Folgebericht der NN vom 09.12.03:

EVP sollte Protestnote unterschreiben
Richard Hagen lehnte Ansinnen des EHC Mitterteich ab — Vorwürfe auf Homepage

PEGNITZ — Auch am Tag nach dem Skandalspiel gibt es für den EHC Mitterteich nur zwei Schuldige am Spielabbruch in Pegnitz: Ein Laufband auf der offiziellen Homepage meldet als Ursache „Überforderung der Schiedsrichter“.

Dem neutralen Beobachter drängt sich allerdings eher der Eindruck auf, dass bei der Führung des EHC der Blick auf die Realitäten getrübt sein könnte. Begonnen hat das Dilemma damit, dass sich die „Dragons“ vor Saisonbeginn vollmundig als Titelfavorit eingestuft. sich dann aber vornehmlich in den unteren Tabellenregionen wiedergefunden haben.

Selbst in der vergangenen Woche, als bei acht Punkten Rückstand auf die ersten vier Plätze das Erreichen der Qualifikationsrunde rechnerisch kaum mehr möglich war, wurde mit der Verpflichtung der Oberliga-Oldies Drobny und Hlinka bei den Fans noch der Eindruck erweckt, man könne einen Durchmarsch in Richtung Bayernliga starten. In Pegnitz sollten sich beide „warm“ spielen, um dann am nächsten Wochenende daheim die zuletzt arg leeren Ränge zu füllen.

Als all diese Pläne durch das undisziplinierte Verhalten der Rumpftruppe in Pegnitz durchkreuzt wurden, versuchten die Verantwortlichen zu retten, was kaum mehr zu retten ist, und verlangten allen Ernstes von der EVP-Spartenleitung, dass sie eine Protestnote gegen die Schiedsrichter mit unterzeichnen sollten. Richard Hagen lehnte ab: „Ganz abgesehen davon, dass eine solche Zusatzmeldung nichts bringt, haben wir auch keinerlei Anlass dazu. Mitterteich hat durch ständiges Reklamieren regelrecht um Strafen gebettelt“.

Hagen bestätigt statt dessen in vollem Umfang die Zusatzmeldung der Schiedsrichter zum Spielbericht: Nach der Aufforderung durch die Unparteiischen, auf das Eis zurück zu kehren, hat der EHC-Betreuer um Bedenkfrist gebeten, um mit der Mannschaft zu sprechen. Danach hat er als Ergebnis mitgeteilt, dass die Spielstärke nicht mehr gewährleistet sei.

Übrigens: Während dieser Diskussion paffte der einzig noch verbliebene Wechselspieler Benjamin Gigler auf der EHC-Bank genüsslich eine Zigarette. -rr-
 

9.12.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Berichte der NN vom 08.12.03:

EHC provoziert Spielabbruch
Mitterteicher Rumpfteam gingen nach Strafenflut die Spieler aus — 4:0-Sieg


PEGNITZ — Skandal im Eisstadion: Ohnehin nur in Mindestzahl angereist, provozierte Mitterteich gestern beim Stand von 4:0 für den EVP einen Spielabbruch. Der Grund: Die Stiftländer hatten nicht mehr genügend Cracks.

Landesliga Nord

EV Pegnitz — EHC Mitterteich 4:0 (2:0/2:0) — Verletzungsbedingt und wegen Disziplinarstrafen mussten die Stiftländer mit achtfachem Ersatz beim Tabellenführer antreten. Dafür waren aber alle „Stars“ wie Lukscheider, Eberhardt sowie die beiden Neuen Vaclav Drobny und Jiri Hlinka mit von der Partie. Letztere ließen mit strammen Schüssen gleich in den ersten Sekunden ihr Können aufblitzen. Im restlichen ersten Drittel allerdings sahen die Fans ein Spiel auf ein Tor. Pegnitz schnürte die Gäste in ihrem Drittel ein, diese hatten nicht einmal eine Hand voll Chancen, bejubelten dafür aber jeden Befreiungsschlag wie einen Torerfolg. Dass es zur Pause nur 2:0 stand, war eigentlich eine Schande für die „Icedogs“.

Im Mitteldrittel legten die Stiftländer los wie die Feuerwehr, brachten die EVP-Abwehr in erstaunlich große Schwierigkeiten und hätten das Match vorübergehend vielleicht sogar offen gestalten können, wenn ihnen nur ein Treffer gelungen wäre. Doch das verhinderte der wieder glänzend aufgelegte EVP-Keeper Jens Braun.

Mit dem 3:0 durch Schwindl in der 27. Minute begann schließlich der Mitterteicher „Amoklauf“ gegen die beiden Schiedsrichter, die sicherlich nicht ihren besten Tag erwischt hatten, die aber von den Stiftländern zumindest in dieser Phase regelrecht dazu gedrängt wurden, Strafen auszusprechen.

Zunächst kassierte der hervorragend parierende Torwart Speierl zehn Minuten wegen Reklamierens. Dann wollten die Betreuer die Strafe durch den Ersatztorwart absitzen lassen, wohl wissend, dass dies nicht erlaubt ist, sondern ein Spieler vom Eis in die Kühlbox muss. Eigentlich ein Grund für eine Bankstrafe, doch die Unparteiischen Löwenstein und Wittmann drückten beide Augen zu.

Nur 34 Sekunden später gab es wieder Aufregung: Als Hlinka in seinem ersten Spiel nach einem Check zehn Minuten plus Spieldauer-Sperre aufgebrummt bekam, wollte der EHC unter Protest das Eis verlassen. In der Folge gab es eine Bankstrafe und zwei Strafzeiten wegen Reklamierens. Die Folge: Mitterteich hatte zwar nur noch zwei Wechselspieler auf der Bank, doch das Team trat trotzdem noch einmal an.

Weitere eineinhalb Minuten später hagelte es nach dem mühsamen 4:0 für den EVP gegen die Rumpftruppe weitere drei Strafen. Das bedeutete, dass nunmehr acht EHC-Cracks auf dem Sünderbänkchen saßen oder gesperrt waren. Mitterteich konnte keine Mannschaft mehr stellen.

Für den unrühmlichen Höhepunkt sorgte schließlich der schon erheblich vorbestrafte EHC-Keeper Speierl, der Schiedsrichter Löwenstein beim Verlassen des Eises auf den Helm klopfte. Die Konsequenz: Matchstrafe und mindestens fünf Spiele Sperre. Die gleiche Strafe hatte im letzten Spiel auch der Mitterteicher Kapitän Ott kassiert, als er ebenfalls den Unparteiischen Löwenstein angegriffen hat.

Wie das Spiel gewertet wird ist derzeit noch unklar: Da über die Hälfte gespielt war, müsste normalerweise das 4:0 gelten, allerdings wurde das Match nicht wegen höherer Gewalt abgebrochen. Der Verband wird sich auf jeden Fall mit Mitterteich befassen müssen, denn mit Sport hatte die unrühmliche Vorstellung gestern nichts mehr zu tun.

Die Torfolge: 1:0 (6.) Steffens/Jasny/Schwindl, 2:0 (15.) Ponitz/Schwindl/Steffens, 3:0 27.) Schwindl/Ponitz/Steffens, 4:0 29.) Ponitz/Jasny. Strafen: EVP sechs Minuten, EHC 48 Minuten plus Spieldauer-Sperre für Hlinka und Matchstrafe für Speierl. RICHARD REINL

8.12.2003 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vier Tore von M. Schwindl
Pegnitz hatte besseren Torjäger und mit Braun sichereren Keeper

PEGNITZ — „Ihr seid die Besten“ skandierten sogar die Fans aus der Noris, als der EV Pegnitz am Freitag auch das Rückspiel gegen den EHC 80 Nürnberg mit vier Toren Unterschied gewonnen hatte. Ausschlaggebend war, dass die „Icedogs“ mit Markus Schwindl nicht nur den deutlich besseren Torjäger in ihren Reihen hatten, sondern mit Jens Braun auch noch den stärkeren Keeper.

Eishockey-Landesliga

EV Pegnitz — EHC 80 Nürnberg 7:3 (4:1/1:0/2:2) — Im Hinspiel musste der EVP 24 Minuten lang in Unterzahl agieren, diesmal saßen zumindest im ersten Drittel vornehmlich die Gäste in der Kühlbox. Schwindl bewies mit dem Führungstor, dass er an diesem Abend prächtig aufgelegt war.

Sein Kontrahent in der Liste der Top-Torjäger, der ehemalige Pegnitzer Wiener, konterte zwar kurz darauf mit dem Ausgleich, doch insgesamt konnte er Schwindl, der im ersten Durchgang auch noch das 3:1 und das 4:1 markierte, nicht annähernd „das Wasser reichen“. Für das 2:1 hatte zwischenzeitlich Krieg gesorgt, der nach langer Verletzungspause wieder dabei war.

Ab dem Mitteldrittel wurden die Aktionen des vorher technisch hochstehenden und temporeichen Schlagabtausches zerfahrener, wobei sich die Gäste mit einer Zehn-Minuten-Strafe für Wiener wegen Unsportlichkeit und einer Spieldauer-Strafe für Strobl nach einem Check gegen den Kopf selbst schwächten.

Im Schlussdrittel häuften sich auch beim EVP individuelle Fehler, vor allem in der Deckung, die dem immer wieder an der blauen Linie auf Steilpässe wartenden Wiener Konterchancen ermöglichte, die aber meist vom überragenden Jens Braun pariert wurden. Insgesamt war der Sieg der Pegnitzer nie in ernster Gefahr.

Die Torfolge: 1:0 (6.) Schwindl/Haslach/Jasny, 1:1 (8.) Wiener, 2:1 (12.) Krieg/Marvanyi/Böhner, 3:1 (16.) Schwindl/Böhner/Häußinger, 4:1 (17.) Schwindl/Haslach, 5:1 (32.) Graf/Böhner, 6:1 (42.) Jasny/Schwindl/Steffens, 6:2 (45.) Wiener, 6:3 (53.) Barnowski, 7:3 (55.) Schwindl/Ponitz. Strafen: EVP zwölf und zehn Minuten für Marvanyi, EHC 29 plus zehn Minuten für Wiener plus Spieldauer-Sperre für Strobl. -rr-
 

8.12.2003 0:00 MEZ
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Bilder aus dem Spiel Ice Dogs gegen EHC 80 Nürnberg vom 05.12.03:

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Vorbericht der NN vom 05.12.03:

Duell der besten Torjäger
Nürnberg kommt heute mit Wiener — Mitterteich mit zwei Neuen beim EVP

PEGNITZ — Die bisherige Bilanz des EV Pegnitz ist beeindruckend: 18:0 Punkte bei erst 13 Gegentoren in neun Spielen lässt die Konkurrenz in Ehrfurcht erstarren. Aber die „Icedogs“ dürfen nicht überheblich werden, schon gar nicht, wenn am Wochenende die Erzrivalen Nürnberg und Mitterteich gastieren.

Eishockey-Landesliga

EV Pegnitz — EHC 80 Nürnberg (Freitag, 20 Uhr) — Mit einem 4:0-Sieg haben die Oberfranken im Hinspiel Nürnberg vom Tabellenthron gestoßen und dies, obwohl die jungen „Tigers“ in der „Arena“ dank der Mithilfe der Schiedsrichter 24 Minuten in Überzahl agieren konnten. Kein Wunder, dass der EHC auf Revanche sinnt. Mit Unterstützung der Youngsters aus der Junioren-Bundesliga wird man deshalb alles daran setzen, die immer noch „weiße Weste“ des EVP zu besudeln.

Die Zuschauer dürfen sich auf ein interessantes Match freuen, stehen sich doch die beiden erfolgreichsten Torjäger der Liga gegenüber, Markus Schwindl (22) und der im Hinspiel fehlende Martin Wiener (14), der in der vergangenen Saison noch für Pegnitz die Schlittschuhe geschnürt hat.

Auch beim ersten Treffen gab es schon einen offenen Schlagabtausch, bei dem Nürnberg nicht weniger Chancen hatte als Pegnitz. Entscheidend war aber, dass der EVP in dieser Saison über ein Bollwerk von Abwehr verfügt, in dem Routiniers wie Haslach, Marvanyi, Graf, Jasny oder Honke nichts anbrennen lassen, ganz zu schweigen von Keeper Jens Braun, der sich schon wiederholt als „Hexer“ präsentiert und die gegnerischen Stürmer schier zur Verzweiflung gebracht hat.

EVP-Trainer Heinz Krieger muss weiter auf den verletzten Kapitän Gerstner verzichten, kann aber sonst personell aus dem Vollen schöpfen.

EV Pegnitz — EHC Mitterteich (Sonntag, 18 Uhr) — Die Stiftländer waren es, die dem EVP im vierten Spiel der Saison die ersten Gegentore ins Netz gesetzt haben. Vermutlich deshalb, weil die „Icedogs“ die „Dragons“ unterschätzt hatten. Letzteres war zum damaligen Zeitpunkt sogar verständlich, war doch der selbst ernannte Titelanwärter Mitterteich katastrophal in die neue Spielzeit gestartet.

Chancen auf die Teilnahme an der Aufstiegsrunde bestehen mit acht Punkten Rückstand praktisch nicht mehr, aber dennoch rüstet der EHC weiter auf. So wurden für die Abstiegsrunde die „Oldies“ Jiri Hlinka und Vaclav Drobny verpflichtet. Sie sollen in Pegnitz erstmals auflaufen und die Lücke schließen, die Jiri Parkmann hinterlässt: Der Publikumsliebling und Torjäger vom Dienst hat vergangenen Sonntag zum letzten Mal im Dress der Stiftländer gespielt und sich standesgemäß mit einem Tor sowie vier Beihilfen verabschiedet.

Stützen des EHC sind Vladimir Lukscheider, Lars Grünitz und Alex Eberhardt sowie Torwart Alexander Treusch, der zuletzt gegen den EHC Regensburg zum besten Spieler auf dem Eis avancierte.

Übersteht der EVP auch dieses Wochenende schadlos, wird ihm der Titel in der Landesliga Nord kaum mehr zu nehmen sein. Doch dies sollte nicht überbewertet werden, kommen doch in der Qualifikationsrunde erwartungsgemäß ganz andere Kaliber. Nach dem gegenwärtigen Tabellenstand müsste der EVP gegen den EV Bayersoien, den ESC Vilshofen und den nächsten Bayernkrug-Pokalgegner ECDC Memmingen antreten.

Letztendlich um den Aufstieg wird es dann wohl gegen so starke Mannschaften wie den TSV Peißenberg (19:1 Punkte), den EV Pfronten, den TSV Erding, den Deggendorfer SC oder den EV Fürstenfeldbruck gehen.

Die Fans jedenfalls freuen sich über die tolle Leistung ihrer „Icedogs“ und begleiten sie zahlreich zu den Auswärtsspielen. Wegen der enormen Nachfrage für die Fahrt am Samstag, 20. Dezember, um 16 Uhr nach Bad Kissingen wird allen Interessierten geraten, sich bei den Heimspielen am Wochenende während der Drittelpausen anzumelden, da nur ein bestimmtes Kontingent an Plätzen vorrätig ist. Der Fahrtpreis beträgt sieben Euro, für Jugendliche bis 18 Jahre drei Euro. Auch eine telefonische Anmeldung unter (0 92 41) 91 98 59 ist möglich. -rr-

 © NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
5.12.2003 0:00 MEZ