Bericht der NN vom 08.11.2004:
„Ice Dogs“ hatten Mühe
EVP siegt wieder 6:2 — Schwindl „Spieler des Monats“
PEGNITZ — Die „Ice Dogs“ setzen ihren Siegeszug in der Eishockey-Bayernliga fort. Auch an diesem Wochenende holte das Team von Trainer Heinz Zerres wieder die volle Punktausbeute. Dem hart umkämpften 6:2-Sieg vom Freitag gegen den Mitaufsteiger EV Fürstenfeldbruck ließ der EVP gestern Abend einen 6:2-Erfolg beim Vorletzten Ottobrunn folgen.
Eishockey-Bayernliga
ERSC Ottobrunn — EV Pegnitz 2:6 (0:3/1:0/1:3) — Auf dem Papier hat sich Ottobrunn gegenüber der letzten Saison erheblich verstärkt. Die Abgänge von Verteidiger Peter Rappold (Miesbach) und Stürmer Michael Reimer sollten mit neuen Spielern kompensiert werden. Die klangvollsten Namen darunter sind Sven Rumswinkel vom Oberligisten Miesbach, Miikka Tamminen, ein zuvor inaktiver Finne, Martin Tschichoflos aus Geretsried und Josef Müller aus Bad Aibling.
Obwohl trotzdem als klarer Außenseiter in der Bayernliga abgestempelt, wollte Trainer Peter Slapke mit seinen „Igeln“ doch weit nach oben. Der Saisonstart ist dann aber mäßig verlaufen. Vier der bisher sechs Partien verloren die Münchner Vorstädter, nur gegen den Tabellenletzten Augsburg konnten sie einen Sieg einfahren.
So waren auch vor dem gestrigen Match die Vorgaben klar abgesteckt. Pegnitz reiste mit drei Siegen in Folge an, Ottobrunn ist schon seit fünf Begegnungen ohne Erfolg.
Auf dem Eis war dann der Unterschied aber bei weitem nicht so groß. EVP-Spartenleiter Richard Hagen war denn auch während des Matches wenig begeistert: „Wir spielen heute nicht unser Eishockey, sondern das der Ottobrunner und das ist schlecht.“
Die „Ice Dogs“ gingen zwar durch Steffens schnell in Führung, doch dann dauerte es bis zur 14. Minute, ehe Kutzer das 0:2 markierte. In der einzigen Überzahlsituation des ersten Durchgangs sorgte schließlich eine Minute vor der Pause Jasny für einen beruhigenden 0:3-Vorsprung.
War die Begegnung im ersten Drittel noch weitgehend ohne Unterbrechungen verlaufen — Pegnitz kassierte nicht eine Strafzeit — so glühte im Mitteldrittel plötzlich die Pfeife der Unparteiischen, die zumindest nach Pegnitzer Ansicht an diesem Tag diese Bezeichnung nicht verdient hatten. Hagen: „Ottobrunn konnte machen, was es wollte, wir dagegen bekamen nicht weniger als zwölf Strafminuten aufgebrummt, meist aus nichtigen Anlässen.“ Dazu kamen noch zehn Minuten Disziplinarstrafe für den wiederum tadellos haltenden Keeper Jens Braun. Der Anlass: Heftige Proteste nach dem 1:3 für die Münchner Vorstädter, das ganz offensichtlich in Fußballmanier mit dem Schlittschuh erzielt worden war.
So sehr die Proteste des EVP berechtigt waren, etwa als der ERSCO fast eine halbe Minute lang ungestraft mit sechs Feldspielern agierte, so sehr müssen sich doch die „Ice Dogs“ den Vorwurf gefallen lassen, dass sie sich zu sehr das Spiel des Gegners haben aufdrängen lassen. Hagen: „Hätten wir unser gewohntes Kombinationsspiel geboten, hätte Ottobrunn nicht den Hauch einer Chance gehabt.“ So aber ließ der EVP, der bis auf den verletzten Torsten Glück in Bestbesetzung antreten konnte, über weite Phasen die nötige Sicherheit in den Aktionen vermissen.
Auch Torjäger Markus Schwindl, im Oktober übrigens zum „Spieler des Monats“ in der Bayerischen Eishockeyliga gewählt, konnte sich nicht wie gewohnt entfalten. Bis zur 48. Minute dauerte es, ehe er gestern seinen ersten Torerfolg feiern konnte. Dieser Treffer bedeutete dann allerdings schon die Vorentscheidung. Zwei Treffer in der Schlussphase sorgten schließlich für Ergebniskosmetik.
Die Torfolge: 0:1 (5.) Steffens,
0:2 (14.) Kutzer/Schrödinger/Bartos, 0:3 (19.) Jasny/Schwindl, 1:3 (37.)
Guggenhuber, 1:4 (48.) Schwindl/Ponitz, 1:5 (56.) Häußinger/Schrödinger/Skarupa,
1:6 (57.) Steffens/Schwindl, 2:6 (59.) Jung. Strafen: Ottobrunn 18 plus 10, EVP
18 +10 Minuten. rr-
8.11.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Bericht der NN vom 06.11.2004:
Fouls wie am Fließband
EVP schlägt EV Fürstenfeldbruck mit 6:2 Toren
PEGNITZ — In einer Begegnung mit
vielen Fouls und Strafzeiten besiegte Eishockey-Bayernligist EV Pegnitz den EV
Fürstenfeldbruck mit 6:2 Toren.
Die Pegnitzer haben nun mit 7:5 Zählern erstmals in dieser Saison ein positives
Punktekonto.
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz — EV Fürstenfeldbruck 6:2 (0:1/2:1/4:0) — Die Gäste aus Oberbayern reisten fast ohne ihren kompletten ersten Sturm an, nur Kapitän Manfred Schreiber lief auf — allerdings mit einem geschwollenen Arm. Dies hinderte ihn nicht daran, kräftig auszuteilen. In der 14. Minute zog er EVP-Torjäger Markus Schwindl den Schläger übers Gesicht. Ein böses Foul! Mit einer Platzwunde über dem Auge musste das Opfer dieser Attacke vom Eis. Schwindl erhielt ein Klammerpflaster, war nach drei Minuten jedoch wieder einsatzfähig. Für Schreiber war der Arbeitstag damit beendet: 5 Strafminuten plus eine Spieldauer-Disziplinarstrafe bekam er aufgebrummt — wegen übertriebener Härte mit Verletzungsfolge. Dieser Schlag war der unrühmliche Höhepunkt eines mit vielen Fouls gespickten ersten Drittels. Die Fürstenfeldbrucker schienen regelrecht Jagd auf Markus Schwindl zu machen, den sie offenbar mit unfairen Mitteln ausschalten wollten. Ansonsten waren die ersten 20 Minuten zerfahren und unschön anzusehen. Eine der wenigen Torchancen nutzte Schreiber in der 12. Minute, als Kutzer den Puck nach einem Fehlpass abfing und den Torschützen bediente, der Oliver Schmidt im EVP-Kasten zum 1:0 überwandt.
Mit einem Blitztor starteten die Hausherren ins zweite Drittel: Stefan Ponitz spielte den Puck zu Jasny, der den 1:1-Ausgleich markierte. Gerademal 23 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt. Die Gäste zogen nun fünf, sechs Minuten ein wütendes Powerplay auf und trafen zum 2:1. Die Pegnitzer lösten sich aus der Umklammerung, und in der 34. Minute durften die 450 EVP-Fans erneut jubeln: Ponitz hatte sich energisch durchgesetzt, passte die Scheibe nach Innen, wo erneut Steffens zum 2:2 für Pegnitz abstaubte.
Drei Minuten genügten den Gastgebern, um im Schlussdrittel der Partie für klare Verhältnisse zu sorgen: Drei Treffer des überragenden Steffens in der 46., 47. und 48. Minute brachten den Pegnitzern eine beruhigende 5:2-Führung, die sie nicht mehr aus der Hand gaben. Jedesmal war es Ponitz, der seinen Sturmpartner Steffens mustergültig den Puck auflegte.
Torfolge: 0:1 (12.) Schreiber, 1:1 (21.) Steffens/Ponitz, 1:2 (23.) Hildebrandt, 2:2 (34.) Jasny/Ponitz. 3:2 (46.) Steffens/Ponitz, 4:2. (47.) Steffens/Ponitz, 5:2 (48.) Steffens/Ponitz, 6:2 (52.) Fitzek.
6.11.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Nachfolgend die korrekten Torschützen (Anmerkung
des Webmasters):
0:1 11:00 Schreiber / Fröschl, Cmarits
1:1 20:27 Jasny / Ponitz, Schwindl
2:1 29:08 Steffens / Ponitz, Graf
2:2 42:24 Hildebrandt / Mascall
3:2 45:50 Steffens / Ponitz, Schrödinger
4:2 46:30 Bartos / Schrödinger
5:2 47:22 Fitzek / Marvanyi, Walther
6:2 51:13 Häußinger / Kutzer
Vorbericht der NN vom 05.11.2004:
Eishockey: Alle spielen oben
ohne
EV Pegnitz empfängt heute den EV Fürstenfeldbruck — Am Sonntag in
Ottobrunn
PEGNITZ — Zum großen Open-Air-Wochenende kommt es für den EV Pegnitz. Sowohl der EV Fürstenfeldbruck als auch der ERSC Ottobrunn müssen wie die Pegnitzer oben ohne spielen. Alle drei Vereine sind in Eisstadien ohne Dach zu Hause. Deshalb sieht EVP-Eishockeychef Richard Hagen bangen Blickes zum Himmel: „Hoffentlich wird es nicht zu nass.“
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz — EV Fürstenfeldbruck (Freitag, 20 Uhr) — Eitel Sonnenschein herrscht bei den „Ice Dogs“ nach den erfolgreichen Spielen am vergangenen Wochenende. Die Siege über Burgkirchen (11:2) und Augsburg (7:3) haben die Pegnitzer ins vordere Mittelfeld der Tabelle katapultiert, wo der EVP jetzt mit 5:5 Punkten in Lauerstellung auf die Spitzenteams liegt.
Mit dem EV Fürstenfeldbruck treffen die Hausherren auf einen Gegner, den sie im Halbfinale der Aufstiegsrunde ausgeschaltet hatten. Wegen des Bayernliga-Verzichts von Lechbruck schafften die Oberbayern dennoch den Sprung in die Spielklasse. „Die werden Revanchepläne schmieden“, sagt Richard Hagen. Er möchte den beiden Siegen einen weiteren doppelten Punktgewinn folgen lassen, warnt aber davor, den Gegner zu unterschätzen. „Die Fürstenfeldbrucker haben Spitzenreiter Landsberg ein Unentschieden abgetrotzt und am Sonntag die Partie beim Vierten, TuS Geretsried, lange offen gehalten, ehe man letztendlich mit 4:6 die Segel streichen musste.
Getreu dem Motto „Verändere nie eine siegreiche Mannschaft“ wird EVP-Trainer Heinz Zerres wieder die bewährten Blöcke auflaufen lassen. Ausfallen wird Schlussmann Torsten Glück, dessen Knieverletzung sich als Innenbandriss herausgestellt hat. Er wird voraussichtlich länger ausfallen.
ERSC Ottobrunn — EV Pegnitz (Sonntag, 18.45 Uhr) — Die Gastgeber haben sich zu einer festen Größe in der Bayernliga entwickelt, obwohl sie, wie Pegnitz auch, gegen die Wetterunbilden kämpfen müssen. Mit 2:6 Punkten sind die Ottobrunner ausgesprochen schlecht aus den Startlöchern gekommen und liegen auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Richard Hagen warnt davor, den ERSC nur anhand seiner Platzierung einzuschätzen. „Ottobrunn ist eine Mannschaft, die wie wir über den Kampf zum Spiel findet.“
Hundertprozentigen Einsatz verlangt deshalb Hagen, der auch eine disziplinierte Spielweise fordert. Zuletzt hätten die „Ice Dogs“ einige „weniger intelligente Strafzeiten“ erhalten. Dies müsse sich bessern, vor allem, weil Unterzahlsituationen unnötig Kraft kosten. Erfreut ist man bei den Pegnitzer Verantwortlichen, dass das eigene Überzahlspiel öfters von Erfolg gekrönt war. Die Arbeit von Heinz Zerres hat sich hier schon wirkungsvoll niedergeschlagen. -hjs-
Weitere Bayernliga-Begegnungen am
heutigen Freitag: ESV Königsbrunn — EV Landsberg, TSV Peißenberg — EA Schongau,
EV Dingolfing — ERC Sonthofen, Augsburger EV — EHC Waldkraiburg, TSV Erding —
TuS Geretsried, SVG Burgkirchen — ESC Dorfen, EC Pfaffenhofen — ERSC Ottobrunn.
5.11.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG