Bericht der NN vom 22.11.2004:
Fast ohne Training spielt EVP
ganz oben
Trainer Heinz Zerres ist von seiner Truppe begeistert - Gestern
4:1-Erfolg über TSV Peißenberg

Obwohl immer von mehreren Spielern umringt,
war Kapitän Stefan Ponitz (Bild) neben Markus Schwindl auch gestern wieder ein
Garant des Pegnitzer Erfolgs. Er krönte seinen Einsatz mit dem wichtigen Tor zur
2:1-Führung. Foto: Irene Lenk
PEGNITZ - Zwei hart erkämpfte, aber verdiente Siege hat der EV Pegnitz am
Wochenende eingefahren und sich damit endgültig in der Spitzengruppe der
Eishockey-Bayernliga festgesetzt. Dem überraschenden 5:4-Erfolg am Freitag in
Pfaffenhofen ließen die Zerres-Schützlinge gestern ein 4:1 über Peißenberg
folgen. Die Fans honorieren dies: Gestern pilgerten rund 700 Eissportfreunde ins
Stadion.
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz - TSV Peißenberg 4:1 (1:1/1:0/2:0) - Den Tabellenneunten, "nur" am
"grünen Tisch" in die Bayernliga aufgestiegen, hatten viele als vermeintlich
leichten Gegner eingestuft. Anders EVP-Trainer Heinz Zerres. Er warnte seine
Mannen vor der ehrgeizigen und jungen Truppe von Ignaz Berndaner und er sollte
Recht behalten. Es war ein hartes Stück Arbeit, bis die zwei Punkte unter Dach
und Fach waren.
Der Spielfilm des ersten Drittels ist schnell erzählt. Beide Mannschaften
agierten hoch konzentriert und diszipliniert in einem engmaschigen taktischen
Konzept, das auf den Rängen zunächst wenig Begeisterung aufkommen ließ. Dies
umso mehr, als die "Eishackler" aus Peißenberg anfangs mehr vom Spiel hatten.
Zwei Mal musste gar der Pfosten für den schon geschlagenen EVP-Keeper Schmidt
retten. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Oberbayern in der 10.
Minute in Führung gingen. Nur gut, dass Schwindl genau 73 Sekunden später nach
einer feinen Einzelleistung für den Ausgleich sorgte..
Die "Eishackler", bis dato die Strafbankkönige der Liga, traten gestern
ungewöhnlich diszipliniert auf. Bis zur 16. Minute kamen sie ohne jede Strafzeit
aus. Die zweite nahmen sie mit über die Drittelpause und so starteten die "Ice
Dogs" nach dem Seitenwechsel in Überzahl. Erneut Schwindl hatte nach einem
genialen Pass von Graf aus der Verteidigung heraus die Chance, das 2:1 zu
markieren, doch er scheiterte, wie später noch öfter, allein gegen den
TSV-Keeper Mayer.
Ab der 24. Minute wurde es noch einmal extrem eng für den EVP, als die
Mannschaft ihrerseits die ersten Strafen kassierte und Kutzer wegen eines
"Checks gegen Kopf und Nacken" gar zehn Minuten zuschauen musste. Bei
5:3-Überzahl schnürten die Berndaner-Schützlinge Pegnitz regelrecht in deren
Verteidigungsdrittel ein. Nur mit Mühe konnte ein erneuter Rückstand vermieden
werden.
Die 15. Minute brachte dann die vielleicht spielentscheidende Szene, als Stefan
Ponitz nur Sekunden nach einer erneuten Strafzeit gegen den TSV endlich die viel
umjubelte Führung besorgte.
Im letzten Drittel legte die Heimmannschaft noch einmal einen "Zahn" zu. Jetzt
sahen die Fans auf den gut gefüllten Rängen ein rassiges Match, in dem sich
Peißenberg selbst nach dem 3:1 durch Skarupa immer noch nicht geschlagen gab.
Hoffnung keimte beim Gast noch einmal auf, als sich beim EVP in der Schlussphase
die Strafzeiten häuften. Doch die Mannen von Heinz Zerres behielten die Ruhe.
Mehr noch: In Unterzahl sorgte Schwindl 31 Sekunden vor Schluss mit dem 4:1 für
die endgültige Entscheidung. Verständlich, dass Trainer Zerres nach dem
Schlusspfiff strahlte: "Obwohl wir witterungsbedingt bisher kaum trainieren
konnten, stehen wir ganz oben in der Tabelle. Das ist sensationell."
Die Torfolge: 0:1 (10.) Pohl, 1:1 (11.) Schwindl/Ponitz, 2:1 (15.) Ponitz/Schwindl/Graf,
3:1 (46.) Skarupa/Kutzer/Schrödinger, 4:1 (60.) Schwindl.
Strafen: Pegnitz 14 Minuten plus je zehn Minuten für Kutzer und Schwindl
(Reklamieren), Peißenberg 14 Minuten plus zehn MInuten für Estermeier
(Reklamieren).
EC Pfaffenhofen - EV Pegnitz 4:5 (0:3/2:1/2:1) - Mit einem Blitzstart und einer
0:4-Führung bis zur 21. Minute legten die "Ice Dogs" am Freitag den Grundstock
für den Sieg (die NN berichteten). Im Schlussdrittel wurde es allerdings noch
einmal ganz eng, als Gray und Vakaty binnen weniger Minuten den Ausgleich
erzielten, wobei sich beim Treffer zum 4:4 in Überzahl die Pegnitzer Abwehr im
"Tiefschlaf" befand. Jetzt stand das Match auf des Messers Schneide. Nur gut,
dass Schrödinger aus spitzem Winkel zum 4:5 einhämmerte. Unmittelbar danach nahm
EVP-Trainer Zerres eine Auszeit, um seinem Team Luft zu verschaffen.
In der Schlussphase setzten die Gastgeber alles auf eine Karte, und nahmen ihren
Keeper vom Eis. Ohne Erfolg: Vielmehr hätten die "Ice Dogs" fast noch das 4:6
erzielt, aber der Weitschuss von Bartos auf das leere Tor landete am Pfosten.
Die Torfolge: 0:1 (3.) Bartos/Häußinger, 0:2 (13.) Schwindl/Ponitz, 0:3 (18.)
Kutzer/Schwindl/Gerstner, 0:4 (21.) Ponitz/Marvanyi, 1:4 (24.) Löwenberger, 2:4
(39.) Vokaty, 3:4 (48.) Gray, 4:4 (51.) Vokaty, 4:5 (56.) Schrödinger/Bartos.
Strafen: Pfaffenhofen 22 Minuten plus zehn Minuten wegen Reklamierens, Pegnitz
30 plus zehn Minuten für Schrödinger wegen Reklamierens plus zehn Minuten für
Kutzer wegen Checks von hinten. -isi-
22.11.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Bericht der NN vom 20.11.2004:
Blitzstart des EVP Pegnitz
Trotz 4:0-Führung wurde es für „Ice Dogs“ beim 5:4 eng
PEGNITZ — Das hatte sich der EC Pfaffenhofen nicht träumen lassen: Der EV Pegnitz wurde auch beim bis dato daheim ungeschlagenen Tabellendritten seinem Ruf als Überraschungsmannschaft der Saison gerecht und legte eine 4:0-Führung vor, musste aber schließlich doch noch um den knappen 5:4-Sieg bangen.
Eishockey-Bayernliga
EC Pfaffenhofen — EV Pegnitz 4:5 (0:3/2:1/2:1) — Der EVP trat unerschrocken an und ließ sich auch von der ersten Strafzeit schon nach 20 Sekunden nicht aus der Ruhe bringen. Für den gesperrten Torsten Steffens hatte Trainer Heinz Zerres den Routinier Mark Gerstner neben Schwindl und Ponitz in den ersten Sturm beordert und er machte seine Sache ordentlich.
Bald rieben sich die Zuschauer, darunter rund 100 Pegnitzer, die Augen: Hatte in den bisherigen Spielen vor eigener Kulisse jeweils Pfaffenhofen eindeutig den Ton angegeben, so legte plötzlich der Aufsteiger ein Tor vor. Nur Sekunden nach Ablauf eines Überzahl-Powerplays lochte Bartos ein. Damit nicht genug: Der Top-Torjäger der Eishockey-Bayernliga, Markus Schwindl, erhöhte zehn Minuten später bei einem Konter in Unterzahl nach herrlichem Pass von Ponitz auf 0:2. Kutzer gelang zwei Minuten vor der ersten Pause ein weiterer sehenswerter Treffer: 0:3.
Pfaffenhofen hatte sich im ersten Abschnitt zwar als reifes und geschlossenes Team präsentiert, aber der dritterfolgreichste Angriff der gesamten Liga fand gegen die gut gestaffelte Abwehr der „Ice Dogs“ zunächst einfach kein Mittel. Selbst der von den anderen Gegnern gefürchtete Top-Scorer David Vokaty blieb lange relativ blass.
Im Mitteldrittel erhöhte Ponitz
sogar auf 0:4, ehe nur wenig später Löwenberger den ersten Treffer für die
Hausherren markierte. Jetzt machte Pegnitz den Fehler, durch Nachlässigkeiten
und unnötigen Strafen Pfaffenhofen wieder ins Spiel kommen zu lassen. So
kassierte Schrödinger wegen Reklamierens zehn Minuten von zwei Schiedsrichtern,
die einer Bayernligapartie in keiner Weise gewachsen waren. Als Hausner nach
einer vermeintlichen „Schwalbe“, bei der er allerdings Handschuhe und Helm
verloren hatte, in die Kühlbox musste, schlug Vokaty erstmals zu, wobei das 2:4
vom EVP-Keeper Jens Braun nicht unwesentlich begünstigt wurde.
Im Schlussdrittel wurde es noch einmal ganz eng, als Gray und Vakaty binnen
weniger Minuten den Ausgleich erzielten, wobei sich beim Treffer zum 4:4 in
Überzahl die Pegnitzer Abwehr im „Tiefschlaf“ befand. Jetzt stand das Match auf
des Messers Schneide. Nur gut, dass Schrödinger aus spitzem Winkel zum 4:5
einhämmerte. Unmittelbar danach nahm EVP-Trainer Zerres eine Auszeit, um seinem
Team Luft zu verschaffen.
In der Schlussphase setzten die Gastgeber alles auf eine Karte, nahmen ihren Keeper. Ohne Erfolg: Vielmehr hätten die „Ice Dogs“ fast noch das 4:6 erzielt, aber der Weitschuss von Bartos auf das leere Tor landete am Pfosten. So feierte Pegnitz einen zwar knappen, aber verdienten Sieg.
Die Torfolge: 0:1 (3.) Bartos/Häußinger, 0:2 (13.) Schwindl/Ponitz, 0:3 (18.) Kutzer/Schwindl/Gerstner, 0:4 (21.) Ponitz/Marvanyi, 1:4 (24.) Löwenberger, 2:4 (39.) Vokaty, 3:4 (48.) Gray, 4:4 (51.) Vokaty, 4:5 (56.) Schrödinger/Bartos.
Strafen: Pfaffenhofen 22 plus zehn
Minuten wegen Reklamierens, Pegnitz 30 Minuten plus zehn Minuten für Schrödinger
wegen Reklamierens plus zehn Minuten für Kutzer wegen Checks von hinten. RICHARD
REINL
20.11.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Vorbericht der NN vom 19.11.2004:
Ignaz Berndaner zu Gast beim
EVP
Bronzemedaillensieger trainiert Peißenberg — Heute Duell der Top-Torjäger
PEGNITZ — Das wird spannend: Im Spiel beim daheim bisher ungeschlagenen EC Pfaffenhofen stehen sich heute die beiden Top-Torjäger der Eishockey-Bayernliga gegenüber. Am Sonntag gastiert der ehemalige Nationalspieler Ignaz Berndaner mit dem TSV Peißenberg in Pegnitz.
Eishockey-Bayernliga
EC Pfaffenhofen — EV Pegnitz (Freitag, 20 Uhr) — Die Partie ist für die Sportler wie für die Statistiker hochinteressant. So treffen nicht nur die beiden — nach Landsberg — mit 50 und 51 Treffern erfolgreichsten Angriffsreihen aufeinander, vielmehr kommt es auch zum „Gipfeltreffen“ der beiden besten Bayernliga-Stürmer überhaupt. Im Moment hat noch Markus Schwindl vom EVP mit 15 Erfolgserlebnissen die Nase vorn, obwohl Pegnitz sogar ein Spiel weniger bestritten hat, doch der Tscheche David Vokaty ist ihm mit 14 Einschüssen dicht auf den Fersen. Vorsicht ist aber auf Pegnitzer Seite auch vor Seth Gray geboten, der in der Torschützenliste mit zehn Einträgen auf Platz neun rangiert. Der EVP dagegen muss auf einen seiner gefährlichsten Angreifer neben Schwindl verzichten: Torsten Steffens kassierte am vergangenen Sonntag in Sonthofen nach einer Schlägerei eine Spieldauerstrafe und ist damit heute automatisch gesperrt.
Weil die Aufgabe dadurch nicht leichter wird, wollen die Pegnitzer Fans ihre Mannschaft nach Kräften unterstützen. Rund 100 Anhänger wollen die Reise zum nächstgelegenen Auswärtsspiel des EVP auf sich nehmen. Bei durchschnittlich rund 200 Zuschauern in Pfaffenhofen müssten sie sich durchaus Gehör verschaffen können.
Wie stark der ECP daheim spielt, mussten in dieser Saison schon Mannschaften wie Erding oder Fürstenfeldbruck anerkennen, die beide jeweils mit 7:3 Toren besiegt wurden. Auf der anderen Seite hat sich Pfaffenhofen zu Saisonbeginn gegen den Letzten, den Augsburger EV, sehr schwer getan. Auch auswärts haben die Münchner Vorstädter in Dorfen und Schongau schon gepunktet.
Pegnitz wird gut daran tun, vom Anpfiff weg voll auf der Hut zu sein, nicht dass es der Mannschaft so geht wie vor einer Woche Fürstenfeldbruck. Damals hatten die „Kreuzritter“ nach einem völlig verschlafenen ersten Drittel die Partie frühzeitig verloren. Von Vokaty schwärmen die „Crusaders“ noch heute: „Das ist ein Vollstrecker, der jede herrenlos herumliegende Scheibe einfach ins gegnerische Tor schmettert.“
Die Erfolgsserie der Pfaffenhofener ist umso beachtlicher, als zuletzt nur ein Rumpfteam zur Verfügung stand. So blieb dem Trainerduo Andy Malysiak/Bob Sullivan nichts anderes übrig, als auf zwei Reihen zu reduzieren. Selbst das war zu viel für Fürstenfeldbruck: „Pfaffenhofen hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt und verdient gewonnen. Vor allem der quirlige David Vokaty war in der Anfangsphase von der Gästeabwehr kaum zu halten. Von den lauf- und kampfstarken Marco Löwenberger und Sebastian Stürzer immer wieder gut unterstützt und in Szene gesetzt, beschwor er immer wieder gefährliche Szenen vor dem Tor herauf.“
EV Pegnitz — TSV Peißenberg (Sonntag, 17.30 Uhr) — Nicht viel einfacher wird die Aufgabe am Sonntag gegen den Mitaufsteiger, der immerhin dem Spitzenreiter EV Landsberg und auch Sonthofen jeweils ein Remis abgerungen hat. Star der Gäste ist zweifellos Trainer Ignaz Berndaner. Seine Bilanz nötigt Respekt ab: 1000 Spiele für Riessersee, zwei Mal Deutscher Meister, Spieler des Jahres 1977/1978, 177 Länderspiele, neun Mal Teilnahme an einer Weltmeisterschaft sowie der Gewinn einer Bronzemedaille bei der Olympiade in Innsbruck. Von solch einem Routinier kann eine Mannschaft nur profitieren.
Offensichtlich liegen den „hallenverwöhnten“ Peißenbergern neuerdings sogar offene Stadien wie in Pegnitz, denn vor Wochenfrist wurde zum zweiten Mal hintereinander die volle Punkteausbeute mit an die Ammer genommen. Doch zwischendurch brach immer wieder das alte Leiden der „Eishackler“ zu Tage: „Die Chancenverwertung muss besser werden, aber es fehlt halt noch die Cleverness vor dem Tor“, so Berndaner. Nicht gefallen dürften ihm auch die vielen unnötigen Strafzeiten.
Generell setzt der Coach mehr auf
Klasse als auf Masse: Berndaner: „Auf Grund der kalten Temperaturen und der
derzeitigen Verletzungen hat sich das Spielen mit nur vier Verteidigern bewährt.
Im Sturm mussten Wittlinger und Bauer als Mittelstürmer Doppelschichten fahren.“
Auch im Toreschießen sind die Gäste Minimalisten: Bislang haben sie erst gut
halb so viele Treffer erzielt wie der EVP. Hoffentlich ändert sich das nicht am
Sonntag. -isi
19.11.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG