EV Pegnitz ist auf allen Ebenen
erfolgreich
Nicht nur die Vorsitzende Sigi Murr zeigte sich bei Hauptversammlung sehr
zufrieden — Plus in der Kasse
PEGNITZ— Eitel Sonnenschein herrschte am Freitag bei der Hauptversammlung des EV Pegnitz. Alle gesteckten Ziele wurden erreicht. Mehr noch: Die vergangene Saison konnte auch finanziell mit einem Plus abgeschlossen werden. Eine Seltenheit im bayerischen Eishockey.
Der EVP ist in den vergangenen Jahren zu einer „Familie“ geworden, in der alle mithelfen. Nur so sei es laut der Vorsitzenden Sigi Murr gelungen, eine drohende Schließung des Eisstadions und damit das Ende des Pegnitzer Eissports zu verhindern. Sportlich habe das Team endlich den lang ersehnten Aufstieg in die Bayernliga geschafft und auch die Nachwuchsförderung sei forciert worden: Erstmals seit langem können wieder drei eigene Teams ins Rennen geschickt werden, eine neu formierte Schüler-, eine Knaben- und eine Kleinschülermannschaft. Zuletzt war man immer auf Spielgemeinschaften mit benachbarten Clubs angewiesen.
Die Vorsitzende rief alle dazu auf, sich jetzt nicht etwa auf den Erfolgen auszuruhen, sondern die Anstrengungen sogar noch zu steigern. Nur so könne die Stadtverwaltung davon überzeugt werden, dass Pegnitz sein Eisstadion braucht.
Heuer feiert diese Sportstätte übrigens ihr 30-jähriges Bestehen. Der Verein würdigt das Jubiläum mit einem Stadionfest für die ganze Familie am Samstag, 28. August. Geplant sind jetzt schon eine große Tombola, ein Stadion-„Grand Prix“ ein Schlittschuh-Basar, ein Einlagespiel der Ice Dogs sowie Musik von „Seppo und den Washboardbellies“. Der Fanclub „Penalty“ organisiert für den Abend vorher ein Treffen, zu dem Initiator Alexander Adamczyk schon Anmeldungen aus ganz Bayern und dem benachbarten Ausland vorliegen hat.
Jugend Vizemeister
Alfons Kopp berichtete bei der Versammlung im „Fränkischen Hof“ über die Nachwuchsarbeit. Die Jugend-Spielgemeinschaft mit dem RSC Amberg erreichte nach tollem Start trotz anschließender Unstimmigkeiten im Lager der Oberpfälzer noch den zweiten Platz. Die Knaben konnten zwar kein einziges Match gewinnen, steigerten sich im Saisonverlauf aber doch bis zu einem abschließenden Unentschieden. Die Kleinschüler waren in der Anfangsgruppe mit dem EHC 80 Nürnberg oder dem ERC Selb hoffnungslos überfordert, konnten aber in der Rückrunde in neuer Umgebung durchaus mit Hassfurt, Höch-stadt oder Amberg mithalten. Der Eishockey-Kindergarten und die Eislaufschule waren trotz ungünstiger Witterungsbedingungen gut frequentiert.
Die Eisstockschützen haben nach Angaben ihres Spartenleiters Rudolf Hofer fünf Turniere besucht und eine Stadtmeisterschaft ausgerichtet, bei der sich die Horlacher Schützen endgültig den Wanderpokal sicherten. Weil weiterhin große Nachwuchsprobleme bestehen, musste der EVP bei der Bezirksmeisterschaft absagen und spielt somit weiterhin in der Kreisklasse.
Etat von 86 000 Euro
Höchst erfreulich fiel der Kassenbericht von Jürgen Stachowski aus. Bei Einnahmen in Höhe von gut 86 000 Euro verblieb unter dem Strich ein Plus von 2900 Euro, mit dem das Minus von 2200 Euro aus der Vorsaison problemlos ausgeglichen werden konnte. Hauptausgaben waren die Kosten für die Ausrüstung mit über 24 000 Euro, für Übungsleiter (15 000) und für die Fahrten zu Auswärtsspielen (10 000).
Neben der Mannschaft, die Ehrennadeln des BEV für die Landesliga-Vizemeisterschaft überreicht bekam, wurden auch drei langjährige Mitglieder geehrt, allesamt ehemalige Aktive: 25 Jahre dabei sind Michael Heieis, der als Verteidiger in 310 Spielen nicht weniger als 126 Tore erzielt hat, Uwe Seeser, der in 350 Spielen 28 Mal erfolgreich war und sich seit seinem Rückzug aus der ersten Mannschaft in der Nachwuchsarbeit engagiert sowie Jürgen Stachowski, der 43 Punktspiele in verschiedenen Mannschaften des EVP bestritten hat und heute für geordnete Finanzen im Verein sorgt. Nicht anwesend waren Stefan Böhmer, ebenfalls 25 Jahre im EVP dabei, und Georg Dörfler, der dem Verein schon 40 Jahre die Treue hält.
Schließlich bedankte sich Ehrenvorsitzender Walter Chwalka bei der Mannschaft und vor allem auch bei der Vereinsführung für die ebenso aufopferungsvolle wie erfolgreiche Ar-beit in der vergangenen Saison. -rr-
19.7.2004 0:00 MEZ
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