ESV Bayreuth
und EVP zeigten im Benefizspiel manches Kabinettstückchen
,NN’-Torwunsch rasch erfüllt
Schwindl sowie Neuzugänge Steffens, Häußinger und Böhner erfolgreich
PEGNITZ — „Die Erfahrung, dass auch andere Eishockey spielen können und das sogar noch besser“, war für EVP-Trainer Heinz Krieger ein wichtiger Aspekt des Benefizspiels gegen den Oberligisten ESV Bayreuth, gerade auch im Hinblick auf das vorentscheidende Wochenende mit Schlagerspielen gegen den EV Regensburg und Bad Kissingen.
Eishockey-Benefizspiel
EV Pegnitz — ESV Bayreuth 4:13 (0:3/1:6/3:4) — Von vornherein war klar, dass die Aufgabe diesmal viel schwerer sein würde als noch vor zwei Jahren gegen einen damals in höchsten Turbulenzen befindlichen ESVB. Dazu kam, dass die „Icedogs“ aus beruflichen und familiären Gründen auf Stammspieler wie Ponitz und Haslach verzichten mussten.
Vom Anpfiff weg war beiden Teams anzumerken, dass sie ihren Fans vor allem schönes Eishockey bieten wollten und so war zwar kein Kampf auf Biegen und Brechen zu sehen, dafür aber manches Kabinettstückchen.
Der EVP, bei dem Skarupa den fehlenden Ponitz im ersten Sturm ersetzte, konnte sich vor allem anfangs gut in Szene setzen und hatte durchaus Möglichkeiten. Kurz nach der ersten Strafe für „Geburtstagskind“ Marvanyi eröffnete aber dann doch der Oberligist den Torreigen, der insgesamt keinerlei Mühe hatte, den Landesligisten in Schach zu halten. So dauerte es auch bis zur 35. Minute, ehe den „Icedogs“ der erste Treffer gelang.
Beide Mannschaften hatten in der Zwischenzeit den Keeper gewechselt, bei Bayreuth ersetzte Endres Udo Döhler, bei Pegnitz machte Jens Braun Andreas Herrmann Platz, der gegen Bayreuth zusammen mit Verteidiger Dieter Nickel sein letztes Spiel im Trikot des EVP bestritt.
Erst im Schlussdrittel, als vom Ergebnis her längst alles klar war und Bayreuth die Zügel etwas schleifen ließ, gab es dann einen offenen Schlagabtausch mit Treffern in kurzen Abständen auf beiden Seiten. Markus Schwindl erfüllte den Wunsch von NN-Redaktionsleiter Richard Reinl nach mehr Toren der heimischen Mannschaft nach nur vier Minuten im Schlussdrittel, die restlichen Pegnitzer Treffer steuerten mit Steffens, Häußinger und Böhner ausnahmslos Neuzugänge bei.
EVP-Trainer Krieger war zufrieden mit seinem Team: „Bei etwas weniger individuellen Fehlern hätten wir das Ergebnis einstellig gehalten.“
Die Torfolge: 0:1 (7.) Splitter, 0:2 (15.) Reid, 0:3 (16.) Splitter, 0:4 (26.) Jun, 0:5 (27.) Tremblay, 0:6 (30.) Brandstädter, 0:7 (33.) Maidment, 1:7 (35.) Steffens/Böhner, 1:8 (37.) Splitter, 1:9 (40.) Reid, 2:9 (44.) Schwindl/Gerstner, 2:10 (53.) Löhle, 3:10 (53.) Häußinger/Steffens/Jasny, 4:10 (58.) Böhner/Häußinger, 4:11 (58.) Gödtel, 4:12 (59.) Löhle, 4:13 (60.) Löhle. Strafen: EVP acht, ESVB sechs Minuten. -rr-
Pegnitzer
Eishockey-Szene beweist große Hilfsbereitschaft
Rekord-Erlös: 1385 Euro
Geld kommt über „NN“-Aktion bedürftigen Familien zugute
PEGNITZ — Hilfsbereitschaft wird im Pegnitzer Eissport groß geschrieben. Dies gilt im Bemühen um den Erhalt des Stadions genau so wie beim alljährlichen Benefizspiel. Das Match am Dienstag zwischen dem EV Pegnitz und dem Oberligisten ESV Bayreuth erbrachte die neue Rekordsumme von 1385 Euro zu Gunsten der NN-Aktion „Schmücken und Helfen“.
Ein besseres Datum als den 11. November hätten die Verantwortlichen nicht finden können, steht doch der Martinstag für das Teilen mit weniger Bemittelten. So stellten sich auch heuer wieder die beiden Vereine uneigennützig in den Dienst der guten Sache, andere im Umfeld von der Stadt bis zum Verband eiferten ihnen nach, und so spendeten selbst die Schiedsrichter ihre Gage bis auf eine geringe Aufwandspauschale.
Bürgermeister Manfred Thümmler würdigte als Schirmherr schon vor dem Anpfiff dieses gemeinsame Bemühen, das schließlich in der Übergabe des Reinerlöses von 1385 Euro durch die Kapitäne beider Mannschaften, Mark Gerstner vom EV Pegnitz und Marco Zimmermann vom ESV Bayreuth, dokumentiert wurde. Diese Summe stellt einen neuen Rekord dar, liegt sie doch um knapp 40 Prozent über dem Ergebnis der Erstauflage, das damals noch bei 2000 Mark lag.
NN-Redaktionsleiter Richard Reinl jedenfalls hatte nach der Spendenübergabe allen Anlass, sich bei den Beteiligten herzlich zu bedanken: bei den Verantwortlichen beider Vereine, bei den zahlreichen Helfern im Umfeld, von den Ordnern bis zu den Sanitätern, bei den Schiedsrichtern, bei den Cracks aus Pegnitz und Bayreuth, die die Zuschauer mit sehenswerten Eishockey-Kabinettsstückchen gut unterhalten haben und nicht zuletzt bei den rund 400 Fans aus beiden Lagern, die mit ihrem Eintritt das entsprechende Geld in die Kasse gebracht haben.
NN-Eishockey-Reporter Reinl blieb für das letzte Drittel nur noch der Wunsch nach ein paar Toren mehr des EVP, angesichts des Zwischenstands von 1:9 für Bayreuth durchaus verständlich. Selbst dieses Ansinnen wurde prompt erfüllt: Nur 3:45 Minuten später fuhr Markus Schwindel nach dem 2:9 zu ihm an die Bande und meldete Vollzug: „Das ist Dein Tor“.
Der Reinerlös aus dem Benefizspiel wird auch diesmal bis zum letzten Cent über die NN-Weihnachtsaktion an bedürftige Familien im Raum Pegnitz, Auerbach und in der Fränkischen Schweiz verteilt, zusammen mit weiteren Geldern aus „Schmücken & Helfen“. Auch diese Idee, bei der Spenden mit handsignierten Kugeln am NN-Christbaum sichtbar gemacht werden, erzielt alljährlich neue Rekordsummen. Auch heuer wird in der Adventszeit wieder ein solcher Baum an der NN-Geschäftsstelle aufgestellt. rr-
13.11.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Vorbericht der NN vom 11.11.03:
Heute
Benefizspiel in Pegnitz
EVP gefordert
Oberligist Bayreuth ist erster ernst zu nehmender Gegner
PEGNITZ — Noch nie in dieser Saison ist der EV Pegnitz richtig gefordert worden. Heute Abend wird sich das ändern, wenn der Oberligist ESV Bayreuth zu einem Benefizspiel zugunsten der NN-Weihnachtsaktion „Schmücken & Helfen“ gastiert.
In der vergangenen Saison ist das Match wegen einer langen Verletztenliste des EVP ausgefallen — selbst ein Pflichtspiel musste damals verlegt werden —, vor zwei Jahren allerdings sahen rund 400 Fans aus beiden Lagern rasanten Eishockeysport, wobei die „Icedogs“ lange Zeit erstaunlich gut mitgehalten haben.
Das Spiel damals erhielt später historische Bedeutung, war es doch das letzte, bevor die Mannschaft der Wagnerstädter wegen finanzieller Probleme zerfiel. Diese Probleme konnte Bayreuth auch in Pegnitz nicht verbergen. Über weite Phasen gab es damals einen offenen Schlagabtausch zwischen zwei ungleichen Partnern, nicht zuletzt wegen der „Ice Dogs", die selbst nach Ansicht der Bayreuther Vereinsführung eine „überragende" Leistung ablieferten. Wenn die „Tigers“ letztendlich doch noch standesgemäß mit 8:3 Toren gewannen, so vor allem wegen ihrer besseren Kondition, ihrer größeren Erfahrung und einer ausgefeilteren Technik.
Heute wird es gegen den wieder gefestigten Oberligisten sicherlich schwerer. Aber das Ergebnis ist zweitrangig. Ziel ist es, guten Sport zu zeigen und darüber hinaus bedürftigen Familien im Raum Pegnitz zu helfen.
Anpfiff ist um 19.30 Uhr im Pegnitzer Stadion, Dauerkarten haben keine Gültigkeit. -rr-
11.11.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG