Bericht der NN vom 28.02.2005:

„Hut ab“ vor EVP
Landsberger Trainer lobt Pegnitz in höchsten Tönen


Erst vor zwei Wochen reaktiviert, wurde "Pitbull" Frank Schüssel (Bild) beim Saisonfinale wieder zu einer festen Größe beim EVP. Foto: Irene Lenk

PEGNITZ — „Hut ab vor dieser Leistung und höchstes Lob für die Arbeit meines Kollegen Heinz Zerres. Der EVP hat uns heute alles abverlangt. Aber es kann nur einen Sieger geben und das war heute der EV Landsberg.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich EVL-Coach Rob Torgler aus Pegnitz in Richtung Eishockey-Oberliga.

Vorsitzende Sigi Murr hatte ihren Dank an Mannschaft, Trainer und Umfeld auf einem Plakat zusammengefasst an die Stadionwand getackert, der Fanclub verteilte in der Kabine persönlich abgestimmte Glückwunschkarten an die „Ice Dogs“ und Trainer Heinz Zerres zollte seinen Schützlingen ein Riesen-Kompliment für ein Superspiel zum Saisonfinale. Kurzum: Trotz der 1:2-Niederlage gegen den EV Landsberg und das damit verbundene vorzeitige Saisonende waren alle begeistert vom Auftritt des EVP in der ersten Bayernliga-Saison.

Später in der Pressekonferenz zog auch EVL-Trainer Rob Torgler den Hut vor der Leistung der Pegnitzer: „Der Aufsteiger hat eine tolle Saison gespielt und uns auch heute das Leben sehr schwer gemacht. Der EVP hat alles gegeben und gut gekämpft. Wir dagegen haben erst im Schlussdrittel zu unserem Spiel gefunden, aber trotzdem nicht wie gewohnt unsere Tore gemacht. Gegen den nächsten Gegner Erding müssen wir auf jeden Fall einen Gang höher schalten, schließlich wollen wir aufsteigen und müssen deshalb jeden schlagen.“

EVP-Coach Zerres erinnerte daran, dass ihm von einstmals 24 nur mehr zwölf Spieler zur Verfügung standen. „Die Grippe und der Hang zum Skifahren hat unseren dritten Sturm zerrissen“, so der Trainer. Stephan Kutzer habe sich selbst aus dem Team gekegelt, weil er sich nicht an die vorab ausgemachten Regularien gehalten habe. Zerres: „Ich weiß bis heute nicht, was ihm fehlt“. Er habe „goldene Hände“, mache aber viel zu wenig aus seinem Talent.

Auch Tobias Rembs habe sich selbst ins Abseits gestellt, als er, ohne sich abzumelden, in einen Skiurlaub gefahren sei. Für ihn spreche aber sein Super-Charakter, deshalb könne man ihm den Fehler bei einer entsprechenden Spende für das Kabinenfest der Mannschaft verzeihen. So sei für einen dritten Block nur Sascha Fitzek übrig geblieben, dem man aber keinen Gefallen getan hätte, wenn er kalt in andere Formationen eingewechselt worden wäre, so der Coach.

Beide Trainer waren einig, dass das Viertelfinalspiel eine tolle Werbung für das Bayernliga-Eishockey gewesen sei. Vor allem auch die beiden Keeper Schmidt und Rampf hätten bravourös agiert. -isi-

28.2.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Bericht der NN vom 26.02.2005:

"Ice Dogs" verlangten dem Favoriten alles ab
Zuschauer sahen beim Saisonfinale gegen den EV Landsberg einen offenen Schlagabtausch - Tolle Keeper

PEGNITZ — Das war zweifellos der Höhepunkt der Saison: In einem tollen Match hat der EVP gestern Abend dem Spitzenreiter und Aufstiegsaspiranten EV Landsberg alles abverlangt und nur unglücklich mit 1:2 Toren verloren. Damit sind die "Ice Dogs" ausgeschieden. Der EVL bekommt es im Play-Off-Halbfinale mit dem TSV Erding zu tun.

Eishockey-Play-Off-Runde
 
EV Pegnitz — EV Landsberg 1:2 (0:0/1:1/0:1) — Mit einem Sieg und 5:0 Toren Vorsprung aus dem Hinspiel gingen die Gäste in dieses Match. Wer unter den Zuschauern allerdings gedacht hatte, der Einzug des EVL ins Play-Off-Halbfinale wäre nur noch Formsache, sah sich schnell getäuscht. Obwohl die „Ice Dogs“ wieder nur zwölf Cracks aufbieten konnten — auch Ponitz musste erneut pausieren — zeigten sie keinerlei Scheu vor der gegnerischen Übermacht. Ganz im Gegenteil: Bereits in den Anfangsminuten hätten Markus Schwindl und später Thorsten Steffens Pegnitz in Führung bringen können und auch in der Folge hatten die Gastgeber die besseren Einschussmöglichkeiten. Die rund 500 Zuschauer waren begeistert von diesem schnellen und technisch hochstehenden Schlagabtausch, in dem sich nicht nur die beiden Klasse-Keeper Sven Rampf (EVL) und Oliver Schmidt (EVP) immer wieder auszeichnen konnten.

Auch als die Schiedsrichter ab der 11. Minute zum Missfallen der EVP-Fans Schüssel, Jasny und Schwindl in Folge in die „Kühlbox“ schickten, hielt die Abwehr stand und so war Coach Heinz Zerres regelrecht zu Lobeshymnen gezwungen: „Super Leistung“. Erst kurz vor dem Seitenwechsel spielte Pegnitz erstmals in Überzahl, als Möhle für zwei Fouls hintereinander gleich vier Minuten aus dem Verkehr gezogen wurde..

Trotz einer Vielzahl hochkarätiger Chancen auf beiden Seiten wurden die Seiten torlos gewechselt und zu Beginn des Mittelabschnitts eröffneten sich Landsberg ausgerechnet bei EVP-Überzahl die besten Gelegenheiten. „Zorro“ Zerres schäumte: „Wir müssen uns mehr konzentrieren und viel aggressiver spielen“. Der Appell fruchtete: Ab der 25. Minute nahmen die „Ice Dogs“ Sven Rampf unter Dauerbeschuss und als die Gäste auch noch durch eine Strafzeit dezimiert waren, markierte Bartos mit einem Hammer von der blauen Linie die hoch verdiente 1:0-Führung.

Landsberg antwortete mit wütenden Angriffen, der EVP wollte mit gleichen Mitteln kontern, verließ dabei seine taktische Linie, agierte zu offensiv und kassierte prompt knapp zwei Minuten später den 1:1-Ausgleich durch Kulibaba.
Trotz dieses Nackenschlags steckte Pegnitz noch lange nicht auf. Immer wieder angetrieben von Heinz Zerres (“Wir müssen unsere Chancen von hinten heraus gezielt erarbeiten“) brachten die „Ice Dogs“ den haushohen Favoriten ein ums andere Mal arg in Bedrängnis. Selbst eine unnötige Strafzeit für Schrödinger wurde mit letzter Kraft überstanden.

Zu Beginn des Schlussdrittels konnte die Truppe von Rob Torgler erstmals und entscheidend in Führung gehen. Der Kräfteverschleiß beim EVP war einfach zu groß. Nach dem Schlusspfiff wurde der EVP von seinen Fans für eine tolle Saisonleistung frenetisch gefeiert.
Die Torfolge: 1:0 (26.) Bartos/Schwindl/Schrödinger, 1:1 (27.) Kulibaba/Hess/Hicks, 1:2 (43.) Hitzelberger. -isi-


Autor: ISI REINL
Quelle: NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN PEGNITZ
 

Vorbericht der NN vom 25.02.2005:

Finale: EVP hofft auf volle „Hütte“
„Ice Dogs“ wollen sich im Rückspiel gegen EV Landsberg achtbar schlagen

PEGNITZ — Zum Abschluss der Bayernliga-Saison bietet der EV Pegnitz am heutigen Freitag seinen Fans noch einmal einen sportlichen Leckerbissen, wenn mit dem EV Landsberg der souveräne Spitzenreiter und mutmaßliche Oberliga-Aufsteiger gastiert. Deshalb hoffen die Verantwortlichen noch einmal auf einen vollen „Kaiser-Dome“, um den „Ice Dogs“ Respekt zu zollen für eine insgesamt tolle Spielzeit.

Eishockey-Play-Off

EV Pegnitz — EV Landsberg (Freitag, 20 Uhr) — Sicher hat die Truppe von Trainer Heinz Zerres noch eine theoretische Außenseiterchance, in die zweite Runde einzuziehen. Doch ernsthaft rechnen nicht einmal die treuesten Fans damit, dass die personell arg dezimierten „Ice Dogs“ die Landsberger Startruppe aus dem Rennen werfen können. Schließlich wären hierzu noch zwei Siege nötig.

So werden sich die Gastgeber auch heute darauf beschränken, eine möglichst gute Figur abzugeben und ein achtbares Ergebnis zu erzielen, so wie es im Auftaktspiel der Play-Off-Runde über weite Strecken gelungen ist, bis gegen Ende die Kräfte merklich nachgelassen haben.

Nicht nur, weil sich Landsberg in einer über weite Strecken zerfahrenen Partie gegen den Gast aus Franken anfangs schwer getan hat, war EVP-Coach Zerres trotz der Niederlage mit seinen Mannen sehr zufrieden. Vor allem seine Taktik, Forechecking zu betreiben und die Räume in der neutralen Zone eng zu machen, sei lange Zeit aufgegangen, meinte er in der Pressekonferenz. In der Tat: Der EVL wirkte unerwartet nervös und so sprach Trainer Rob Torgler von einem verkrampften und unkonzentrierten Beginn seiner Truppe. Vor allem der lettische Nationalspieler Valerijs Kulibaba blieb überraschend blass.

Vielleicht fehlte dem EVL doch die Routine, nachdem zahlreiche Leistungsträger in den Wochen vorher, als die Tabellenführung längst unter Dach und Fach war, entweder verletzungsbedingt fehlten oder im Hinblick auf die Play-Off-Runde geschont wurden. Jedenfalls blieb der EVP auch nach dem glücklichen Führungstreffer durch Christoph Sandner weiter gefährlich, auch wenn Torjäger Markus Schwindl weit von seiner Topform entfernt agierte. Ihm fehlte nicht nur sein „Zwilling“ Stefan Ponitz, der wegen einer Viruserkrankung absolutes Spielverbot erteilt bekommen hatte, ihm fehlte selbst nach einer Grippe schlichtweg auch die Kraft.

Auch heute kann Ponitz nur zuschauen und so werden die „Ice Dogs“ erneut nur eine Rumpftruppe aufbieten. Wenn die Cracks aber ebenso aufopferungsvoll kämpfen wie am vergangenen Sonntag, dann dürfen sich die Zuschauer auf ein tolles Saisonfinale freuen.

Pegnitz muss alle Kräfte bündeln, um gegen die drei EVL-Reihen zu bestehen, die allesamt stärker besetzt sind, als die EVP-Blöcke. Vor allem der ehemalige DEL-Profi Christoph Sandner und Daniel Schury, zuletzt „Spieler des Tages“, müssen „an die Kette gelegt“ werden,, damit die Landsberger Torfabrik erst gar nicht in Schwung kommt.

Wie engagiert der EVP zuletzt aufgetreten ist, beweist, dass EVL-Trainer Rob Torgler schließlich seine Stars sogar auf zwei Blöcke konzentrierte, „Erst danach hatten wir den Gegner im Griff". Sauer war er, dass der erste Block mit Kulibaba zu keinem Scorerpunkt gekommen sei. Dies müsse sich beim Rückspiel in Pegnitz ändern.

Froh waren alle, dass trotz der Diskussionen nach dem Vorrundenspiel und der Auseinandersetzung zwischen Ponitz und Sandner das Match diesmal fair über die Bühne gegangen ist. Das sollte auch heute in Pegnitz so sein. Deshalb sollen die Fans dem EVL-Trainer Torgler beweisen, dass er sich mit den Äußerungen nach dem Vorrundenspiel („Das Stadion ist schlimm, aber die Fans sind noch schlimmer. Ich habe mich gefühlt wie im Zoo“) vergriffen hat. -isi-
 

25.2.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG