Erkersreuth bot EV Pegnitz zwei Drittel lang Paroli
Überhebliche „Icedogs“
Erst im Schlussabschnitt überzeugte der Spitzenreiter – Mitteldrittel verloren
PEGNITZ – Werden die „Icedogs“ angesichts von nunmehr schon 18:0 Punkten überheblich? Lange Zeit hatte es beim Außenseiter EC Erkersreuth den Anschein. Die Quittung: Nach dem zweiten Drittel stand es zu aller Überraschung 2:2. Doch im Schlussabschnitt zeigte der EVP, was er kann, erzielte noch sechs Treffer und sorgte so mit einem 8:2-Erfolg doch noch für ein versöhnliches Ende.
Eishockey-Landesliga Nord
EC Erkersreuth – EV Pegnitz 2:8 (0:1/2:1/0:6) – Eine Hiobsbotschaft erreichte die Mannschaft beim Abschlusstraining am Donnerstag: Kapitän Mark Gerstner hat im Spiel gegen den EV Regensburg 1b einen Innenbandanriss am Knie erlitten und fällt damit voraussichtlich bis zum Jahreswechsel aus. Da auch der gesperrte Rembs ersetzt werden musste, trotzdem aber drei Reihen aufgeboten werden sollten, sah sich Trainer Heinz Krieger zu einigen Rochaden veranlasst. So agierten Ponitz und Schwindl außer in der Paradereihe wechselweise auch noch im zweiten und dritten Sturm, Fitzek rückte in die zweite Reihe vor und bedankte sich mit zwei Toren und einer Vorbereitung.
Das Match begann erwartungsgemäß mit einer Doppelchance von Schwindl und Ponitz schon nach wenigen Sekunden, doch dann dauerte es doch bis zur 11. Minute, ehe der Pegnitzer Torjäger die Führung vorlegte. Und der zahlreich mitgereiste „Icedogs“-Anhang wurde weiter auf die Folter gespannt. Der Spitzenreiter bestimmte zwar eindeutig das Geschehen, sorgte für ein Spiel auf ein Tor und hatte Chancen, die normalerweise für die ganze Vorrunde reichen, kam aber trotzdem nicht unverdient in große Schwierigkeiten. Als sich beim EVP die Strafzeiten häuften, nutzten die Routiniers Hohenberger und Peschek Nachlässigkeiten in der Gästeabwehr und glichen mit der zweiten Pausensirene zum 2:2 aus. Das Mitteldrittel war verloren.
EVP-Spartenleiter Richard Hagen schäumte vor Wut: „So viel Überheblichkeit habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das können sich die Verantwortlichen nicht bieten lassen, ganz abgesehen davon, dass es auch eine Unverschämtheit darstellt gegenüber einem ganzen Bus voller Fans, die die Mannschaft begleitet haben. Eine solche Einstellung geht irgendwann ins Auge, zumal dann, wenn wie in Erkersreuth mit dummen Fouls und überflüssigem Reklamieren auch noch um Strafzeiten gebettelt wird“.
Die Mannschaft scheint sich die Kabinenpredigt zu Herzen genommen zu haben, denn im Schlussdrittel spielte sie geradlinig und erfolgsorientiert. Binnen zweier Minuten schafften Schwindl, Häußinger und Steffens mit ihren Treffern zum 5:2 für eine Vorentscheidung, ehe dann Fitzek mit einem Doppelschlag zum 7:2 alles klar machte. Den Schlussakkord setzte erneut Schwindl mit einem Überzahltor.
Die Torfolge: 0:1 (11.) Schwindl/Fitzek/Hausner, 0:2 (26.) Hausner, 1:2 (37.) Hohenberger, 2:2 (40.) Peschek, 2:3 (47.) Schwindl/Ponitz, 2:4 (47.) Häußinger/Böhner, 2:5 (48.) Steffens/Schwindl, 2:6 (53.) Fitzek/Graf, 2:7 (55.) Fitzek/Häußinger, 2:8 (56.) Schwindl. Strafen: ECE zwölf, EVP 14 Minuten zuzüglich jeweils zehn Minuten Disziplinarstrafe für Jasny und Graf wegen Reklamierens. –rr-
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Vorbericht der NN vom 28.11.2003:
EVP gegen EC Erkersreuth
Weiße Weste soll rein bleiben
Pegnitz in Selb klarer Favorit
Rembs fehlt wegen Sperre
PEGNITZ — Der EV Pegnitz behält auch an diesem Wochenende seine „weiße Weste“.
Darin sind sich die Fans vor dem heutigen Auswärtsspiel gegen den EC Erkersreuth
einig.
Eishockey-Landesliga
EC Erkersreuth — EV Pegnitz (Freitag, 20 Uhr, Hutschenreuther-Eishalle in Selb)
— „Jetzt hat hoffentlich der letzte Fan des EC Erkersreuth erkannt, dass der
Kampf gegen den Abstieg voll entbrannt ist. Die Spielstärke reicht derzeit nicht
aus, um — wie anfangs erhofft — im Vorderfeld der Landesliga mitzuspielen.“
So lautete das vereinsinterne Urteil nach der 0:10-Niederlage beim EHC 80
Nürnberg. An dieser Einschätzung hat sich auch nach dem 7:5-Sieg über den EHC
Regensburg nichts geändert. Wenn gegen das „Schlusslicht“ im ersten Drittel
trotz vieler Chancen nichts gelang, so sagt das alles über die
Vollstreckerqualitäten der ECE-Mannen um Kapitän und Routinier Peschek.
Für die „Icedogs“ darf die Begegnung deshalb kein Problem bedeuten, auch wenn
Rembs wegen einer Sperre fehlt. Der EVP sollte die Chance nützen, sich weiter
einzuspielen für die ungleich schwereren Aufgaben in der Qualifikations- und
Aufstiegsrunde. Dann werden die Karten völlig neu gemischt, weil heuer, anders
als in den Vorjahren, keine Punkte mitgenommen werden. -rr-
28.11.2003 0:00 MEZ
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