung zu verteidigen. Dabei kommt es zum Duell zweier Top-Torjäger der Liga, Markus Schwindl und George Trakosas.

Aufstieg zur Bayernliga

ESC Vilshofen — EV Pegnitz (Sonntag, 17.15 Uhr) — Probleme hatten die „Icedogs“ in dieser Woche nur mit dem Wetter. Das Training am Dienstag fiel den heftigen Regenfällen zum Opfer. Dafür wird am morgigen Samstag eine zusätzliche Einheit eingeschoben. Dabei soll die endgültige Entscheidung fallen, ob der Langzeitverletzte Andreas Walther am Sonntag erstmals wieder auflaufen soll. Der Arzt jedenfalls hat keine Bedenken mehr. Mindestens noch eine Woche Schonung wird allerdings Marvanyi und Gerstner gewährt.

Nicht zu beneiden waren die Verantwortlichen in Vilshofen vor Beginn der Saison. Nachdem mehrere Akteure mit Trainer Ekkehard Sebald zum Bezirksligisten „Black Hawks“ nach Passau gewechselt waren, der mit Hilfe einer neuen Halle den Eishockeysport in der Donaustadt etablieren soll, mussten die Vilsstädter eine völlig neue Mannschaft aufbauen. Mit Ewald Procher konnte ein ehemaliger Spieler, der zuletzt beim Deggendorfer SC für den Nachwuchs verantwortlich zeichnete, verpflichtet werden.

Im Bemühen, um einige verbliebene Routiniers vor allem mit jungen Eigengewächsen eine schlagkräftige Truppe zu bilden, gelang ein wichtiger Coup. Der kanadische Torjäger George Trakosas kehrte nach einem Jahr „Heimaturlaub“ zurück an seine frühere Wirkungsstätte.

ESC-Vorsitzender Christian Altmann, der zuletzt mit der Besetzung der Ausländerstelle nicht immer Glück hatte, wurde nicht enttäuscht.

Trakosas, vor zwei Jahren auch vom EV Landshut umworben, avancierte nach einem denkbar schlechten Start mit einer Sperre nach einer Matchstrafe in einem Testspiel, zwischenzeitlich wieder zum gefährlichsten Vilshofener Angreifer. 21 Tore und zehn Beihilfen in nur neun Spielen belegen dies deutlich. Damit liegt er mit einem Durchschnitt von 2,33 Toren pro Spiel nur knapp hinter dem Pegnitzer Markus Schwindl. Nur Karlheinz Pongratz kann mit elf Toren und 18 Assists bei zwölf Einsätzen einigermaßen mithalten, die restliche Mannschaft des ESC ist in der Scorer-Wertung weit abgeschlagen.

Im Tor ersetzt mit Sven Spanrad von ERSC Amberg, der sich früher schon einmal beim EVP beworben hatte, ein weiterer Rückkehrer den legendären Erich Kellermayer. Auch Alex Frömter fand nach Gastspielen beim EV Moosburg und in Landshut an die Vils zurück, um mit Routiniers wie Karlheinz Pongratz, Andreas Sagerer, Mario Klier oder Peter Sterz der jungen Mannschaft Halt zu geben.

Mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde wurde das erste Saisonziel erreicht. Immer wieder gelang es der Mannschaft, die Fans zu überzeugen, so etwa, als trotz mehrfachem Ersatz die Niederlage gegen den Topfavoriten und neben Pegnitz ebenfalls verlustpunktfreien TSV Erding mit 3:8 Toren in erträglichen Grenzen gehalten wurde. Alles andere als ein Pegnitzer Sieg wäre aber am Sonntag eine Überraschung. -rr-
 

16.1.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG