EV Pegnitz bezwingt EHC Regensburg mit 12:0 Toren
Schützenfest am Eis
Einbahnstraßen-Eishockey — Gäste extrem schwach

PEGNITZ — Der Heimauftakt des EV Pegnitz in der Eishockey-Landesliga ist gelungen. Die Pegnitzer besiegten den EHC Regensburg klar mit 12:0 Toren. Die Gäste kamen über die Rolle eines Trainingspartners nicht hinaus. Bereits am Freitagabend setzten sich die Schützlinge von Trainer Krieger beim ERSC Amberg im Bayernkrug-Pokal mit 8:5 durch.

Eishockey Landesliga Nord

EV Pegnitz — EHC Regensburg 12:0 (5:0/3:0/4:0) — Der Gegner war kein echter Maßstab für die Pegnitzer, die bereits im ersten Drittel ein zweistelliges Ergebnis hätten herausschießen können. „Von Chancen für mehrere Spiele“ sprach EVP-Mannschaftsleiter Richard Hagen. Die 345 Zuschauer im Pegnitzer Eisstadion konnten bereits in der zweiten Minute jubeln, als Böhner zum 1:0 einschoss In regelmäßigen Abständen erhöhten die Gastgeber bis zur Drittelpause auf 5:0, wobei Haslach und Gerstner in Überzahl den Puck im gegnerischen Tor versenken konnten.

Einbahnstraßen-Eishockey auch im zweiten Abschnitt: Die erschreckend schwachen Gäste schlugen in Hauruck-Manier die Scheibe aus der Gefahrenzone. Angriffe über mehrere Stationen waren selten zu sehen, so dass auch die Abwehr der Ice Dogs einen geruhsamen Abend erlebte.

Am wenigsten gefiel das Spiel auf ein Tor EVP–Schlussmann Oliver Schmidt, der sich bei Temperaturen um die Null Grad kaum bewegen musste, höchstens vier Paraden zeigte und zitterte — nicht vor den Schüssen der Oberpfälzer, sondern vor der Kälte, die ihm langsam unter die Ausrüstung kroch.

Wie harmlos die Gäste sich präsentierten, zeigte die Entstehung des Tors zum 8:0: Obwohl die Pegnitzer in 4:5-Unterzahl auf dem Eis waren, ließen sie die Scheibe so laufen, dass die Regensburger keine Möglichkeit bekamen, sie zu erhaschen. Gerstner jagte den Puck schließlich ins Gehäuse.

Auch im letzten Drittel das selbe Bild: Pegnitz rennt unermüdlich an, schießt aus allen Lagen, aber es fallen zu wenig Tore. „Das war unser Manko“, sagt Richard Hagen, der wie die EVP-Fans den zahlreich vergebenen Chancen nachtrauerte. Man sei nie gefordert worden, so sein Fazit. Klar ist man sich im Pegnitzer Lager darüber, dass es eine derartig harmlose und müde wirkende Mannschaft in dieser Saison nicht noch einmal geben wird.

Deutlich geworden ist aber auch, dass die Ice Dogs spielfreudig agieren und sämtliche Sturmreihen torgefährlich sind. Wie die Abwehr des EVP einzuschätzen ist, bleibt abzuwarten, Erst wenn das Team von Coach Heinz Krieger auf stärkere Mannschaften trifft, wird man sich ein Urteil erlauben können.

Tore: 1:0 (2.) Böhner/Häußinger/ Steffens, 2:0 (4.) Haslach/Ponitz/Schwindl, 3:0 (14.) Gerstner/Schwindl, Graf, 4:0 Schwindl/Ponitz, 5:0 (19.) Gerstner/Schwindl/Ponitz, 6:0 (26.) Gerstner, Schwindl, Marvanyi, 7.0 (37.) Schwindl/Ponitz, 8:0 Gerstner/Ponitz/Marvanyi, 9:0 (42.) Böhner/Häusinger/Steffens, 10:0 (47.) Gerstner/Schwindl, 11:0 (48.) Steffens/Häusinger/Böhner. 12:0 Skarupa/ Walther.

Strafminuten: EVP 6, Regensburg 6. Weitere Ergebnisse: HHC 80 Nürnberg — EHC Regensburg 10:2, SC Bad Kissingen — EC Erkersreuth 13:5.

Bayernkrug-Pokal

ERSC Amberg — EV Pegnitz 5:8 (1:2/2:1/2:5) — Der EVP geriet in dieser Pokalpartie zwar nie in Rückstand; bis zur 52. Minute war die Partie jedoch offen. Gegen den niederklassigeren Bezirksligisten ging der Landesligist aus Pegnitz mit seinen Chancen fahrlässig um. Hinzu kamen individuelle Fehler, die EVP-Mannschaftsleiter Richard Hagen auf „Nervenflattern oder Konzentrationsmängel“ zurückführte. Positiv sei jedoch, dass die Mannschaft im Schlussdrittel nicht aufgesteckt, das Tempo erhöht und schließlich noch einen deutlichen Sieg errungen habe.

Dem Gegner müsse man für sein gutes Spiel Respekt zollen, so Hagen.Die Amberger forderten die Gäste sogar so, das EVP-Trainer Heinz Krieger im letzten Drittel nur noch die ersten beiden Sturmreihen mit den Routiniers aufs Eis ließ. Dabei bot die dritte Angriffsreihe mit Fitzek, Skarupa Rembs bis dahin eine ausgesprochen gute Leistung.

Beim 5:3 für den EV Pegnitz (46.) schien die Begegnung für die Gäste fast schon gelaufen, aber die Hausherren gaben sich vor 412 Zuschauer noch nicht geschlagen und glichen zum 5:5 (48.) aus. Im Letzten Abschnitt drehte vor allem Schwindl mächtig auf und zeigte seine Klasse.

Tore: 0:1 (3.) Fitzek, Skarupa, 1:1 (7.) Schrödinger, 1:2 (16.) Böhner, 1:3 (30.) Ponitz/Gerstner, 2:3 (34.) Schrödinger, 3:3 (38.) Knorr, 3:4 (44.) Schwindl/Ponitz, 3:5 (46.) Schwindl/Marvanyi, 4:5 (47.) Pfaffinger, 5:5 (48.) Pronath, 5:6 (52.) Schwindl/Marvanyi, 5:7 (52.) Marvanyi/Haslach, 5:8 (54.) Schwindl/Ponitz. Strafminuten: ERSC Amberg 20, EV Pegnitz 22.

Schon jetzt weist Richard Hagen auf einen außerplanmäßigen Einsatz des EV Pegnitz am Dienstag, 11. November hin. Um 19.30 Uhr empfangen die Pegnitzer den Nachbarrivalen ESV Bayreuth. Der Erlös dieses Benefizspiels geht an die NN-Aktion Schmücken& Helfen. -hjs-

27.10.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

Vorbericht der NN vom 24.10.2003:

Doppelaufgabe für die „Icedogs“ des EV Pegnitz:
Heute Pokal-Duell
Sonntag Heimpremiere — Stadion ab Samstag offen

PEGNITZ — Vor einer Doppelaufgabe stehen die „Icedogs“ am Wochenende: Am heutigen Freitag kommt es um 20 Uhr im Bayernkrug-Pokalwettbewerb zu einer Neuauflage des einstigen Traditions-Duells zwischen Amberg und Pegnitz, am Sonntag gastiert zur Saison-Heimpremiere der EHC Regensburg im Eisstadion.

Bayernkrug-Pokal

ERSC Amberg — EV Pegnitz (Freitag, 20 Uhr) — Die Eishockeyfans schwärmen noch heute von den einstigen legendären Duellen mit den Oberpfälzern, obwohl diese schon Jahrzehnte zurückliegen. Die Neuauflage wurde nur möglich, weil sich der ERSC nach seinen finanziellen und fast existenzbedrohenden Problemen ganz unten in der Bezirksliga einreihen musste.

Die Mannschaft allerdings will so schnell wie möglich wieder nach oben. Die Hoffnung ist berechtigt: Zum einen sind etliche ehemalige Oberliga-Cracks dem Verein treu geblieben, zum andern wurde zum Saisonauftakt die Schweinfurter 1b-Vertretung auf deren Eis mit 6:1 Toren klar und deutlich besiegt. Es wird also auch der EVP gut daran tun, die Oberpfälzer nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Landesliga Nord

EV Pegnitz — EHC Regensburg (Sonntag, 18 Uhr) — Die wichtigste Mitteilung zuerst: Die Heimspiele des EVP am Sonntag beginnen künftig erst um 18 Uhr. So auch am Marktsonntag, wenn zum traditionellen Heimauftakt zahlreiche Zuschauer erwartet werden, denen nicht nur viele Tore, sondern auch eine gute Show geboten werden soll.

Der EHC Regensburg scheint für ein solches Vorhaben ein geeigneter Gegner zu sein, rangieren die Donaustädter nach zwei Spielen doch bislang nur auf dem letzten Tabellenplatz. Allerdings haben sie sich insbesondere im Lokalderby gegen den Mitfavoriten EV Regensburg doch recht achtbar aus der Affäre gezogen. Der EHC hat zwar vor der Saison etliche Spieler an Amberg verloren, dafür aber andere vom Nachbarclub EVR loseisen können, darunter den Verteidiger Andreas Burkert sowie die Stürmer Manfred Hamann, Stefan Renner und Georg Glas. Letzterer dürfte den EVP-Fans noch von seinem Gastspiel in Pegnitz im Jahr 1997 bekannt sein.

Die „Icedogs“, die seit Dienstag auf eigenem Eis trainieren, können mit Ausnahme des verletzten Florian Krieg den kompletten Kader aufbieten. Alles andere als ein deutlicher Sieg wäre deshalb eine Überraschung.

Bereits für Samstag, 25. Oktober, lädt der EVP zur Saisoneröffnungsfeier ein. Von 14 bis 18 Uhr ist freier Lauf bei freiem Eintritt. Auch werden Schlittschuhe geschliffen. Um 16 Uhr folgt eine Discoparty mit Torwandschießen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Torhüter der „Icedogs“ zu prüfen. Des Weiteren stellt sich die Sparte Eisstock vor.

Auch ein Schlittschuhbasar findet statt. Schlittschuhstiefel, die verkauft werden sollen, müssen am Samstag zwischen 10 und 11 Uhr im Eisstadion bei Alfons Kopp abgegeben werden. Für das leibliche Wohl ist mit einem Weinstand und Zwiebelkuchen gesorgt. Anschließend gibt es ab 19 Uhr ein griechisches Buffet in der Stadiongaststätte.

Ab Sonntag gelten im Stadion folgende Öffnungszeiten: Sonntag: 9 bis 11 und 14.30 bis 16.30 Uhr; Montag: 14.30 bis 16.30 Uhr; Dienstag: 14.30 bis 16.30 Uhr; Mittwoch: 14.30 bis 16.30 und 18.15 bis 20.15 Uhr; Donnerstag: 14.30 bis 16.30 und 20 Uhr bis 22.30 Uhr (Discolauf); Freitag: 14.30 bis 16.30 und 18.15 bis 20.15 Uhr; Samstag: 14.30 bis 16.30 und 19.30 bis 22.30 Uhr (Discolauf). Die Eintrittspreise bleiben zur vergangenen Saison unverändert. -rr-

24.10.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG