Geht EVP Luft aus?
Gegen ESV Buchloe erste Niederlage der Saison
PEGNITZ - Nur gut, dass der EVP die Teilnahme am Halbfinale um den Aufstieg in die Bayernliga frühzeitig gesichert hat. Denn in der Schlussphase scheint den "Icedogs" die Luft auszugehen. Dem ersten Punktverlust vor Wochenfrist folgte gestern die erste Niederlage der Saison.
Aufstieg zur Bayernliga
EV Pegnitz - ESV Buchloe 3:4 (1:2/0:1/2:1) - Eine Galavorstellung hatte der EVP versprochen. In einem Spiel ohne großen sportlichen Wert sollte noch einmal packendes Eishockey geboten werden, zum einen als Trost für die zuletzt mitunter arg enttäuschten Zuschauer, zum andern als Generalprobe für die kommende schwere Aufgabe im entscheidenden Halbfinalspiel gegen den Ex-Bayernligisten EV Fürstenfeldbruck.
Doch Buchloe, das im Hinspiel mit 0:2 Toren gegen die Oberfranken verloren hatte, machte den Schützlingen von Coach Horst Kürzdörfer einen Strich durch die Rechnung: Nach nur 57 Sekunden zappelte der Puck zum ersten Mal hinter EVP-Keeper Jens Braun im Netz. Das schockte die "Icedogs", die gestern auf Honke, Hausner, Häußinger und vor allem kurzfristig auf den erkrankten Spielertrainer Stefan Ponitz verzichten mussten.
Vor allem Letzterer fehlte im Spielaufbau und als Partner von Torjäger Markus Schwindl an allen Ecken und Enden und so dauerte es bis zur 8. Minute, ehe sich den Gastgebern die erste nennenswerte Chance eröffnete. Doch Haslach scheiterte im direkten Duell mit dem überragenden ESV-Keeper Florian Warkus. Auch ein anschließendes Überzahlspiel änderte zunächst nichts daran, dass der Gast weitgehend das Geschehen bestimmte. Erst bei Ablauf der zwei Minuten, als mittlerweile auch der EVP einen Akteur in der "Kühlbox" hatte, glückte Schwindl das 1:1. Doch schon bei der zweiten Strafe gegen Pegnitz legten die Gäste erneut vor: Während sich die EVP-Verteidigung vor allem auf den ESV-Torjäger Genuttis konzentrierte, erhöhte erneut das Duo Zimmler/Warkus auf 1:2.
Im Mitteldrittel präsentierten sich die Oberfranken völlig von der Rolle. Nichts funktionierte. Es fehlte die Ordnung im Aufbau, die Sicherheit im Passspiel und die kämpferische Einstellung. Zudem ergingen sich manche Cracks - vor allem auch Böhner - in brotlosen Einzelaktionen. Negativer Höhepunkt war das 1:3, das der EVP in Überzahl kassierte.
Erst im Schlussdrittel besann sich Pegnitz auf sein Können, zusätzlich angestachelt durch den Anschlusstreffer zum 2:4 in Überzahl. Doch der Gegner spielte einfach zu clever, um sich die Butter noch vom Brot nehmen zu lassen. Im Gegenteil: Mit dem 2:4 war das Match praktisch gelaufen. Das 3:4 durch Böhner in der Schlusssekunde hatte nur noch kosmetischen Wert.
Die Torfolge: 0:1 (1.) Zimmler/Warkus,
1:1 (11.) Schwindl/Steffens/Haslach, 1:2 (17.) Zimmler/Warkus, 1:3 (37.)
Endres/Keiser, 2:3 (46.) Böhner/Schwindl, 2:4 (49.) Becher/Warkus, 3:4 (60.)
Böhner. Strafen: EVP zwölf, ESVB 14 Minuten. -rr-
16.2.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
„Icedogs" in Laune
ESV Buchloe wird am Sonntag in Pegnitz erwartet
PEGNITZ — Das Halbfinale um den Aufstieg in die Eishockey-Bayernliga ist erreicht. Eine bislang äußerst erfolgreiche Saison der „Icedogs“ geht in die entscheidende Phase. Grund genug, im letzten Qualifikationsspiel gegen den ESV Buchloe zu testen, zu welcher Leistung Ponitz, Schwindl & Co. in der Lage sind. Am 27. Februar steht ein Freundschaftsspiel gegen den Regionalligisten Schönheide an. Ein weiterer Knaller, ein Gastspiel des EV Landshut in Pegnitz, ist dagegen geplatzt.
Aufstieg zur Bayernliga
EV Pegnitz — ESV Buchloe (Sonntag, 18 Uhr) — Ausgerechnet im ersten Punktspiel, in dem in der laufenden Saison ein Punkt abgegeben worden ist, hat sich der EVP mit dem 3:3 gegen Vilshofen für das Halbfinale um den Aufstieg in die Bayernliga qualifiziert. Wie wichtig das Unentschieden war, zeigte am selben Abend der 2:0-Erfolg des ESV Buchloe über Bad Bayersoien.
Noch wichtiger aber ist jetzt für die „Icedogs“, nach den zuletzt eher durchwachsenen Leistungen Fahrt aufzunehmen für die entscheidenden Spiele gegen den Ex-Bayernligisten EV Fürstenfeldbruck. Die Trainer Stefan Ponitz und Heinz Kürzdörfer, aber auch Abteilungsleiter Richard Hagen haben der Mannschaft eindringlich den Ernst der Lage und die Chance, mit nur noch zwei starken Leistungen endlich den Aufstieg zu schaffen, vor Augen geführt. Offensichtlich mit Erfolg. Hagen: „Das anschließende Training war das beste, das ich bisher von diesem Team gesehen habe.“
Die Verantwortlichen jedenfalls haben an die Mannschaft appelliert, den besten Fans der Liga zum Abschluss der Qualifikationsrunde noch einmal eine Gala-Vorführung zu bieten, wobei insbesondere auch vom Paradesturm mehr verlangt wird, als zuletzt gezeigt. Ein klarer Sieg sollte möglich sein, auch wenn mit Honke und Häußinger zwei Cracks ausfallen.
Nachdem sich die Halbfinalspiele nicht vorverlegen lassen und der EVP auch aus dem Bayernkrug-Pokalwettbewerb schon ausgeschieden ist, streckte Hagen die Fühler nach Testspielgegnern aus, um die vakanten zwei Wochenenden bis Anfang März zu überbrücken. Fast wäre es ihm dabei gelungen, einen absoluten Knaller an Land zu ziehen: „Mit Bernd Truntschka war ich mir schon über ein Gastspiel des vielfachen Deutschen Meisters EV Landshut in Pegnitz einig, doch Trainer Bernie Engelbrecht hat in letzter Minute sein Veto eingelegt.“ Zur Erklärung: Der Zweitligist ist nach dem Ausscheiden des SC Riessersee aus dem Spielbetrieb am 20. Februar spielfrei.
Wenigstens gelang es, für den 27.
Februar den Regionalligisten EHV Schönheide zu verpflichten, bei dem die „Icedogs“
schon zwei Mal Vorbereitungsspiele bestritten haben. Schließlich gibt es für die
Eishockeyfans am Sonntag, 29. Februar, noch einen Leckerbissen, wenn die EVP- „Allstars“
mit früheren Spielern wie Bill Thurston, Christian Libor oder Daniel Rasch gegen
die „Icedogs“ antreten. -rr-
13.2.2004 0:00 MEZ
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