Bericht der NN über das Spiel gegen den EV Landsberg 2000 vom 25.10.2004:

Kulibaba nicht zu bremsen
EVP ging beim Favoriten Landsberg zweistellig unter

PEGNITZ — Diese Niederlage hatte EVP-Trainer Heinz Zerres zwar eingeplant, doch nachher ärgerte nicht nur er sich über die Höhe: Der Topfavorit der Eishockey-Bayernliga, der EV Landsberg, ließ den „Ice Dogs“ gestern keine Chance. Vor allem der erste Sturm um den Letten Valerijs Kulibaba war kaum zu bremsen.

Eishockey-Bayernliga

EV Landsberg — EV Pegnitz 13:4 (4:0/5:3/4:1) — Mit einem 7:7-Unentschieden hatte sich Landsberg am Freitag beim Aufsteiger Fürstenfeldbruck zufrieden geben müssen. Im nachhinein betrachtet dürften dafür in erster Linie die widrigen äußeren Umstände verantwortlich gewesen sein: Immer wieder musste das Match wegen dichten Nebels unterbrochen werden. Kein Wunder, dass „Stars“ wie Stürmer Kulibaba oder Torwart Sven Rampf lustlos wirkten.

Gestern allerdings forderten die Fans daheim in Landsberg wieder die wahre Leistungsstärke ein. Und der EVL machte sofort ernst: Kulibaba wirkte wie aufgedreht und legte gleich die ersten drei Tore vor, allesamt bei angezeigten Strafen gegen Pegnitz in Überzahl. Kein Wunder, dass die EVP-Verantwortlichen sauer waren. „Heute wurde uns gezeigt, dass in der Bayernliga höchste Konzentration und Disziplin nötig sind. Schade, dass wir trotz unserer vier Tore so eingegangen sind.“

Wie so oft, ließ der EVL ob der sicheren Führung im Mitteldrittel nach. Die Oberfranken nutzten die Gelegenheit: Kutzer markierte in Unterzahl das 4:1. Als Schwindl das 4:2 erzielte, keimte beim EVP Hoffnung auf. Doch der erste Landsberger Sturm zeigte nach einer Auszeit bald wieder, wer Herr im Haus ist und gestaltete das Ergebnis schließlich zweistellig. Die restlichen beiden EVP-Treffer besorgte Ponitz. Schmidt, der im zweiten Drittel den entnervten Jens Braun ablöste, parierte einen Penalty.

Die Torfolge: 1:0 (6.) Kulibaba, 2:0 (12.) Kulibaba, 3:0 (14.) Kulibaba, 4:0 (20.) Zeck, 4:1 (25.) Kutzer, 4:2 (26.) Schwindl, 5:2 (30.) Hain, 6:2 (33.) Hicks, 7:2 (35.) Hess, 8:2 (37.) Hain, 8:3 (38.) Ponitz/Schwindl, 9:3 (40.) Zeck/Kulibaba, 10:3 (44.) Kößl, 10:4 (45.)Ponitz/Schwindl, 11:4 (47.) Hitzelsberger, 12:4 (49.) Hicks, 13:4 (60.) Kulibaba. Strafen: EVL 12, EVP 16 Minuten. -rr-
 

25.10.2004 0:00 MEZ
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Bericht der NN über das Spiel gegen TuS Geretsried vom 23.10.2004:

"Riverrats" bissen "Ice Dogs"

EV Pegnitz bei Saison-Heimpremiere gegen Geretsried chancenlos

PEGNITZ — Die Mühe hat sich gelohnt: In nächtelangem Einsatz hatten zahlreiche Helfer die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass gestern trotz des überraschenden „Altweibersommers“ die Bayernliga-Heimpremiere des EV Pegnitz über die Bühne gehen konnte. Sportlich allerdings blieb der Erfolg aus.

Eishockey-Bayernliga 

EV Pegnitz — TuS Geretsried 1:4 (0:3/0:1/1:0) — Öfter mal was Neues: Gab es in den vergangenen Jahren vor allem Probleme mit den letzten Saisonspielen im Frühjahr, so stellte heuer der „Altweibersommer“ die Verantwortlichen des EVP vor große Probleme. Vorübergehend stand sogar eine Absage der Bayernliga-Heimpremiere zur Debatte. Obwohl mittags bei einer Krisensitzung nicht weniger als 23 Grad im Eisstadion gemessen wurden, konnte das Eishockeymatch schließlich doch über die Bühne gehen. Möglich war dies nur dank des nächtelangen Einsatzes von zahlreichen Helfern aus der großen „EVP-Familie“.
Am Dienstag Abend bereiteten Spartenchef Richard Hagen und seine Mannen bis früh um 2.30 Uhr das erste Mal Eis. Als am Donnerstag in der größten Hitze des Nachmittags auch noch die Kühlmaschinen auf Störung schalteten, justament als sich Zeugwart Friedl Lienhardt nach 64 Stunden (!) Dauerdienst für ein paar Minuten schlafen gelegt hatte, taute das Spielfeld weg, alle mühsam eingelegten Linien und Kreise schwammen davon. Also musste in der Nacht zum Freitag mit der Eisbereitung noch einmal von vorne begonnen werden. Statt des angesetzten Trainings leisteten die Spieler Arbeitsdienst. Schließlich wurde das gesamte Stadion zum Schutz vor der sengenden Sonne auch noch mit Planen abgedeckt.

Als dann endlich auch in Pegnitz die Bayernliga-Saison lief, war der EVP mit seinen rund 700 Fans zwar Tabellenführer in der Zuschauerstatistik, doch ansonsten spielte Geretsried schnell seine größere Cleverness aus. Die „Ice Dogs“ gefielen, so lange sie sich strikt an die taktische Marschroute von Trainer Heinz Zerres hielten. Als sie aber ab der 10. Minute zunehmend ihre Positionen aufgaben, nutzten die „Riverrats“, die nach ihrem schwachen Saisonstart als Mitfavorit für den Aufstieg mit dem Rücken zur Wand standen, die sich häufenden Chancen.

Beim ersten Treffer machte Torwart Schmidt, der den Vorzug vor Braun erhalten hatte, weil Trainer Zerres keinen der beiden gleich starken Keeper benachteiligen will, zwar nicht die glücklichste Figur, doch ihn trifft die geringste Schuld daran, dass die Mannen um den ehemaligen lettischen Nationalspieler Juris Opulskis bis zur Drittelpause auf 0:3 erhöhten. Pegnitz hatte zwar auch einige Chancen, allerdings verlegte sich die Mannschaft zu sehr auf Einzelaktionen, ein Mittel, mit dem Geretsried nicht beizukommen war. Dazu kam, dass auch Überzahlsituationen nicht genutzt werden konnten.
Im Mitteldrittel zeigte der EVP zwar mehr körperlichen Einsatz, doch war der Trainingsrückstand nicht zu übersehen. Insbesondere die heimische Abwehr offenbarte immer wieder Schwächen und als sie wieder einmal zu weit aufgerückt war, erhöhten die Oberbayern nach einer schönen Kombination auf 0:4. Pech hatte der Pegnitzer Torjäger Schwindl, als er in der 25. Minute nur den Pfosten traf.

Im Schlussabschnitt markierte Schwindl dann endlich den ersten Bayernligatreffer des EVP.

Die Torfolge: 0:1 (12.) Holtschik, 0:2 (13.) Dornbach/Opulskis, 0:3 (17.) Scheid, 0:4 (31.) Holtschik, 1:4 Schwindl (46.). Strafen: Pegnitz 12 Minuten, Geretsried 18 plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Wanner wegen Reklamierens.

RICHARD REINL

23.10.2004 0:00 MEZ
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Vorbericht der NN vom 22.10.2004:

„Ice Dogs“ hoffen zur Premiere auf volles Haus
EV Pegnitz will mit Unterstützung der Fans gegen Geretsried punkten — Am Sonntag beim Top-Favoriten

PEGNITZ — Die Eismaschinen laufen auf Hochtouren, Spieler und Fans fiebern der Bayernliga-Heimpremiere des EV Pegnitz heute Abend um 20 Uhr gegen den TuS Geretsried entgegen. Spartenchef Richard Hagen: „Ich würde mich über ein volles Haus riesig freuen. Die Mannschaft hätte es verdient.“

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz — TuS Geretsried (Freitag, 20 Uhr) — Übernimmt der EVP heute die Führung? In der Zuschauerstatistik könnte dies gelingen, herrscht doch nach dem sensationellen Einstand der „Ice Dogs“ beim Mitfavoriten Waldkraiburg eine regelrechte Euphorie. Zu überbieten gilt es die Marke von 540 Fans beim Spiel Peißenberg gegen Geretsried.

Während bei Pegnitz eitel Sonnenschein herrscht, überschlugen sich zum Rundenbeginn die Ereignisse beim heutigen Gegner. Zunächst war Trainer Rudi Sternkopf aus Frust über die mäßigen Leistungen seiner Equipe „unwiderruflich“ zurückgetreten. Die komplette Richtungsänderung mit komödiantischen Zügen vollzog sich kaum 48 Stunden später, als der Coach auf Wunsch der Mannschaft zurückgekehrt ist. Die Abteilungsleitung blieb allerdings kritisch eingestellt: „Auf Grund seines divenhaften Abtritts hatten wir im Vorstand Probleme mit ihm.“

Der Spielerrat sei ausnahmslos hinter Sternkopf gestanden, hieß es: „Wir haben in Geretsried zwölf Jahre dasselbe System gespielt. Jetzt versuchen wir unter Rudi was Neues, das geht halt nicht so schnell.“ Sternkopf selbst räumte Fehler ein. Der Vorstand gab klein bei und nahm das Team in die Pflicht: „Die Cracks müssen jetzt mit guten Leistungen auf dem Eis beweisen, dass sich ihr Einsatz für den Trainer gelohnt hat.“

Sternkopf, der den „River Rats“ ein attraktiveres Eishockey beibringen will, schätzte sein Team anfangs so stark ein, „dass wir den Gegner mit unserem Spiel zu Fehlern zwingen“, jetzt soll gewartet werden, „bis der Gegner selbst Fehler macht“.

Ein Grund für die Neueinschätzung ist eine ganze Serie von Verletzungen in der Verteidigung. Routinier Jörg Zinnecker fehlt nach einer Schulteroperation, Martin Nitsch plagen Rückenprobleme, und Andreas Hölzl, die Entdeckung der letzten Saison, läuft seiner Form hinterher.

Klar ist Sternkopfs Konzept in der Offensive: Er stellte die Reihen nach dem Pärchen-Prinzip zusammen. Juris Opulskis und Andi Dornbach bilden die erste Reihe. Peter Holdschik und Michael Helfrich die zweite, Sebastian Wanner und Matthias Lanzl die dritte.

Ähnlich hat auch EVP-Trainer Heinz „Zorro“ Zerres seine Mannschaft strukturiert. Im Gegensatz zu den Gästen kann er personell aus dem Vollen schöpfen. Der Rippenanbruch von Marco Graf liegt schon so weit zurück, dass er heute wieder verteidigen kann. Somit steht nur noch hinter dem grippal geschwächten Ralf Skarupa ein kleines Fragezeichen. Auf jeden Fall mit von der Partie sind die beiden jüngsten Neuzugänge Alexander Schrödinger und Torsten Glück, die sich in Waldkraiburg schon blendend eingeführt haben.

„Vater“ der überraschenden Punkteteilung beim Mitfavoriten Waldkraiburg war zweifellos EVP-Keeper Jens Braun, der die hochgelobten Stürmer der „Eislöwen“ mit 54 entschärften Torschüssen schier zur Verzweiflung getrieben hat.

EV Landsberg 2000 — EV Pegnitz (Sonntag, 19 Uhr) — Rechnet der EVP heute Abend gegen Geretsried, das zum erweiterten Favoritenkreis zählt, insgeheim mit einem Überraschungscoup, so hängen die Trauben am Sonntag weit höher. Der EVL lässt keinen Zweifel daran, dass er in dieser Saison unbedingt aufsteigen will und hat deshalb auch intensiv eingekauft.

Werner Kößl und Thomas Zeck kehrten vom Oberligisten EC Peiting an den Lech zurück, und der 27-jährige Reiner Hain stürmte zuletzt zehn Jahre für den EC Peiting.

Einen absoluten Top-Mann hat Landsberg mit Keeper Sven Rampf verpflichtet. Der 32-Jährige aus Pfronten feierte 1998/99 mit den Mannheimer „Adlern“ die Deutsche Meisterschaft. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren die „Ayr Scottish Eagles“ und der Oberligist Adendorfer EC. Nach der Saison 1999/2000 wechselte Rampf vom Augsburger EV zum ESV Königsbrunn und von dort wieder zurück zu den AEV-„Panthers“. Jetzt soll er dem EVL auf lange Sicht Rückhalt geben.

Auch wenn Rückkehrer Valerijs Kulibaba stets torgefährlich ist, haperte es zuletzt beim EVL doch mit der Chancenverwertung. Auch pflegt das Team immer wieder schöpferische Pausen einzulegen. Der EVP sollte also, auch wenn er möglicherweise zurück liegt, nie aufgeben. Dann könnte eine ähnliche Überraschung gelingen wie vor Wochenfrist in Waldkraiburg. -rr-
 

22.10.2004 0:00 MEZ
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