Bericht der NN vom 06.12.04:

Pinguine gingen baden
EVP zeigte beim 10:3 über Königsbrunn tolle Leistung
 


Nicht nur die erste Reihe sorgt für Glanz beim EVP, auch die anderen Blöcke kommen immer besser in Schwung. So zeigen auch Rembs (Bild), Walther & Co. kaum mehr Respekt vor dem Gegner. Dabei fliegen mitunter auch Helme. Foto: Lenk
 
PEGNITZ - "Wir sind stolz auf unser Team" skandierten gestern nach die Schlusspfiff die gut 500 Pegnitzer Fans. Sie hatten allen Anlass dazu, hatten die Ice Dogs doch beim 10:3-Erfolg über den ESV Königsbrunn die bisher beste Saisonleistung abgeliefert und damit dem 2. EVP-Vorsitzenden Ralf Putzin das schönste Geburtstagsgeschenk bereitet.

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz - ESV Königsbrunn 10:3 (1:1/5:0/4:2) - In dieses Match hatte EVP-Trainer Heinz Zerres besonderen Ehrgeiz gelegt. Schon bei seinem Amtsantritt im Juli hatte er zurückgeblendet auf die letzte Begegnung beider Teams vor rund 15 Jahren, als er - damals noch in Diensten des ESV - einen Kantersieg über Pegnitz gefeiert hat, "weil Königsbrunn damals einfach besser auf die Saison vorbereitet war". Zerres im Juli 2004: "Vielleicht können wir ja diesmal den Spieß umdrehen, wenn wir das Sommertraining entsprechend forcieren."

Kein Wunder, dass "Zorro" Zerres gestern Abend vor Glück strahlte: "Ich bin stolz auf meine Jungs. Das war heute Eishockey, so wie ich mir das vorstelle. Vor allem freut es mich, dass viele Tore toll herausgespielt waren und so den Zuschauern etwas geboten worden ist."

Zu Beginn waren Torchancen noch Mangelware. Die erste nennenswerte Aktion des EVP resultierte aus einem Pfostenschuss von Schwindl (8.) und der erste Angriff auf das von Braun wieder bravourös bewachte EVP-Tor führte gleich zur überraschenden Führung der Pinguine. Doch Königsbrunn, das mit Jonathan Miner einen neuen Kanadier in seinen Reihen hatte, konnte sich darüber nicht lange freuen: Nur 16 Sekunden nach der ersten Strafe gegen den ESV egalisierte Ponitz zum 1:1.

Im Mitteldrittel liefen die Ice Dogs zu Höchstform auf. Binnen einer Minute legten Graf und der immer stärker werdende Skarupa ein 3:1 vor. Selbst in Unterzahl waren die Gastgeber nicht mehr zu bremsen und erzielten nach einer sehenswerten Kombination das 4:1. Das war zu viel für Franz Xaver Ibelherr, den ESV-Trainer, der sich trotz seines fortgeschrittenen Alters selbst wieder aufgestellt hatte: Zunächst provozierte er eine Zwei-Minuten-Bankstrafe, dann kassierte er wegen Reklamierens die ersten zehn Minuten, denen wenig später die zweite Disziplinarstrafe wegen Reklamierens von der Strafbank aus folgte, die automatisch eine Spieldauersperre nach sich zog. Dabei hatte der Schiedsrichter nur eine neue Regel angewandt, nach der absichtliches Herausschlagen des Pucks aus dem Spielfeld zwei Minuten Strafe wegen Spielverzögerung nach sich ziehen.

Ponitz nützte die Überzahl zum 5:1 und der danach für den entnervten ESV-Keeper Schuhmaier neu ins Match gekommene Stüwe musste nur Sekunden später ebenfalls schon hinter sich greifen: 6:1. Hätte der EVP in der Folge eine 5:3-Überzahl genützt, hätte das Drittelergebnis sogar noch höher ausfallen können.

Im Schlussdrittel war der ESV Königsbrunn stehend k.o., während EVP-Trainer Heinz Zerres seine Mannen weiter anstachelte, nicht nachzulassen. Sie folgten ihm und schraubten das Endergebnis nach zehnminütiger Verschnaufpause noch auf 10:2, ein Ergebnis, das auch in der Höhe absolut verdient war.

Die Torfolge: 0:1 (10.) Hanemann/Ibelherr, 1:1 (10.) Ponitz/Graf/Schwindl, 2:1 (21.) Graf/Steffens, 3:1 (22.) Skarupa/Häußinger, 4:1 (27.) Schwindl/Ponitz/Graf, 5:1 (29.) Ponitz/Schwindl/Graf, 6:1 (31.) Schwindl/Glück, 6:2 (52.) Peter/Wolf, 7:2 (53.) Schwindl/Ponitz, 8:2 (55.) Walther, 9:2 (57.) Häußinger/Schwindl/Jasny, 10:2 (58.) Schwindl/Ponitz/Steffens, 10:3 (58.) Polaczek/Hanemann.

Strafzeiten: EV Pegnitz: zehn Minuten, ESV Königsbrunn: 14 Minuten plus zwei Mal zehn Minuten Diziplinarstrafe und damit Spieldauersperre für Spielertrainer Franz Xaver Ibelherr. RICHARD REINL

6.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG 
 

Bericht der NN vom 04.12.04:

EVP vergab frühe Führung
In Dingolfing nach 3:0 durch Schwindl noch verloren

PEGNITZ — Leichtfertig hat der EV Pegnitz gestern Abend in Dingolfing zwei schon sicher geglaubte Punkte vergeben. Nach einer klaren 3:0-Führung musste letztendlich eine 5:7-Niederlage quittiert werden.

Eishockey-Bayernliga

EV Dingolfing — EV Pegnitz 7:5 (2:4/2:1/3:0) — Die „Ice Dogs“, die noch auf Neuzugang Peter Cerny verzichten mussten, weil der Pass noch fehlte, legten los wie die Feuerwehr. Nach 17 Sekunden lochte Schwindl zum ersten Mal ein. Und der EVP-Top-Torjäger war auch in der Folgezeit kaum zu bremsen: Bis zur 10. Minute legte er eine scheinbar beruhigende 0:3-Führung vor.

Wer jetzt an ein Schützenfest geglaubt hat, sah sich bald in der Euphorie gebremst: Binnen nur 43 Sekunden kam Dingolfing durch Bernhard und Philipp Weinzierl auf 2:3 heran. Walther sorgte vorübergehend für Beruhigung, als er bis zur 23. Minute den Vorsprung wieder auf 2:5 ausbaute, und auch Oliver Schmidt lieferte ein Meisterstück ab, als er nach einem Glück-Foul einen Penalty der Dingolfinger entschärfte.

Doch unverständlicherweise nahmen die Zerres-Schützlinge anschließend wieder einmal eine mentale „Auszeit“, die Markus Simbek, einer der Dingolfinger Top-Scorer, Ende des Mitteldrittels prompt per Doppelschlag zum erneuten Anschlusstreffer nützte.

Damit nicht genug: Die Gastgeber hatten Lunte gerochen, glichen gleich nach dem letzten Wechsel aus und siegten schließlich sogar noch mit 7:5 Toren. Hierzu musste sich der Tabellen-zwölften nicht einmal besonders anstrengen, hatte doch die „EVP-Torfabrik“ schon nach 22 Minuten die Arbeit eingestellt.

Torfolge: 0:1 (1.) und 0:2 (6.) Schwindl/Steffens/Ponitz, 0:3 (10.) Schwindl/Ponitz/Schrödinger, 1:3 (15.) B. Weinzierl, 2:3 (16.) Ph. Weinzierl, 2:4 (18.) Walther/Fitzek/Schwindl, 2:5 (23.) Walther/Skarupa/Marvanyi, 3:5 (37.) Simbek, 4:5 (39.) Simbek, 5:5 (43.) Konschuh, 6:5 (53.) Meier, 7:5 (60.) Simbek. -isi-
 

4.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vorbericht der NN vom 03.12.04:

Debüt von Peter Cerny geplant
EV Pegnitz hofft auf zwei Siege gegen "Kellerkinder" Dingolfing und Königsbrunn
  
PEGNITZ - Mit zwei Siegen wollen die "Ice Dogs" an diesem Wochenende den unerwartet schwachen Auftritt gegen Dorfen vergessen machen und sich weiter im Vorderfeld der Eishockey-Bayernliga behaupten. Gegner sind am heutigen Freitag der EV Dingolfing und am Sonntag vor heimischer Kulisse der ESV Königsbrunn.

Eishockey-Bayernliga

EV Dingolfing - EV Pegnitz (Freitag, 19.30 Uhr) - Von der Tabellenposition her dürften Schwindl, Ponitz & Co. mit Dingolfing eigentlich keine Probleme haben. Offenbar konnte beim EVD der Verlust einiger wichtiger Leistungsträger durch die Neuzugänge nicht ausgeglichen werden. Doch Vorsicht ist geboten, gelangen der Truppe doch auch schon Achtungserfolge, wie ein überraschender Auswärtserfolg beim sonst so heimstarken TSV Peißenberg oder der 8:1-Erfolg über eben diesen ESC Dorfen, gegen den der EVP beinahe verloren hätte.

Die "IceDogs" tun also gut daran, insbesondere die Dingolfinger Paradereihe um Kapitän Markus Meier und Markus Simbeck nicht zu unterschätzen, die vor allem enorm kampfstark agiert und vor allem bei Kontern stets gefährlich ist.

Doch EVP-Trainer Heinz Zerres ist sicher, dass sich seine Truppe heute wieder ganz anders präsentiert: "Vielleicht war das Spiel gegen Dorfen ein Dämpfer zur rechten Zeit. Vielleicht haben einige gemerkt, dass man etwas tun muss, wenn man sich in der Bayernliga vorne behaupten will. Sich immer nur darauf zu verlassen, dass es die Torjäger wie Schwindl oder Ponitz schon richten werden, reicht nicht aus."

Zerres ist deswegen nicht unzufrieden mit seinen Schützlingen: "Wer hätte uns vor Beginn der Saison einen solchen Tabellenplatz zugetraut?" Und er führt auch ins Feld, dass die Trainingsbedingungen in Pegnitz schwierig sind: "Wir haben eben kein Geld für Profis und deshalb muss ich damit leben, dass immer wieder einmal jemand beruflich fehlt. Eigentlich sind wir nur beim Donnerstagstraining komplett, aber da stehen uns nur 45 Minuten Eiszeit zur Verfügung, zu wenig für großartige taktische Schulungen."

Auch die Zuschauer bittet er, von der Mannschaft nicht zu viel zu erwarten: "Manche sind ja schon so in Euphorie verfallen, dass sie glauben, wir verlieren unser nächstes Spiel in der DEL gegen die "Adler" aus Mannheim."

Erstmals zum Einsatz kommen soll heute der Nürnberger Peter Cerny, der künftig den EVP-Sturm verstärkt.

Heute in Dingolfing erwartet er, dass jeder für den anderen arbeitet und kämpft. Und er wird seinen Leuten wieder sagen, dass sie gewinnen können, wenn sie nur wollen. Bis auf Marco Graf, der aus Studiengründen verhindert ist, kann der Coach seine Bestbesetzung aufs Eis schicken.

EV Pegnitz - ESV Königsbrunn (Sonntag, 17.30 Uhr) - Mit bislang nur zwei Siegen steht der nächste Heimspielgegner weit abgeschlagen auf dem drittletzten Rang. Das Torverhältnis offenbart den Unterschied zum EVP: Königsbrunn hat nur etwa halb so viele Tore geschossen, aber doppelt so viele kassiert.

Unverständlich ist nicht nur für Trainer Ibelherr, warum die Mannschaft so unterschiedlich auftritt. Auswärts präsentieren sich die "Pinguine" zumindest mit Willen und Einsatz, während zu Hause nichts davon zu sehen ist.

Kein Wunder, dass die Verantwortlichen ganz offen von der Notwendigkeit personeller Veränderungen sprachen. Gut möglich, dass in Pegnitz das eine oder andere neue Gesicht zu sehen ist. -isi-
 

3.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG