Bericht der NN vom 13.12.2004:
EV Pegnitz auf zweitem Platz
Freude währte 48 Stunden - Nun vier Verfolger gleichauf
PEGNITZ — Mit einem 5:3-Sieg haben die Ice Dogs am Freitag Mitaufsteiger Erding
vor-übergehend vom zweiten Platz verdrängt, nachdem auch Geretsried in Sonthofen
überraschend verloren hatte. Gestern allerdings gab der EVP beim 3:3 in Dorfen
wie beim Hinspiel einen Zähler ab. Damit sind nun vier Verfolger von Landsberg
punktgleich.
Eishockey-Bayernliga
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ESC Dorfen — EV Pegnitz 3:3 (1:1/0:1/2:1) — Entwickelt sich der ESC Dorfen zum
Angstgegner der Ice Dogs? Vor zwei Wochen stand der EV Pegnitz schon einmal vor
dem Sprung auf Rang zwei. Doch damals kam die Truppe von Heinz Zerres im
Nachholspiel vor eigenem Publikum nicht über ein 2:2 hinaus. Jetzt rangierten
Schwindl, Ponitz & Co. nach dem grandiosen Sieg über den Mitaufsteiger TSV
Erding vom Freitag schon auf dem Platz an der Sonne hinter dem unangefochtenen
Tabellenführer EV Landsberg 2000. und wieder nahmen die Oberbayern den
Oberfranken einen Punkt ab.
Vom Anteil der EVP-Fans unter den rund 100 Zuschauern her gesehen hatte Pegnitz
gestern in der Dorfener Halle ein Heimspiel. Anders als zu Hause konnten die Ice
Dogs diesmal auch die Führung vorlegen, für die zur Abwechslung einmal Neuzugang
Schrödinger sorgte. Doch dann begannen schon wieder die Parallelen zum Hinspiel,
denn für den 1:1-Ausgleich kurz vor der ersten Pause sorgte erneut das Star-Duo
des ESCD, Patrice Dlugos und Hans Haider.Als im Mittelabschnitt „Torjäger vom
Dienst“ Markus Schwindl sein Team wiederum nach vorne schoss, schien für viele
der mitgereisten Fans die Vorentscheidung schon gefallen, zumal Dorfen chronisch
unter Personalmangel leidet. So hatte kürzlich die heimische Presse nach der
1:5-Niederlage beim EV Fürstenfeldbruck schon gefragt: „ESC, quo vadis?" Der
Hintergrund: Dorfens Trainer Jan Smolko, dessen Vertrag nur bis Ende Dezember
läuft, ist verständlicherweise nicht gewillt, mit dem zu kleinen Kader
weiterzuarbeiten, zumal sich auch noch Stürmer Markus Voigtmann in
Fürstenfeldbruck eine schwere Bein-Fraktur zugezogen hat.
Gestern allerdings schlug sich der ESC wacker. Als das Match im letzten Drittel
deutlich an Niveau und Tempo gewann, konnte der Tabellenneunte mit der
Überraschungstruppe EVP jederzeit mithalten. Mehr noch: Dorfen legte
zwischenzeitlich durch Zollner und erneut Dlugos sogar das 3:2 vor. So war
schließlich noch einmal Schwindl gefordert, mit dem 3:3-Ausgleich vier Minuten
vor Schluss wenigstens einen Punkt zu retten..
Insgesamt musste sich die Mannschaft auch gestern wieder den Vorwurf gefallen
lassen, hochkarätige Chancen nicht entschlossen genug genützt zu haben.
Die Torfolge: 0:1 (9.) Schrödinger/Häußinger, 1:1 (18.) Dlugos/Haider, 1:2 (24.)
Schwindl/Steffens/Ponitz, 2:2 (51,) Zollner/Haider, 3:2 (54.) Dlugos/Haider, 3:3
(57.) Schwindl/Steffens. Strafen:</CF> EVP und ESCD jeweils zwölf Minuten. -isi-
13.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Bericht der NN vom 11.12.2004:
Schwindl auch von Erding nicht
zu bremsen
Pegnitzer Torjäger legte Grundstock
für Erfolg über den Tabellenzweiten Erding -- Zerres tobte in der Pause
PEGNITZ — Markus Schwindl ist nicht zu bremsen: Gestern legte der Top-Torjäger
der Bayernliga auch den Grundstock zum Erfolg der Ice Dogs über den
Tabellenzweiten Erding.
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz — TSV Erding 5:3 (1:1/1:0/3:2) — Obwohl vier Sekunden vorher durch
eine sehenswerte Einzelaktion von Markus Schwindl das wichtige 2:1 gefallen war,
schäumte EVP-Trainer Heinz Zerres in der zweiten Drittelpause vor Wut. „Ich bin
stocksauer.“ Was ihn so aufregte, war eine Szene in der 26. Minute: Bei Überzahl
zauberten die Ice Dogs eine Traumkombination aufs Eis, der gestern erstmals
eingesetzte Neuzugang Petr Cerny bereitete hervorragend vor und Schrödinger
legte millimetergenau auf, doch Kutzer traf aus kurzer Distanz nicht ins Tor.
Zerres: „Dabei habe ich meinen Mannen vorher ausdrücklich ge-sagt, dass wir
heute mit Sicherheit nicht viele Chancen bekommen werden, die wenigen, die sich
eröffnen, aber konsequent nützen müssen. Was macht Kutzer? Statt in die lange
Ecke zu zielen, schießt er in die kurze. Ich verstehe das nicht.“
Wenigstens eines erkannte der Trainer-Fuchs neidlos an: „Schöner wie in dieser
Szene kann man eigentlich nicht mehr Eishockey spielen.“
Wer vor der Saison dieses Match zur Spitzenpartie erklärt hätte, wäre vermutlich
nicht ernst genommen worden. Mitaufsteiger Erding zählte zwar in Fachkreisen zum
erweiterten Favoritenkreis der Bayernliga, Pegnitz aber eher zu den Kandidaten
für das hintere Tabellendrittel. Dies hat sich längst grundlegend geändert. Die
Zerres-Schützlinge haben sich Respekt verschafft und so zeigten sie gestern auch
keinerlei Angst vor dem Zweiten. Dieser musste allerdings auf seinen
prominentesten Neuzugang, den österreichischen Nachwuchs-Nationalkeeper Stefan
Horneber verzichten, der sein Land bei der U20-Weltmeisterschaft vertreten darf.
Die Zuschauer sahen bei eisigen Temperaturen über weite Strecken einen offenen
Schlagabtausch, bei dem sich den Gästen in der 6. Minute die erste Großchance
eröffnete, EVP-Torwart Oliver Schmidt indes parierte glänzend. Als Jasny eine
Minute später auf die Strafbank musste, schwante den EVP-Anhängern Böses. Doch
es gab kurzzeitig sogar Anlass zum Jubel, als der Puck bei Pegnitzer Unterzahl
plötzlich im TSV-Netz zappelte. Aber der Treffer von Schwindl zählte nicht: Die
Schiedsrichter hatten vorher ein Foul gepfiffen.
Bei 5:3-Überzahl für die Ice Dogs in der 12. Minute schlug der Pegnitzer
Torjäger erneut zu, erzielte die Führung und hätte diese sogar noch ausbauen
können. Dieses Versäumnis sollte sich bald rächen. Als die erste Reihe in der
Defensive wieder einmal zu sorglos agierte, nutzte Erding einen seiner stets
gefährlichen Konter zum verdienten Ausgleich.
Im Mitteldrittel gewannen die Gastgeber immer mehr Spielanteile und konnten sich
mitunter regelrecht in der TSV-Verteidigungszone einnisten. Doch es sollte bis
vier Sekunden vor Schluss dauern, ehe wegen der mangelnden Chancenverwertung
endlich das erlösende 2:1 fiel. Jasny und Ponitz hatten es blitzsauber
vorbereitet und Schwindl bewies bei der Verwertung des Steilpasses allein gegen
den TSV-Keeper, warum er der erfolgreichste Torjäger der Bayernliga ist.
Im Schlussdrittel sorgte erneut Schwindl mit dem 3:1 für die Vorentscheidung.
Doch es sollte noch einmal eng werden.
Die Torfolge: 1:0 (12.) Schwindl/Kutzer/Bartos, 1:1 (16.) Mitternacht/Gerbl, 2:1
(40.) Schwindl/Ponitz/Jasny, 3:1 (47.) Schwindl/Jasny/Graf, 4:1 (52.) Steffens/Schwindl/Graf,
4:2 (55.) Peipe, 4:3 (56.) Poetzel, 5:3 (60.) Steffens/Schwindl/Bartos. -isi-
11.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Vorbericht der NN vom 10.12.2004:
Entscheiden isotonische
Getränke das Match?
Trainer Zerres schwört auf alkoholfreies Bier - Heute Schlagerspiel des
EV Pegnitz gegen Mitaufsteiger Erding

26 Tore hat er in dieser Saison
schon erzielt. Am liebsten würde Markus Schwindl (Bild) seinen Fans natürlich
auch heute wieder zujubeln. Foto: Irene Lenk
PEGNITZ - Ein absolutes
Schlagerspiel erwartet die Pegnitzer Eishockeyfans, wenn heute der Mitaufsteiger
und aktuelle Tabellenzweite Erding gastiert. Ob die "Ice Dogs" die Bierstädter
vom "Platz an der Sonne" hinter dem unangefochtenen Favoriten Landsberg
verdrängen können, wird sich zeigen. Am Sonntag in Dorfen allerdings sollten
zwei Punkte möglich sein.
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz - TSV Erding (Freitag, 20 Uhr) - Die isotonischen Getränke könnten
heute den Ausschlag darüber geben, wer als Sieger den Platz verläßt. Wie heißt
es so schön auf der "Erdinger"-Homepage in der Werbung für das alkoholfreie
Bier: "Wer Sport treibt, schwitzt. Wichtig ist, dem Körper die verlorene
Flüssigkeit zurückzugeben, um ihn fit und leistungsfähig zu halten. Dabei kommt
es nicht nur auf die richtige Menge an, sondern auch auf die richtige Wahl des
Getränkes: isotonische Getränke können schneller absorbiert werden und gleichen
Flüssigkeitsdefizite somit schneller aus. Die Versorgung mit den fehlenden von
insgesamt 45 Nährstoffen sollte deshalb jedem wichtig sein."
"Stimmt voll und ganz", schmunzelt EVP-Trainer Heinz Zerres: "In keinem Getränk
sind mehr Nährstoffe als im alkoholfreien Bier. Nur trinken wir sicher kein
Erdinger, sondern Kaiser. Das sind wir unserem Hauptsponsor schuldig." Man wird
sehen, welches Team heute die größeren Reserven hat.
Vom gesamten Umfeld her betrachtet, ist der TSV Erding sicher klar im Vorteil.
Der Verein betreibt mit die erfolgreichste Nachwuchsarbeit in ganz Deutschland
und beschäftigt unter anderem zwei hauptamtliche Jugendtrainer. Diese Arbeit
trägt Früchte, wie zuletzt erst Peißenberg neidlos anerkennen musste:
"Läuferisch, stocktechnisch und spielerisch können wir den Steer-Schützlingen
nicht annähernd das Wasser reichen. Erding ist uns einfach zwei bis drei Jahre
voraus", konstatierte nach der 1:6-Niederlage der Peißenberger Trainer und
Alt-Internationale Ignaz Berndaner.
Welches Potenzial im Team des TSV steckt, weiß der EVP noch aus den
Landesliga-Meisterschaftsspielen. Allerdings werden sich die "Ice Dogs" diesmal
ganz anders präsentieren als im Frühjahr. Damals wurden die sportlich wertlosen
Begegnungen, auf die beide Vereine am liebsten gänzlich verzichtet hätten, nach
dem geglückten Aufstieg eher in Partylaune absolviert.
Erding hat sich seither noch einmal verstärkt, unter anderem mit dem jungen
österreichischen U20-Nationaltorwart Stefan Horneber. Allerdings neigen die
Gäste auch zu Überheblichkeit, wie der mühsame 6:3-Sieg über den weit
abgeschlagenen Augsburger EV beweist. Doch selbst hier kann Trainer Franz Steer
auf laute Kabinenpredigten verzichten: "Wie sehr die Chemie innerhalb der jungen
Truppe stimmt, zeigt, dass schon jetzt 26 Spieler zum Saisonabschluss eine
gemeinsame Urlaubswoche in Mallorca gebucht haben. Auch im Spielt regelt das
Team auftretende Probleme meist selbst."
"Ich bin sehr zufrieden, denn mit dieser Truppe macht es Spaß, zu arbeiten",
sagt Steer, und der gleiche Satz kommt immer wieder auch über die Lippen von
EVP-Coach Zerres, insbesondere nach der Galavorstellung vom vergangenen Sonntag
gegen Dingolfing.
Pegnitz hofft, heute endlich den Neuzugang Peter Cerny einsetzen zu können,
nachdem der Pass gestern beim BEV eingetroffen ist. Er soll voraussichtlich
neben Glück und Walther stürmen, nachdem aus dieser Reihe Rembs mit einem
Bänderanriss in der Schulter mehrere Wochen ausfallen wird. Ansonsten steht
Zerres der komplette Kader zur Verfügung. Bei der Torhüterwahl wird wieder
rotiert, was bedeutet, dass heute Schmidt an der Reihe ist.
ESC Dorfen - EV Pegnitz (Sonntag, 17 Uhr) - Von der Papierform her sind die
Oberfranken in dieser Partie eindeutig favorisiert. Das muss allerdings nichts
bedeuten, wie das vergangene Wochenende zeigte, als Pegnitz in Dingolfing trotz
zweimaliger deutlicher Führung noch die Punkte abgeben musste. Der
Tabellenzwölfte darf also nicht auf die leichte Schulter genommen werden, auch
wenn er zuletzt vier Spiele sieglos beendete. Zuletzt ging die personell
dezimierte Dorfener Truppe gegen Fürstenfeldbruck regelrecht unter. -isi-
10.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG