Schneeschauer sorgten fast für Abbruch
Unter höchst ungewöhnlichen Umständen holte EVP gestern den noch nötigen Punkt für das Halbfinale

PEGNITZ — Mit einem 3:3-Unentschieden in einem höchst ungewöhnlichen Spiel gegen den direkten Verfolger ESC Vilshofen haben die „Icedogs“ gestern den letzten noch nötigen Punkt geholt, der die vorzeitige Qualifikation für das Halbfinale um den Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga bedeutet.

Aufstieg zur Bayernliga

EV Pegnitz — ESC Vilshofen 3:3 (1:0/0:1/2:2) — Ungewöhnlich wie selten zuvor verlief gestern die Partie zwischen dem Tabellenführer Pegnitz und dem unmittelbaren Verfolger. Zunächst wollten die „Wölfe“ schon auf der Anfahrt wegen der heftigen Schneeschauer wieder umkehren, scheuten aber letztendlich die daraus möglichen Konsequenzen wie Punktabzug oder Neuansetzung.

Dann musste nach einem „Konfettiregen“ aus der Gäste-Fankurve das Eis noch einmal aufbereitet werden. Damit immer noch nicht genug: Als endlich angepfiffen war, streikte die Stadionuhr nach nur 18 Sekunden. Bei jeder Eingabe ertönte zudem die Sirene. Als sich beide Teams damit abgefunden hatten, dass wie in der Nachkriegszeit wieder mit der Hand gestoppt wurde, konnte das Match schließlich seinen Lauf nehmen. Allerdings vorerst nur bis zur 35. Minute, in der die Schiedsrichter beide Teams wegen der erneuten Schneestürme vorzeitig in die Kabinen schickten.

An die geplante Eisbereitung war freilich vorerst nicht zu denken und so hatten beide Seiten schon entschieden, das Match vorzeitig abzubrechen. Da zu diesem Zeitpunkt mehr als die Hälfte der Spielzeit absolviert war, hätte der aktuelle Spielstand gegolten. Das 1:1 hätte den „Icedogs“ den einen noch fehlenden Punkt beschert, die Vilshofener, ohnehin schon aus dem Rennen, wären früher nach Hause gekommen.

In der nach der Spielordnung vorgeschriebenen 45-minütigen Wartezeit allerdings besserten sich die Wetterverhältnisse wieder, so dass nach etwa 30 Minuten doch weitergespielt werden konnte.

Nun zum eigentlichen Spielverlauf. Während Pegnitz komplett antrat, hatte Vilshofen nur eine Rumpftruppe parat, die sich aber wacker schlug. In der abwechslungsreichen Begegnung wurde es erst Ende des ersten Drittels interessant, als sich die Strafzeiten häuften. Zunächst musste Haslach wegen Reklamierens zehn Minuten „brummen“, ohne Folgen. Dann kassierten die „Wölfe“ in kurzer Zeit so viele Strafen, dass sie nicht mehr komplett durchwechseln konnten. Pegnitz nützte die 5:3-Überzahl nach nur wenigen Sekunden zur Führung. Eine weitere Großchance vergab Gerstner frei stehend vor dem gegnerischen Keeper.

Als im Mitteldrittel Sonderbewacher Walther den ESV-Torjäger Trakosas nur per Foul bremsen konnte, nutzte dieser die Überzahl zum Ausgleich. Ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen war die Folge.

Nach der Schneepause legte der EVP zunächst eine 3:1-Führung vor, die aber noch einmal arg wackelte, als der ESV 99 Sekunden vor Schluss bei Überzahl das 3:2 erzielte. Nur gut, dass ein weiterer Treffer der Gäste nicht anerkannt wurde.

Die Torfolge: 1:0 (19.) Ponitz/Schwindl, 1:1 (23.) Trakosas/Müller, 2:1 (36.) Ponitz/Häußinger, 3:1 (40.) Böhner/Schwindl, 3:2 (47.) Trakosas, 3:3 (59.) Kremhelmer. Strafen: EVP 16 plus zehn Minuten für Haslach, ESV 24 Minuten. -rr-
 

9.2.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

„Kreuzritter“ Gegner
EVP trifft im Halbfinale auf den EV Fürstenfeldbruck

PEGNITZ — Gegen die „Kreuzritter“ muss der EV Pegnitz im alles entscheidenden Halbfinale um den Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga antreten. Mit dem 5:4 über Memmingen sechs Sekunden vor Schluss hat sich der EV Fürstenfeldbruck am Freitag nach mehrfachem Rückstand vorzeitig für dieses Match qualifiziert.

Der direkte Wiederaufstieg des ehemaligen Bayernligisten ist das eindeutige Ziel der „Crusaders“. Dafür wurden mit der Verpflichtung von Spielertrainer Franz-Xaver Ibelherr (früher Rosenheim, Kaufbeuren und Landsberg), eines Ex-Profis und 100-fachen Junioren-Nationalspielers, sowie Cracks wie Manfred Schreiber, Erwin Schedlbauer, Michael Fröschl und Markus Pasterny (Germering) Zeichen gesetzt. Der Lohn war der souveräne erste Platz in der Landesliga Süd.

Vor Beginn der Qualifikation wurde noch einmal aufgerüstet: Sponsoren ermöglichten die Verpflichtung des Zweitliga-erfahrenen Tschechen Vaclav Mandous (32), der vorher in Selb, Geretsried, Straubing und Regen stürmte. Nach einem glück- und torlosen Auftakt hat er aber zwischenzeitlich das Handtuch geworfen. -rr-
 

9.2.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vorbericht der NN vom 06.02.2004:

 

„Icedogs“ wollen gegen Verfolger glänzen
ESC Vilshofen gilt als zweitstärkstes Team in der Qualifikation — Zuletzt 115 Strafminuten kassiert

PEGNITZ — Einen Verfolger hat der EV Pegnitz mit dem ESV Buchloe aus dem Weg geräumt, schon kommt am Sonntag mit dem ESC Vilshofen der nächste. Die „Icedogs“ ficht das wenig an, sie wollen weiter in Richtung Bayernliga punkten.

Aufstieg zur Bayernliga

EV Pegnitz — ESC Vilshofen (Sonntag, 18 Uhr) — Der zweite Platz für den ESC Vilshofen geht nach Ansicht des EVP-Spartenleiters Richard Hagen in Ordnung: „Das ist nach uns klar die stärkste Mannschaft“. Mehr wird allerdings nicht mehr möglich sein, denn die „Icedogs“ haben schon vier Punkte Vorsprung vor dem ausgeglichenen Konto des Ostgruppen-Dritten. Pegnitz will sich freilich nicht darauf beschränken, nur den einen rein rechnerisch noch nötigen Punkt einzufahren.

Hagen: „Unsere Trainer haben klar die Devise ausgegeben, weiter voll auf Sieg zu spielen und endlich auch vor dem eigenen Anhang über 60 Minuten eine ordentliche Leistung abzuliefern.“ Das wird auch nötig sein, reist doch Vilshofen mit dem zweitgefährlichsten Angreifer der Liga an. Zu welchen Leistungen George Trakosas in der Lage ist, hat er bewiesen, als er Buchloe fast im Alleingang mit nicht weniger als vier Toren „abgeschossen“ hat.

Der EVP-Verteidigung, die auf Oliver Schmidt verzichten muss, der auf Fortbildung bei der Army in den USA weilt, wird also echt gefordert werden. Als zweiter Keeper neben Braun steht Andreas Herrmann bereit. Ansonsten wollen die Trainer Ponitz und Kürzdörfer alle zur Verfügung stehenden Cracks einsetzen, um ihnen Spielpraxis zu verschaffen. Sie müssen sich auf eine harte Gegenwehr gefasst machen.

Die Statistik des Vilshofener Spiels gegen den ESV Bad Bayersoien spricht in diesem Zusammenhang Bände: Nicht weniger als 115 Strafminuten hagelte es dabei gegen die „Wölfe“, darunter drei Spieldauerstrafen für das Verteidigergespann Zilinger/Sagerer und für den Neuzugang Thomas Kremhelmer.

Letzere sind inzwischen abgesessen, so dass die Gäste voraussichtlich in stärkster Besetzung antreten können. Besonderes Augenmerk gilt dem ESV-Keeper Spanrad, neben Jens Braun einer der stärksten der Liga. -rr-
 

6.2.2004 0:00 MEZ
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