Pinguine gingen baden
EVP zeigte beim 10:3 über Königsbrunn tolle Leistung

Nicht nur die erste Reihe sorgt für Glanz
beim EVP, auch die anderen Blöcke kommen immer besser in Schwung. So zeigen auch
Rembs (Bild), Walther & Co. kaum mehr Respekt vor dem Gegner. Dabei fliegen
mitunter auch Helme. Foto: Lenk
PEGNITZ - "Wir sind stolz auf unser Team" skandierten gestern nach die
Schlusspfiff die gut 500 Pegnitzer Fans. Sie hatten allen Anlass dazu, hatten
die Ice Dogs doch beim 10:3-Erfolg über den ESV Königsbrunn die bisher beste
Saisonleistung abgeliefert und damit dem 2. EVP-Vorsitzenden Ralf Putzin das
schönste Geburtstagsgeschenk bereitet.
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz - ESV Königsbrunn 10:3 (1:1/5:0/4:2) - In dieses Match hatte
EVP-Trainer Heinz Zerres besonderen Ehrgeiz gelegt. Schon bei seinem Amtsantritt
im Juli hatte er zurückgeblendet auf die letzte Begegnung beider Teams vor rund
15 Jahren, als er - damals noch in Diensten des ESV - einen Kantersieg über
Pegnitz gefeiert hat, "weil Königsbrunn damals einfach besser auf die Saison
vorbereitet war". Zerres im Juli 2004: "Vielleicht können wir ja diesmal den
Spieß umdrehen, wenn wir das Sommertraining entsprechend forcieren."
Kein Wunder, dass "Zorro" Zerres gestern Abend vor Glück strahlte: "Ich bin
stolz auf meine Jungs. Das war heute Eishockey, so wie ich mir das vorstelle.
Vor allem freut es mich, dass viele Tore toll herausgespielt waren und so den
Zuschauern etwas geboten worden ist."
Zu Beginn waren Torchancen noch Mangelware. Die erste nennenswerte Aktion des
EVP resultierte aus einem Pfostenschuss von Schwindl (8.) und der erste Angriff
auf das von Braun wieder bravourös bewachte EVP-Tor führte gleich zur
überraschenden Führung der Pinguine. Doch Königsbrunn, das mit Jonathan Miner
einen neuen Kanadier in seinen Reihen hatte, konnte sich darüber nicht lange
freuen: Nur 16 Sekunden nach der ersten Strafe gegen den ESV egalisierte Ponitz
zum 1:1.
Im Mitteldrittel liefen die Ice Dogs zu Höchstform auf. Binnen einer Minute
legten Graf und der immer stärker werdende Skarupa ein 3:1 vor. Selbst in
Unterzahl waren die Gastgeber nicht mehr zu bremsen und erzielten nach einer
sehenswerten Kombination das 4:1. Das war zu viel für Franz Xaver Ibelherr, den
ESV-Trainer, der sich trotz seines fortgeschrittenen Alters selbst wieder
aufgestellt hatte: Zunächst provozierte er eine Zwei-Minuten-Bankstrafe, dann
kassierte er wegen Reklamierens die ersten zehn Minuten, denen wenig später die
zweite Disziplinarstrafe wegen Reklamierens von der Strafbank aus folgte, die
automatisch eine Spieldauersperre nach sich zog. Dabei hatte der Schiedsrichter
nur eine neue Regel angewandt, nach der absichtliches Herausschlagen des Pucks
aus dem Spielfeld zwei Minuten Strafe wegen Spielverzögerung nach sich ziehen.
Ponitz nützte die Überzahl zum 5:1 und der danach für den entnervten ESV-Keeper
Schuhmaier neu ins Match gekommene Stüwe musste nur Sekunden später ebenfalls
schon hinter sich greifen: 6:1. Hätte der EVP in der Folge eine 5:3-Überzahl
genützt, hätte das Drittelergebnis sogar noch höher ausfallen können.
Im Schlussdrittel war der ESV Königsbrunn stehend k.o., während EVP-Trainer
Heinz Zerres seine Mannen weiter anstachelte, nicht nachzulassen. Sie folgten
ihm und schraubten das Endergebnis nach zehnminütiger Verschnaufpause noch auf
10:2, ein Ergebnis, das auch in der Höhe absolut verdient war.
Die Torfolge: 0:1 (10.) Hanemann/Ibelherr, 1:1 (10.) Ponitz/Graf/Schwindl, 2:1
(21.) Graf/Steffens, 3:1 (22.) Skarupa/Häußinger, 4:1 (27.) Schwindl/Ponitz/Graf,
5:1 (29.) Ponitz/Schwindl/Graf, 6:1 (31.) Schwindl/Glück, 6:2 (52.) Peter/Wolf,
7:2 (53.) Schwindl/Ponitz, 8:2 (55.) Walther, 9:2 (57.) Häußinger/Schwindl/Jasny,
10:2 (58.) Schwindl/Ponitz/Steffens, 10:3 (58.) Polaczek/Hanemann.
Strafzeiten: EV Pegnitz: zehn Minuten, ESV Königsbrunn: 14 Minuten plus zwei Mal
zehn Minuten Diziplinarstrafe und damit Spieldauersperre für Spielertrainer
Franz Xaver Ibelherr. RICHARD REINL
6.12.2004 0:00 MEZ
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EVP vergab frühe Führung
In Dingolfing nach 3:0 durch Schwindl noch verloren
PEGNITZ — Leichtfertig hat der EV Pegnitz gestern Abend in Dingolfing zwei schon sicher geglaubte Punkte vergeben. Nach einer klaren 3:0-Führung musste letztendlich eine 5:7-Niederlage quittiert werden.
Eishockey-Bayernliga
EV Dingolfing — EV Pegnitz 7:5 (2:4/2:1/3:0) — Die „Ice Dogs“, die noch auf Neuzugang Peter Cerny verzichten mussten, weil der Pass noch fehlte, legten los wie die Feuerwehr. Nach 17 Sekunden lochte Schwindl zum ersten Mal ein. Und der EVP-Top-Torjäger war auch in der Folgezeit kaum zu bremsen: Bis zur 10. Minute legte er eine scheinbar beruhigende 0:3-Führung vor.
Wer jetzt an ein Schützenfest geglaubt hat, sah sich bald in der Euphorie gebremst: Binnen nur 43 Sekunden kam Dingolfing durch Bernhard und Philipp Weinzierl auf 2:3 heran. Walther sorgte vorübergehend für Beruhigung, als er bis zur 23. Minute den Vorsprung wieder auf 2:5 ausbaute, und auch Oliver Schmidt lieferte ein Meisterstück ab, als er nach einem Glück-Foul einen Penalty der Dingolfinger entschärfte.
Doch unverständlicherweise nahmen die Zerres-Schützlinge anschließend wieder einmal eine mentale „Auszeit“, die Markus Simbek, einer der Dingolfinger Top-Scorer, Ende des Mitteldrittels prompt per Doppelschlag zum erneuten Anschlusstreffer nützte.
Damit nicht genug: Die Gastgeber hatten Lunte gerochen, glichen gleich nach dem letzten Wechsel aus und siegten schließlich sogar noch mit 7:5 Toren. Hierzu musste sich der Tabellen-zwölften nicht einmal besonders anstrengen, hatte doch die „EVP-Torfabrik“ schon nach 22 Minuten die Arbeit eingestellt.
Torfolge: 0:1 (1.) und 0:2 (6.)
Schwindl/Steffens/Ponitz, 0:3 (10.) Schwindl/Ponitz/Schrödinger, 1:3 (15.) B.
Weinzierl, 2:3 (16.) Ph. Weinzierl, 2:4 (18.) Walther/Fitzek/Schwindl, 2:5 (23.)
Walther/Skarupa/Marvanyi, 3:5 (37.) Simbek, 4:5 (39.) Simbek, 5:5 (43.) Konschuh,
6:5 (53.) Meier, 7:5 (60.) Simbek. -isi-
4.12.2004 0:00 MEZ
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Vorbericht der NN vom 03.12.04:
Debüt von Peter Cerny geplant
EV Pegnitz hofft auf zwei Siege gegen "Kellerkinder" Dingolfing und
Königsbrunn
PEGNITZ - Mit zwei Siegen wollen die "Ice Dogs" an diesem Wochenende den
unerwartet schwachen Auftritt gegen Dorfen vergessen machen und sich weiter im
Vorderfeld der Eishockey-Bayernliga behaupten. Gegner sind am heutigen Freitag
der EV Dingolfing und am Sonntag vor heimischer Kulisse der ESV Königsbrunn.
Eishockey-Bayernliga
EV Dingolfing - EV Pegnitz (Freitag, 19.30 Uhr) - Von der Tabellenposition her
dürften Schwindl, Ponitz & Co. mit Dingolfing eigentlich keine Probleme haben.
Offenbar konnte beim EVD der Verlust einiger wichtiger Leistungsträger durch die
Neuzugänge nicht ausgeglichen werden. Doch Vorsicht ist geboten, gelangen der
Truppe doch auch schon Achtungserfolge, wie ein überraschender Auswärtserfolg
beim sonst so heimstarken TSV Peißenberg oder der 8:1-Erfolg über eben diesen
ESC Dorfen, gegen den der EVP beinahe verloren hätte.
Die "IceDogs" tun also gut daran, insbesondere die Dingolfinger Paradereihe um
Kapitän Markus Meier und Markus Simbeck nicht zu unterschätzen, die vor allem
enorm kampfstark agiert und vor allem bei Kontern stets gefährlich ist.
Doch EVP-Trainer Heinz Zerres ist sicher, dass sich seine Truppe heute wieder
ganz anders präsentiert: "Vielleicht war das Spiel gegen Dorfen ein Dämpfer zur
rechten Zeit. Vielleicht haben einige gemerkt, dass man etwas tun muss, wenn man
sich in der Bayernliga vorne behaupten will. Sich immer nur darauf zu verlassen,
dass es die Torjäger wie Schwindl oder Ponitz schon richten werden, reicht nicht
aus."
Zerres ist deswegen nicht unzufrieden mit seinen Schützlingen: "Wer hätte uns
vor Beginn der Saison einen solchen Tabellenplatz zugetraut?" Und er führt auch
ins Feld, dass die Trainingsbedingungen in Pegnitz schwierig sind: "Wir haben
eben kein Geld für Profis und deshalb muss ich damit leben, dass immer wieder
einmal jemand beruflich fehlt. Eigentlich sind wir nur beim Donnerstagstraining
komplett, aber da stehen uns nur 45 Minuten Eiszeit zur Verfügung, zu wenig für
großartige taktische Schulungen."
Auch die Zuschauer bittet er, von der Mannschaft nicht zu viel zu erwarten:
"Manche sind ja schon so in Euphorie verfallen, dass sie glauben, wir verlieren
unser nächstes Spiel in der DEL gegen die "Adler" aus Mannheim."
Erstmals zum Einsatz kommen soll heute der Nürnberger Peter Cerny, der künftig
den EVP-Sturm verstärkt.
Heute in Dingolfing erwartet er, dass jeder für den anderen arbeitet und kämpft.
Und er wird seinen Leuten wieder sagen, dass sie gewinnen können, wenn sie nur
wollen. Bis auf Marco Graf, der aus Studiengründen verhindert ist, kann der
Coach seine Bestbesetzung aufs Eis schicken.
EV Pegnitz - ESV Königsbrunn (Sonntag, 17.30 Uhr) - Mit bislang nur zwei Siegen
steht der nächste Heimspielgegner weit abgeschlagen auf dem drittletzten Rang.
Das Torverhältnis offenbart den Unterschied zum EVP: Königsbrunn hat nur etwa
halb so viele Tore geschossen, aber doppelt so viele kassiert.
Unverständlich ist nicht nur für Trainer Ibelherr, warum die Mannschaft so
unterschiedlich auftritt. Auswärts präsentieren sich die "Pinguine" zumindest
mit Willen und Einsatz, während zu Hause nichts davon zu sehen ist.
Kein Wunder, dass die Verantwortlichen ganz offen von der Notwendigkeit
personeller Veränderungen sprachen. Gut möglich, dass in Pegnitz das eine oder
andere neue Gesicht zu sehen ist. -isi-
3.12.2004 0:00 MEZ
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