EVP ist seit gestern die einzige noch verlustpunktfreie Mannschaft der Landesliga
61 Sekunden reichten zur Wende
Spitzenspiel gegen Bad Kissingen erfüllte Erwartungen — Tolles Tor von Schwindl

PEGNITZ — Die „Icedogs“ sind seit gestern als einzige Mannschaft der Landesliga Nord noch ungeschlagen. Das ist das Ergebnis des Spitzenspiels gegen den Mitkonkurrenten SC Bad Kissingen, das der EVP verdient mit 5:2 Toren für sich entschieden hat.

Landesliga Nord

EV Pegnitz — SC Bad Kissingen 5:2 (3:1/2:1/0:0) — Gut 400 Zuschauer aus beiden Lagern sahen über weite Strecken ein rassiges Eishockeyspiel, das allerdings ganz anders begann, als es sich der Fanclub „Penalty“ vorgestellt hatte. Nicht nur auf den Rängen und auf dem Trikot der Unterfranken züngelten die Flammen, auch die Cracks boten „Fire on Ice“. Mit Erfolg: Nach einer Strafzeit für Pegnitz gingen die Gäste schon in der 2. Minute in Führung.

Und sie ließen nicht locker: Hawkins, Mrachatz & Co. trugen einen Angriff nach dem andern vor, EVP-Keeper Jens Braun wurde regelrecht unter Beschuss genommen. Das zwang den Pegnitzer Trainer Heinz Krieger zum Handeln: Er stellte auf zwei Reihen um, erhöhte so seinerseits das Tempo und sorgte so dafür, dass den Zuschauern ein regelrechter Schlagabtausch mit einer Fülle von Chancen auf beiden Seiten geboten wurde.

Aber so sehr der EVP auch stürmte, der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Im Gegenteil: Bei mehreren Kontern hatten die „Icedogs“ sogar Glück, das sie nicht noch höher in Rückstand geraten sind. Während den Anhängern immer wieder der Atem stockte, blieb Krieger cool: „Meine Spieler beherrschen das, die hatten die Lage jederzeit im Griff“.

Zugute kam den Einheimischen zunehmend, dass die Gäste im Bemühen, die Führung auszubauen, mitunter recht rustikal zu Werke gingen. 18 Strafminuten allein im ersten Drittel sagen Alles.

Dieses waren letztendlich auch ausschlaggebend, dass das Match in der 15. Minute Dank eines „flotten Dreiers“ binnen 61 Sekunden komplett kippte. Kaum hatte der Bad Kissinger Kanadier Mike Hawkins auf der Strafbank Platz genommen, da gelang Marvanyi bei 5:3-Überzahl der längst überfällige Ausgleich. Nur zehn Sekunden brachte Böhner sein Team erstmals in Front und Schwindl setzte der Galavorstellung das Sahnehäubchen auf: Als der SCK-Keeper Hartmann einen Fehlpass des EVP zu kurz abwehrte, schnappte sich der Pegnitzer Torjäger den Puck und hob ihn an dem herausgelaufenen Schlussmann aus spitzem Winkel souverän ins lange Eck des leeren Tors.

Nachdem Häußinger zu Beginn des Mitteldrittels gar auf 4:1 erhöhte, schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch die Bäderstädter gaben noch nicht auf. Sie versuchten die Gastgeber zu Fouls zu provozieren und hatten Erfolg: Als der EVP vier Minuten am Stück auf Schwindl verzichten musste, glückte im zweiten Anlauf das 4:2, nachdem das erste Tor wegen Torraum-Abseits aberkannt worden war.

Doch jetzt fehlte der Gastmannschaft, von der zwei Spieler vom Puck getroffen ins Krankenhaus gefahren werden mussten, die Kraft, weiter zuzusetzen. Überhaupt hatte der zwischenzeitlich aufgezogene Nieselregen ohnehin schon das Feuer auf dem Eis etwas eingedämmt. Pegnitz konnte es sich nunmehr leisten, auch die dritte Reihe verstärkt einzusetzen und den Erfolg in Ruhe nach Hause zu bringen.

Die Torfolge: 0:1 (2.) Rosin, 1:1 (15.) Marvanyi/Ponitz, 2:1 (16.) Böhner/Schwindl/Häußinger, 3:1 (16.) Schwindl, 4:1 (25.) Häußinger/Graf/Böhner, 4:2 (32.) Schorr, 5:2 (39.) Marvanyi/Steffens/Schwindl. Strafen: EVP 22, SCK 30 plus zehn Minuten Disziplinarstrafe für Keul wegen Meckerns. -rr-

17.11.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Knapper Sieg des EV Pegnitz gegen EV Regensburg
Dritte Reihe legt vor
Fitzek eröffnete Torreigen - Morgen Schlagerspiel

Pegnitz - Mit einem knappen 4:2-Sieg über den Mitfavoriten EV Regensburg 1b hat der EV Pegnitz seine "weiße Weste" behalten. Morgen kommt es nun zum Schlagerspiel gegen den ebenfalls noch verlustpunktfreien SC Bad Kissingen.

Eishockey-Landesliga

EV Regensburg 1b - EV Pegnitz 2:4 (1:3/0:0/1:1) - Hoch motiviert gingen die Mannen von EVP-Trainer Heinz Krieger in das Match. Kein Wunder, hatten sie doch nach der einzigen Vorrunden-Niederlage der vergangenen Saison mit den Oberpfälzern ein Hühnchen zu rupfen.
Während sich die Gastgeber vor nur wenigen Zuschauern in der Donau-Arena vornehmlich auf die Pegnitzer Paradereihen konzentrierten, bewies die dritte Formation mit dem Führungstreffer schon in der 3. Minute, dass auch sie nicht zu unterschätzen ist. Der erste Sturm wollte dem natürlich nicht nachstehen und so besorgte Ponitz (9.) das 2:0. Dem 2:1-Anschlusstreffer der Donaustädter (14.), erzielt in Überzahl, ließ Böhner nur 24 Sekunden später das 3:1 folgen.
Dieses Ergebnis hatte auch nach dem wegen zahlreicher Strafzeiten zerfahrenen Mitteldrittel Bestand, vor allem dank eines überragenden EVP-Keepers Jens Braun, der kurz vor der zweiten Pause die größte EVR-Chance bravourös vereitelte.
Pegnitz zog in stärkster Besetzung sein gewohntes Kombinationsspiel auf, ließ aber in der Chancenverwertung manche Wünsche offen. Regensburg wirkte insgesamt zu passiv. Die Mannschaft stellte zwar zweifellos den bisher stärksten EVP-Gegner, ließ aber den Drang zum Tor vermissen.
Im Schlussdrittel setzten die Gastgeber nach dem Anschlusstreffer noch einmal alles auf eine Karte und nahmen in der letzten Minute bei Pegnitzer Unterzahl auch noch ihren herausragenden Torwart Brunner vom Eis. Vergebens: Fünf Sekunden vor der Sirene machte Schwindl mit dem 4:2 ins leere Tor den EVP-Sieg perfekt.
Die Torfolge: 0:1 (3.) Fitzek/Rembs, 0:2 (9.) Ponitz/Gerstner/Schwindl, 1:2 (14.) Schönberger, 1:3 (14.) Böhner/Häußinger, 2:3 (47.) Adelhoch, 2:4 (60.) Schwindl. Strafen: EVR 16, EVP 18 Minuten. -rr-

15.11.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vorbericht der NN vom 14.11.03:

EVP empfängt am Sonntag den ebenfalls noch verlustpunktfreien SC Bad Kissingen
„Wochenende der Wahrheit“
Heute gastieren die „Icedogs“ beim EV Regensburg — Im Pokal gegen Memmingen

PEGNITZ — Vor einem „Wochenende der Wahrheit“ steht der EVP. Heute beim EV Regensburg 1 b und am Sonntag daheim gegen den ebenfalls noch verlustpunktfreien SC Bad Kissingen wird eine Vorentscheidung darüber fallen, wer in der Eishockey-Landesliga Nord den Ton angibt.

Eishockey-Landesliga

EV Regensburg 1b — EV Pegnitz (Freitag, 19.30 Uhr, Donau-Arena) — Vor den Donaustädtern müssten die „Icedogs“ eigentlich gewarnt sein, haben sie doch in der vergangenen Saison gegen sie gleich im Auftaktspiel die später einzige Vorrunden-Niederlage kassiert und dies, obwohl die Oberfranken bis fünf Minuten vor Schluss mit 8:5 Toren geführt hatten. Spartenleiter Richard Hagen: „Wir waren damals zu euphorisch, haben mit fünf Leuten gestürmt und die Verteidigung dabei vernachlässigt. Das darf uns nicht wieder passieren.“

Unter diesem Gesichtspunkt war das Benefizspiel gegen den Oberligisten ESV Bayreuth lehrreich, wurde die Mannschaft doch dabei in dieser Saison erstmals richtig gefordert.

Regensburg ist heuer eher noch stärker einzuschätzen, nicht nur, weil der frühere Torjäger Stefan Stummvoll vom Bayernligisten Pfaffenhofen zurückgekehrt ist.

Der EVP muss also nicht nur vom Anfang bis zur Schlusssirene hoch konzentriert auftreten, er darf sich auch nicht durch die gewohnt harte Gangart der Oberpfälzer zu Revanchefouls hinreißen lassen. Dass dem EVR beizukommen ist, zeigt dessen Niederlage gegen Nürnberg. Auch Mitterteich hat aus der Arena wenigstens einen Punkt entführt. Kein Wunder, dass EVP-Trainer Heinz Krieger optimistisch ist: „In meiner Mannschaft herrscht ein toller Teamgeist. Es macht Spaß, mit ihr zu arbeiten.“

EV Pegnitz — SC Bad Kissingen (Sonntag, 18 Uhr) — Das Topspiel der Vorrunde erwartet die hoffentlich zahlreichen Zuschauer, wenn die einzigen bisher noch verlustpunktfreien Mannschaften aufeinander treffen. Im Gegensatz zum Freitag muss der EVP am Sonntag aus beruflichen Gründen aber auf Verteidiger Haslach verzichten. Doch Hagen ist auch davor nicht bange: „Wir können zwei absolute Top-Reihen aufbieten und dazu eine dritte Formation, die den Gegner zumindest in Schach halten kann, da ist jeder Spieler zu ersetzen.“

Erkersreuth hat bei der knappen Niederlage vor Wochenfrist bewiesen, dass Bad Kissingen beizukommen ist, wenn man das Team nur nicht ins Spiel kommen lässt. Das ist schwerer getan, als gesagt. Das können die Bayreuth „Bandits“ bestätigen, die zuletzt von den Unterfranken regelrecht an die Wand gespielt worden sind. Die Wagnerstädter wussten sich den Kissinger Kombinationen nur mit Befreiungsschlägen zu erwehren. Bemerkenswert war dabei die Disziplin der Kurstädter, die in den ersten 20 Minuten keine einzige Strafzeit kassierten.

Gefährlichster Angreifer beim SCK ist der Kanadier Kevin Martin, der einst zusammen mit dem Ex-Pegnitzer Kevin Kersey nach Deutschland gekommen ist. Ferner kann sein Landsmann, Trainer Mike Hawkins, auf so bekannte Namen wie Popek, Berndaner, Mrachatz, Martin oder Hartmann zurückgreifen.

In der zweiten Runde des Bayernkrug-Pokalwettbewerbs trifft Pegnitz Anfang Januar auf den Süd-Landesligisten Memmingen. -rr-

14.11.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG