Bericht der NN vom 20.12.2004:

„Ice Dogs“ trotz Führung besiegt
Schiedsrichter kamen gestern zu spät zum Spiel in Geretsried

PEGNITZ — Nicht nur unter freiem Himmel kann es Probleme geben, wie am Freitag beim Spielabbruch in Pegnitz, auch mit Halle gibt es Unwägbarkeiten. Weil gestern die Schiedsrichter zu spät kamen, begann das Match in Geretsried erst mit halbstündiger Verspätung. Schließlich musste auch der EVP die Heimstärke der bislang auf eigenem Eis unbezwungenen „River Rats“ anerkennen und sich mit 2:6 Toren geschlagen geben.

Eishockey-Bayernliga

TuS Geretsried — EV Pegnitz 6:2 (3:1/2:1/1:0) — Normalerweise müssen die Unparteiischen eine Stunde vor Anpfiff im Stadion sein. Die gestern für Geretsried eingeteilten Schiedsrichter kamen aber staubedingt so spät, dass das Match erst mit erheblicher Verzögerung beginnen konnte. Pegnitz zeigte sich davon zunächst unbeeindruckt und ging durch das 30. Saisontor von Markus Schwindl (4.) schnell in Führung, nachdem sich kurz vorher schon Skarupa eine gute Chance eröffnet hatte. Höchst unglücklich für den EVP-Keeper Jens Braun fiel der Ausgleich (6.): Als er die Scheibe an der Bande abfangen wollte, prallte diese so ungewöhnlich aus der Rundung vor den Pegnitzer Kasten, dass Stowasser nur mehr ins leere Tor einzuschieben brauchte.

Mit zunehmender Spieldauer bestimmten immer mehr die beiden Schiedsrichter das Geschehen. Die „Ice Dogs“, durch das erneute Fehlen von Marvanyi, Häußinger und Kutzer sowieso schon gehandicapt, mussten allein im ersten Drittel zwölf Minuten Strafzeit abbrummen, agierten so weitgehend in Unterzahl und lagen deshalb zur Pause auch mit 1:3 Toren zurück, obwohl Braun nach einer kurzen Schwächephase wieder zu absoluter Topform gefunden hatte. Schwindl hätte das Ergebnis knapper gestalten können, doch er vertändelte allein gegen den TuS-Torwart.

Als die Oberfranken mit 3:5-Unterzahl in das Mitteldrittel starten mussten, nutzte das der Tabellendritte knallhart aus und erhöhte per Doppelschlag binnen einer knappen Minute auf 5:1. Das war die Vorentscheidung in einem Match, das wegen der schwachen Schiedsrichterleistung immer zerfahrener wurde. Dabei war es keineswegs so, dass die „River Rats“ haushoch überlegen gewesen wären, die Mannschaft verstand es aber geschickt, Pegnitz gar nicht ins Spiel kommen zu lassen, ganz nach der Devise, die Trainer Rudi Sternkopf vorher ausgegeben hatte: „Für uns beginnt die Abwehrarbeit in dem Moment, wenn Pegnitz in Scheibenbesitz ist. Wir müssen Markus Schwindl und seine Anspielstationen ausschalten, dürfen aber vor lauter Konzentration nicht vergessen, selbst das Spiel zu machen“. Letzteres wäre ihnen fast passiert, doch der EVP war an diesem Tag zu schwach, um sich die in der Folge immer häufiger bietenden Chancen nutzen zu können. So gelang im Mitteldrittel lediglich Steffens

eine Ergebniskosmetik zum 5:2 kurz vor Ablauf einer Überzahlsituation.

Im Schlussabschnitt setzten sich die fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter fort und es gab jede Menge Strafzeiten, vor allem wieder gegen den EVP. Trotzdem gelang Geretsried nur mehr ein Treffer zum 6:2-Endstand.

Die Torfolge: 0:1 (4.) Schwindl/Ponitz/Steffens, 1:1 (6.) Stowasser, 2:1 (10.) Holtschik, 3:1 (18.) Opulskis, 4:1 (21.) Scheid, 5:1 (22.) Tchoudinov, 5:2 (33.) Steffens/Ponitz, 6:2 (59.) Dornbach. Strafen: Geretsried 28, EVP 26 plus zehn Minuten für Jasny wegen Bandenchecks. Zuschauer: 286. -isi-
 

20.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Bericht der NN vom 19.12.2004:

Verfolgerduell abgebrochen
Regen- und Schneestürme: Führung nach 29 Sekunden

PEGNITZ — Die Begegnung zwischen den Verfolgern EV Pegnitz und EHC Waldkraiburg hätte der Schlager des gestrigen Spieltags werden können. Doch dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Wegen dichten Schneetreibens brachen die Verantwortlichen das Match nach dem ersten Drittel ab.

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz — EHC Waldkraiburg abgebrochen (1:2/x:x/x:x) — „Die „Löwen“ aus Waldkraiburg sind für mich der wahre Tabellenzweite“, hatte EVP-Trainer Heinz Zerres vor dem Spiel behauptet, obwohl der EHC zu diesem Zeitpunkt nur auf dem siebten Platz rangierte. In der Tat: Rechnet man die vier Punkte dazu, die der Verband abgezogen hat, nachdem vergessen worden war, den Pass von Dale Crombeen rechtzeitig verlängern zu lassen, wäre Waldkraiburg schon jetzt der ernsthafteste Verfolger des unangefochtenen Spitzenreiters Landsberg.

Es herrschte also Spannung pur vor diesem Wochenende, betrug der Punkteabstand zwischen dem Zweiten Pegnitz und dem Siebten doch gerade einmal zwei Zähler. Vier Verfolger waren sogar punktgleich gelistet. Tolle Voraussetzungen also für ein weiteres Schlagerspiel nach dem überraschenden Erfolg gegen Erding vor einer Woche.

Doch dann machte das Wetter einen dicken Strich durch diese Rechnung. Zuerst goss es wie aus Kübeln, dann brach ein Schneesturm herein, der die Verantwortlichen dazu veranlasste, nach dem ersten Drittel eine halbstündige Pause einzulegen und dann abzubrechen.

Pegnitz hatte etliche Personalprobleme, nachdem Marvanyi zu einem Heimatbesuch in die Slowakei aufgebrochen ist, Häußinger aus Studiengründen und Kutzer wegen einer Fußentzündung fehlten. So musste wieder einmal Co-Trainer Mark Gerstner aushelfen.

Vor erstaunlich vielen Zuschauern — aus Waldkraiburg war ein kompletter Fanbus angereist — hatten die „Ice Dogs“ den besseren Start: Nach nur 29 Sekunden versenkte Markus Schwindl den Puck bereits im gegnerischen Gehäuse, noch ehe sich Crombeen, Zerwesz & Co. mit den widrigen äußeren Bedingungen abgefunden hatten. Doch die Freude der Gastgeber währte nur gut zwei Minuten: Als Jasny die erste Strafe für den EVP absitzen musste, schlug der Geheimfavorit zurück und erzielte in Überzahl den Ausgleich.

In der Folge häuften sich die Rangeleien. Weil die beiden Schiedsrichter Bauer und Wittmann vornehmlich Pegnitzer Akteure in die Kühlbox schickten, kamen die „Löwen“ immer mehr auf und gingen schließlich mit etwas Glück auch in Führung, die sie bis in die erste Pause retteten. Das Fazit war schnell gezogen: Waldkraiburg hatte zwei Chancen zu hundert Prozent verwertet, Pegnitz eine Vielzahl von Gelegenheiten vergeben. EVP-Trainer Heinz Zerres: „Bei diesem Wetter ist alles Zufall. Da ist kein ordentliches Eishockey möglich“.

Die Torfolge: 1:0 (1.) Schwindl/Ponitz, 1:1 (3.) Waldmann/Crombeen/Gschmeidler, 1:2 (9.) Sorsak. Strafen im ersten Drittel: EVP zehn, EHCW acht Minuten -isi-

18.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vorbericht der NN vom 17.12.2004:

„Löwen im Aufwind“
Waldkraiburg derzeit in Hochform — Marvanyi fehlt

PEGNITZ — Spektakuläres Eishockey dürfen die Fans des EVP heute Abend erwarten, wenn mit dem EHC Waldkraiburg der „wahre Zweite“ gastiert. Das Team mit dem Ex-Bayreuther Dale Crombeen ist zwar „nur“ Siebter, hat aber lediglich zwei Punkte Rückstand und würde ohne die Verbandsstrafe vor den „Ice Dogs“ rangieren. Am Sonntag gastiert Pegnitz beim Dritten.

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz — EHC Waldkraiburg (Freitag, 20 Uhr) — Als die „Ice Dogs“ im Hinspiel als Neuling mit einem 2:2-Unentschieden das Eis verließen, sorgte das bei den etablierten Bayernligisten für Aufsehen. Mittlerweile gilt der EVP als das Überraschungsteam der Liga. Die EHC-Löwen dagegen hatten bis zuletzt mit Problemen zu kämpfen. Zunächst erlitt Kapitän Rainer Zerwesz einen komplizierten Kieferbruch, dann spielte Neuzugang Cromeen ohne gültigen Pass. Die Folge war, dass der Verband Waldkraiburg vier Punkte aberkannte.

Jetzt aber scheinen die Gäste endlich voll auf Touren zu kommen. So zeigten sie vergangene Woche gegen Sonthofen und Pfaffenhofen spektakuläres Eishockey. Zerwesz feierte ein gelungenes Comeback und stellte deutlich unter Beweis, wie wichtig er für seine Mannschaft ist.

Pfaffenhofen erkannte die Kräfteverhältnisse neidlos an: „Wir bekamen klar die Grenzen aufgezeigt, Waldkraiburg war in allen Belangen überlegen. Das war läuferisch die mit Abstand beste Mannschaft, gegen die wir heuer gespielt haben. Wir hatten kaum die Möglichkeit, überhaupt die Scheibe anzunehmen. Mit ihrem zeitweise mit drei Mann praktizierten aggressiven Forechecking setzten uns die Löwen von Beginn an unter Druck. Waldkraiburg präsentierte sich als geschlossene Einheit, immer einen Schritt schneller als der Gegner und auch gedanklich flexibler. Verantwortlich dafür war vor allem die erste Sturmreihe, die mit Crombeen, Zerwesz und Waldmann eine Galaleistung bot und die Zuschauer immer wieder mit großartigen Kombinationen begeisterte.“

EVP-Trainer Heinz Zerres wusste gestern noch nicht, wie er diesem Top-Team entgegentreten soll, fehlten doch die Woche über immer wieder zahlreiche Leistungsträger. „Ich kann nur hoffen, dass zum Spiel alle bis auf Marvanyi, der seine Mutter in Slowenien besucht, kommen.“ Im Tor wird auf jeden Fall Jens Braun stehen, weil Olli Schmidt ebenfalls kaum trainieren konnte.

TuS Geretsried — EV Pegnitz (Sonntag, 18 Uhr) — Nicht leichter wird es für den EVP am Sonntag beim Dritten in Geretsried. Die Mannschaft um Juris Opulskis besiegte zuletzt mit sehr routiniertem und effektivem Eishockey den TSV Peißenberg mit 6:0 Toren. Die Folge: Die „Eishackler“ trennten sich vom Trainer, der Eishockey-Legende Ignaz Berndaner. -isi-

17.12.2004 0:00 MEZ
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