Bericht der NN über das Spiel gegen den Augsburger EV vom 01.11.2004:

EV Pegnitz holt volle Punktzahl
Eishockey Bayernligist gewinnt beim Augsburger EV mit 7:3

PEGNITZ — Aufsteiger EV Pegnitz errang am Wochenende die volle Punktausbeute, Nach dem 11:2 über Burgkirchen ließ der EVP am Samstag einen 7:3-Sieg beim Augsburger EV folgen.

Eishockey-Bayernliga

Augsburger EV — EV Pegnitz 3:7 (0:3/3:2/0:2) — Genau 84 Fans verloren sich in der 7777 Zuschauer umfassenden Eishalle, davon 50 Schlachtenbummler aus Pegnitz. Die Gäste traten ohne Torsten Glück, der sich gegen Burgkirchen am Knie verletzt hatte, sowie die beruflich verhinderten Marvanyi und Hausner an. Im Tor stand diesmal Oliver Schmid. Die Augsburger stellten 21 Mann mit vier Reihen dagegen und drückten gleich mächtig aufs Tempo. Mitten in diese Drangphase traf Schwindl zum 1:0 (5.) für den EVP. Nach dem 2:0 durch Steffens war der Ansturm der Hausherren gebremst, Pegnitz dominierte.

Wie zu Beginn kamen die Gastgeber im zweiten Drittel wieder mit viel Dampf aus der Kabine, und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit Betonung auf Schlag. Ponitz und Steffens erlitten blutige Lippen und Unterkiefer, aber die Strafzeiten kassierten überwiegend die Pegnitzer, selbst, als bei einer Attacke gegen Ponitz dessen Schläger zu Bruch ging.

„Einige unverständliche Entscheidungen“, so EVP-Mannschaftsleiter Richard Hagen, der allerdings auch seine eigenen Leute kritisierte: „Wir haben unnötige Strafen nach dummen Fouls erhalten.“ Vor allem das Nachhaken sei überflüssig gewesen. „Da müssen wir uns in Zukunft cleverer verhalten.“

Drei Nachschüsse gestattet

Das gilt auch für das Gegentor zum 1:3. Drei Nachschüsse gestattete die EVP-Abwehr Weigant, ehe der Puck im Netz zappelte. Sehenswert dann die Kombination über Jasny und Schwindl zu Steffens, der zum 4:1 vollstreckte. Der Drei-Tore-Abstand Mitte des zweiten Abschnitts schien die „Ice Dogs“ zu sorglos zu machen. Der Schlendrian nach Fehlpässen rächte sich: Binnen zwei Minuten verkürzten die Augsburger auf 3:4. Die Begegnung geriet aus Sicht der Gäste in eine kritische Phase.

Ein gewaltiger „Hammer“ von Bartos zum 5:3 für Pegnitz entschärfte die Situation. Im Schlussdrittel ließ sich der EVP den Sieg nicht mehr nehmen. Die Marschroute von Trainer Heinz Zerres ( „nicht zu offen“) wurde diszipliniert eingehalten. Schwindl und Ponitz machten mit ihren Treffern alles klar, wobei das letzte Tor sogar in Unterzahl gelang. -hjs-

Tore: 0:1 (5.) Schwindl/Ponitz, 0:2 (8.) Steffens/Schwindl, 0:3 (16.) Schwindl/Bartos, 1:3 (24.) Weigant, 1:4 (29.) Steffens/Schwindl, 2:4 (31.) Buzas, 3:4 (33.) Jorde, 3:5 (34.) Bartos/Rembs, 3:6 (53.) Schwindl/Steffens, 3:7 (57.) Ponitz/Schwindl.

Strafminuten: Augsburg 12, EV Pegnitz 18.
1.11.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Bericht der NN über das Spiel gegen den SVG Burgkirchen vom 30.10.2004:

Saures für die "Kelten"
EVP bezwang Burgkirchen - Schwindl Top-Torjäger

PEGNITZ — Wie würden Süßes und Saures verteilt? Das war gestern zum Halloween-Fest in Pegnitz die Frage vor dem Match der „Ice Dogs“ gegen den Tabellenfünften Burgkirchen. Um es kurz zu machen: Schon bald verzogen die Gäste die Mundwinkel. Schwindl avancierte mit vier Treffern zum Top-Torjäger.

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz — SVG Burgkirchen 11:2 (3:0/4:1/4:1) — Die Gäste reisten zwar nur mit einem Rumpfteam an, dafür aber im Luxusliner des Fußball-Zweitligisten Wacker Burghausen. Doch nach 72 Sekunden war es mit der Herrlichkeit vorbei: Ralf Skarupa, der eigentlich in einer neu gebildeten Reihe nur zerstören sollte, markierte die Führung im ersten nennenswerten Angriff. Der SVG wehrte sich, traf aber nur den Pfosten. Als wenig später Kutzer die erste Strafe kassierte, tobte EVP-Coach Heinz Zerres, war doch bisher gerade das Powerplay die Stärke von Burgkirchen. Doch die 400 Fans rieben sich die Augen: In Unterzahl erhöhte Schwindl auf 2:0.

Und die „Ice Dogs“ spielten weiter wie aus einem Guss. Mit konsequentem Forechecking ließen sie die Gäste nie so richtig zur Entfaltung kommen. Über weite Phasen war von der hochgelobten ersten Reihe mit dem deutsch-russischen Brüderpaar Alex und Sergej Piskunov sowie dem Kanadier Scott Mac Donald so viel wie nichts zu sehen. Erschwerend kam dazu, dass Burgkirchen in der 15. Minute durch eine Zehn-Minuten-Strafe für Jung nach einer Rauferei mit Ponitz weiter geschwächt wurde.

Pegnitz nützte diese Gelegenheit: Erneut war es Markus Schwindl, der auf 3:0 erhöhte. Und dennoch war EVP-Coach „Zorro“ Zerres zur Pause noch nicht vollends zufrieden: „Wir hätten unsere Chancen viel besser verwerten müssen. Allein Schwindl hatte binnen 14 Sekunden drei hochkarätige Gelegenheiten.“
Auch im Mitteldrittel legten die Hausherren wieder ein schnelles Tor vor: Diesmal war Glück nach 89 Sekunden erfolgreich. Als Walther (26.) und erneut Schwindl nur 96 Sekunden später auf 6:0 erhöht hatten, strahlte auch der Trainer: „Das ist jetzt Eishockey“.

Burgkirchen wechselte den Keeper. Für den Ex-Münchner Kottmair kam Lainer. Doch es nützte nichts. Erst nach dem 7:0 ließ der EVP die Zügel vorübergehend etwas schleifen. Doch zu mehr als zum 7:1 kam der SVG im Miteldrittel nicht mehr.
Im letzten Abschnitt ging es noch schneller: Nach 32 Sekunden fiel das 8:1, das Match war entschieden.
Die Tore: 1:0 (2.) Skarupa/Schwindl, 2:0 (5.) Schwindl, 3:0 (16.) Schwindl, 4:0 (22.) Glück/Bartos, 5:0 (26.) Walther/Skarupa, 6:0 (27.) Schwindl/Ponitz, 7:0 (27.) Schwindl/Ponitz, 7:1 (31.) Mac Donald, 8:1 (41.) Steffens/Schwindl, 9:1 (49.) Kutzer/Häußinger, 10:1 (57.) Graf, 11:1 (57.) Skarupa/Walther/Schwindl, 11:2 (59.) Mac Donald. -rr-

30.10.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vorbericht der NN vom 29.10.2004:

„Kelten“ nützen das „Powerplay“ gnadenlos
EVP ist gewarnt vor russisch-kanadischer Paradereihe des SVG Burgkirchen — Sieg in Augsburg Pflicht

PEGNITZ — Der „Altweibersommer“ ist vorbei, die „Ice Dogs“ können in ihrer eigenen „Hundehütte“ trainieren, und somit hat die Eishockey-Saison in Pegnitz in dieser Woche erst richtig begonnen. Die Moral ist trotz der „Packung“ vom Sonntag in Landsberg gut. Trainer Heinz Zerres: „Am Wochenende fahren wir den ersten Sieg ein.“

Bayernliga

EV Pegnitz — SVG Burgkirchen (Freitag, 20 Uhr) — Nach dem Überraschungscoup in Waldkraiburg, als der EVP beim 2:2 noch unterschätzt wurde, haben die „Ice Dogs“ gegen Geretsried und Landsberg mächtig Lehrgeld zahlen müssen. Zerres: „Da wurde uns gezeigt, dass in der Bayernliga mit Einhand-Eishockey und Schönspielerei kein Blumentopf zu gewinnen ist. Gefordert ist hier Einsatz von der ersten bis zur letzten Minute sowie unbedingte Disziplin, weil Strafzeiten sofort ausgenützt werden.“

Entsprechend wurde in dieser Woche auch trainiert. Dazu wurde der „rote Block“, der bislang zu viele Gegentore kassiert hat, aufgelöst und durch eine Zerstörer-Reihe ersetzt: Skarupa, Walther, Rembs, Marvanyi und Hausner sind künftig ausschließlich damit beauftragt, das Ergebnis zu halten und den Paradeformationen Verschnaufpausen zu ermöglichen. Gezielt wurde darüber hinaus das Verhalten in Stress-Situationen geübt, hatte doch Landsberg vor Wochenfrist die ersten drei Tore bei angezeigten Strafen gegen Pegnitz erzielt, ausnahmslos begünstigt durch Fehlpässe der Oberfranken.

Hier ist auch heute gegen Burgkirchen wieder höchste Vorsicht geboten, ist doch die russisch-kanadische Paradereihe der „Kelten“ mit Sergej und Aleksej Piskunov sowie Scott MacDonald berüchtigt dafür, solche Powerplay-Situationen gnadenlos auszunützen. Zuletzt hat Schongau diese schmerzhafte Erfahrung machen müssen: Nach fünf Überzahltreffern lag man aussichtslos zurück.

EAS-Trainer Andreas Bentenrieder, der auch in Pegnitz schon einmal zur Debatte stand, sprach Zerres aus der Seele: „Meine Spieler müssen sich selbstkritisch an die eigene Nase fassen, harmlos in Überzahl, unkonzentriert und zu statisch in Unterzahl, so gewinnt man in der Bayernliga kein Spiel.“

Als Schongau nach 33 Minuten endlich aufwachte, war es zu spät. Der EVP wird also gut daran tun, von der ersten Minute an konzentriert aufzutreten und sich nicht wie gegen Geretsried und Landsberg im ersten Drittel „überfahren“ zu lassen.

Hatte Burgkirchen zu Beginn der Saison verletzungsbedingt nur einen relativ kleinen Kader zur Verfügung, so kommen die „Kelten“ jetzt immer besser in Schwung. Mittlerweile ist auch SVG-Abteilungsleiter Manfred Campehl zufrieden: „Zuletzt hat mir unsere Mannschaft richtig gut gefallen. Einsatz, Kampf, Spielfluss, es war schön anzuschauen.“ Und auch Trainer Jiri Lupomesky wirkte nach dem Sieg gegen Schongau sichtlich erleichtert: „Das war ein hartes Stück Arbeit.“

Hohe Anforderungen also auch an Jens Braun, der heute seine Heimpremiere erlebt. Bekanntlich werden die beiden Pegnitzer Keeper abwechselnd eingesetzt, weil sie laut Zerres nicht nur im Training gleich stark sind. Ob Verteidiger Torsten Glück schon wieder mit von der Partie ist, war gestern nach seiner Gesichtsverletzung aus dem Match gegen Geretsried noch fraglich. Zerres: „Wir müssen sehen, ob die Schwellung so weit abgeklungen ist, dass sein Sichtfeld nicht eingeschränkt ist.“

Augsburger EV — EV Pegnitz (Sonntag, 17 Uhr) — In der 7777 Zuschauer fassenden Augsburger DEL-Halle könnte sich der EVP am Sonntag vor den meist nur 100 Fans etwas verloren vorkommen. Das ändert aber nichts daran, dass die Verantwortlichen gegen das „Schlusslicht“ einen Sieg einfordern. Aber auch hier hebt Zerres warnend den Finger: „Überheblichkeit ist fehl am Platz, weil man nie weiß, mit welcher Mannschaft Augsburg aufläuft“ -rr-

Weitere Spiele am Freitag

Bayernliga: EA Schongau — TuS Geretsried, TSV Peißenberg — EV Landsberg, EV Dingolfing — ESC Dorfen, EV Fürstenfeldbruck — EHC Waldkraiburg, EV Pegnitz — SVG Burgkirchen (20 Uhr), EC Pfaffenhofen — TSV Erding, ERC Sonthofen — Augsburger EV, ERSC Ottobrunn — ESV Königsbrunn.
 

29.10.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

EVF entließ Trainer

PEGNITZ — Völlig überraschend hat sich der Eishockey-Bayernligist EV Fürstenfeldbruck von seinem Trainergespann Georg Schedlbauer/Franz Ebner getrennt. Trotz eines erfolgreichen Starts scheint die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer schon längere Zeit nicht mehr gestimmt zu haben. Bis die Vereinsführung einen neuen Trainer gefunden hat, übernimmt mit Thomas Lorenz, ein früherer Spieler, die Mannschaft. Thomas Lorenz hat beim EVF schon als Schüler- und Knabentrainer Erfahrung gesammelt.

29.10.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG