(Anmerkung des Webmasters: Bei dem im Bericht genannten verletzten Spieler handelt es sich um Florian Krieg. Einen Rainer Krieg gibt es in unseren Reihen nicht.)

 

Die Eishockey-Cracks des EVP Pegnitz erlebten beim Testspiel gegen den ESC Holzkirchen in Mitterteich „bittere Stunde“
Der Torjäger Rainer Krieg erlitt Schlüsselbeinbruch
Schon wieder zu Hause, aber wochenlang nicht einsatzfähig — Partie wurde gewonnen — Schiedsrichter „wie ein Kleinkind“?

PEGNITZ (mol) — Die Vorbereitung auf die neue Eishockey-Saison verlief für den EV Pegnitz trotz des 6:3-Sieges über den ESC Holzkirchen nicht sehr zufriedenstellend. „Wir haben eine starke Mannschaft“, sagte EVP-Chef Richard Hagen gestern nach Rückkehr aus Mitterteich den NN. „Gezeigt wurde aber wenig davon.“

Das Mitterteicher Testspiel gegen die Oberbayern, in deren Reihen der frühere Pegnitzer Rainer Dentler steht und die auf den Torhüter Christian Frütel zählen können, der mit seinem alten Münchner Verein vor Jahren Deutscher Meister wurde, endete für den EVP sogar mit einer bösen Überraschung. Torjäger Rainer Krieg fiel schon in der dritten Minute aus: Er stürzte unglücklich auf die Schulter und brach sich dabei das Schlüsselbein. „Das war das Bitterste an diesem Spiel“, fand Hagen.

Krieg wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht und gleich verarztet. Er kam gestern schon wieder nach Hause, fällt nun aber mindestens für mehrere Wochen aus.

Mit Holzkirchen hatten die EVPler teilweise ihre liebe Not. Hagen: „Wir waren bass erstaunt, dass der Gegner sehr forsch zur Sache ging und ein starke kämpferische Note ins Spiel brachte. Dadurch kam es immer wieder zu Zusammenstößen, die der Unparteiische mit Strafen ahndete.

Trotzdem hatte Hagen den Eindruck, dass der Schiedsrichter oft überreagierte. „Sogar Reklamationen wurden mit Strafzeiten bedacht. Dadurch ist der ganze Spielverlauf nicht positiv beeinflusst worden.“ Der EVP-Chef zürnte, der Unparteiische habe „kleinkinderhaftes Verhalten“ an den Tag gelegt und „wie ein Bürokrat die Regeln übersensibel angewendet.“

„Diverse Schwächen“

Seine Mannschaft, die über ein Drittel des Spieles in Unterzahl agierte, weil sie 18 Zeitstrafen kassierte (die Holzkirchener kamen auf 16), konnte mithin „nur phasenweise Druck“ machen. Die Einsatzstrategie für die Verbandsrunde in der Landesliga müsse darauf hinauslaufen, dass der EVP wieder die Stärke präsentiere, die man von ihm bisher gewohnt war. Trotz der „diversen Schwächen“ ist Hagen über den Sieg gegen Holzkirchen erleichtert.

EV Pegnitz — ESC Holzkirchen 6:3 (3:1, 0:1, 3:1) — Das erste Tor erzielten die Pegnitzer nach 26 Sekunden durch Ponitz. Das 2:0 folgte in der 9. Minute (Gerstner, Häußinger, Graf), in der 17. Minute hieß es 3:0 (Gerstner, Häußinger, Honke). Die Holzkirchner fanden schon zwei Minuten später den Anschluss durch Alber. Dieser schoss in der 29. Minute den Treffer zum 3:2 und seinem Kameraden Schöpf gelang in der 47. Minute der Ausgleich. Doch dann ging wieder Pegnitz in Führung durch Böhner in der 51. Minute. Jasny erhöhte in der 54. Minute auf 5:3. Nur eine Minute später stellten Haslach/Ponitz den Schlussstand her.


13.10.2003 0:00 MEZ

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