Zweistelliges Präsent vom EVP
„Icedogs“ schenkten treuen Fans zehn Tore — Vorrunde ohne Verlustpunkt
PEGNITZ — Glückwunsch! Ohne jeden Verlustpunkt und mit einem unglaublichen
Torverhältnis von 104:20 haben die „Icedogs“ gestern Abend souverän wie nie
zuvor eine Mannschaft des EV Pegnitz die Vorrunde der Landesliga-Nord als
Spitzenreiter abgeschlossen und sich somit für die Aufstiegsrunde qualifiziert.
Landesliga Nord
EV Pegnitz — EC Bayreuth 10:0 (3:0/2:0/5:0) — Ein Weihnachtsgeschenk in Form von vielen Treffern hatten die „Icedogs“ im Vorfeld ihren treuen Fans versprochen. Sie hielten zwar Wort und siegten wie schon im Hinspiel wieder mit 10:0 Toren, aber sie machten es spannend, wie es sich eben für eine ordentliche Bescherung gehört.
„Das ist lasch, viel zu lasch“, schimpfte EVP-Trainer Heinz Krieger über weite Phasen des ersten Drittels an der Bande. Seine Cracks bestimmten zwar weitgehend das Geschehen und ließen die „Bandits“, die in den letzten drei Spielen immerhin 25 Tore erzielt hatten, kaum zur Entfaltung kommen. Insbesondere von den Routiniers Horst Bärnreuther oder Volker Hartmann ging kaum Gefahr aus.
Aber der EVP hatte Startschwierigkeiten. Zwar fehlte der verletzte Marvanyi und auch Böhner musste kurz vor dem Spiel verletzt passen, nachdem er in der Aufwärmphase von einem Puck im Gesicht getroffen worden war. Dafür war aber erstmals seit langem Verteidiger Schoppa wieder mit von der Partie. Das Tor hütete gestern zur Abwechslung Andreas Hermann, der dem zuletzt überragend haltenden Jens Braun in nichts nachstand. Auch er hielt seinen Kasten mit prächtigen Paraden sauber.
Dauerte es bis zur 8. Minute, ehe die ersten nennenswerten Chancen auf Pegnitzer Seite notiert werden konnten, so sollten in der Folge Strafzeiten eine entscheidende Rolle spielen. Bei der zweiten Strafe gegen den ECB markierte Jasny die Führung, bei der dritten erhöhte Graf auf 2:0. Schwindl besänftigte die Fans nur 48 Sekunden später kurz vor der Pause mit dem Treffer zum 3:0.
Der EVP-Torschützenkönig, der in der Vorrunde nicht weniger als 34 Treffer erzielte, bestimmte weitgehend das Geschehen im Mitteldrittel. Zunächst scheiterte er zwar nach einem Sololauf in Unterzahl noch am ebenfalls glänzend disponierten Bayreuther Keeper Dünkel, doch Sekunden nach Ablauf der ersten Pegnitzer Strafzeit lochte er zum 4:0 ein, dem er knapp zwei Minuten später mit einem spektakulären Schlagschuss aus spitzem Winkel auch noch das 5:0 folgen ließ.
Im Schlussdrittel wechselte der ehemalige Pegnitzer Dippold in das Gehäuse der Wagnerstädter, ohne großen Erfolg: Fünf Mal musste er den Puck aus den Maschen holen. Das 6:0 durch Schwindl war gleichzeitig das 100. Saisontor der „Icedogs“, nur 28 Sekunden später bekam er das 7:0, das 8:0 und 9:0 als Doppelpack binnen nicht einmal einer halben Minute und den Treffer zum 10:0-Endstand besorgte in dem von beiden Seiten äußerst fair geführten Match pikanterweise Steffens, der in der vergangenen Saison noch bei den Bayreuth „Bandits“ gespielt hat.
Die Torfolge: 1:0 (14.) Jasny/Haslach/Schwindl,
2:0 (19.) Graf/Häußinger/Krieg, 3:0 (19.) Schwindl/Jasny, 4:0 (26.) Schwindl/Haslach/Hausner,
5:0 (28.) Schwindl/Haslach/Ponitz, 6:0 (41.) Schwindl/Ponitz, 7:0 (41.)
Häußinger/Graf/Hausner, 8:0 (50.) Häußinger/Graf, 9:0 (51.) Rembs/Schoppa/Jasny,
10:0 (56.) Steffens/Haslach/Hausner. Strafen: EV Pegnitz vier, EC Bayreuth zehn
Minuten. -rr-
27.12.2003 0:00 MEZ
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