Bericht der NN vom 28.12.2004:
Verdacht auf Kieferbruch
Sonthofener erheben schwere Vorwürfe gegen EVP-Spieler
PEGNITZ - Auch gestern schlugen die Wogen wegen der umstrittenen
Disziplinarstrafen aus dem Eishockey-Bayernligaspiel zwischen dem EV Pegnitz und
dem ERC Sonthofen noch hoch.
Das Spiel war eigentlich nach dem 5:1-Vorsprung des EV Pegnitz schon
entschieden, als plötzlich im Schlussdrittel vor allem wegen einiger
unverständlicher Entscheidungen der beiden Unparteiischen Lajoie und Schleyer
noch einmal Härte aufkam. Kaum nachzuvollziehen ist in diesem Zusammenhang
allerdings die von Sonthofener Seite verbreitete Meinung, die Schiedsrichter
hätten die "Ice Dogs" klar bevorteilt.
Dieser Eindruck mag im Mitteldrittel entstanden sein, als gleichzeitig bis zu
vier ERC-Cracks die "Kühlbox" bevölkerten. In der Gesamtabrechnung jedoch muss
der EVP mehr büßen, sind doch mit Stefan Ponitz und Petr Cerny gleich zwei
wichtige Stürmer für das Spiel am nächsten Sonntag in Fürstenfeldbruck gesperrt.
Die Spieldauer-Disziplinarstrafe für Ponitz nach dessen Check weitab vom
aktuellen Spielgeschehen erschien dabei selbst den ERC-Betreuern zu hart: "Zwei
plus zwei Minuten hätten dafür genügt." Beim "Check gegen Kopf und Nacken" von
Cerny war dagegen möglicherweise - wenn auch unbeabsichtigt - der Schläger mit
im Spiel. Forster musste danach wegen Verdachts auf Kieferbruch im Krankenhaus
untersucht werden.
Ein Fanbus schon voll
Der Fanstammtisch des EVP fährt am Sonntag, 2. Januar, zum
Bayernliga-Auswärtsspiel der "Ice Dogs" nach Fürstenfeldbruck. Ein Fanbus ist
schon voll, bei genügend weiteren Anmeldungen wird ein zweiter eingesetzt.
Abfahrt ist um 13 Uhr am Eisstadion. Der Fahrtpreis beträgt für Erwachsene zwölf
Euro. Jugendliche und Familien zahlen einen Sondertarif. Anmeldungen bitte
umgehend unter den Rufnummern (01 71) 4 16 63 20 oder (0 92 41) 91 98 59.
28.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Bericht der NN vom 27.12.2004:
Olli Schmidt raubte ERC den
Nerv
Keeper sicherte 6:2-Sieg des EVP — Ponitz und Cerny gegen
Fürstenfeldbruck gesperrt

Hätten die „Ice Dogs“ ihre Chancen besser
genutzt, hätte der Sieg über den ERC Sonthofen noch deutlicher ausfallen können.
Auch diesmal war Markus Schwindl (Bild Mitte) wieder mit zwei Treffern am
EVP-Sieg beteiligt. Foto: Irene Lenk
PEGNITZ — Zwei Punkte hatte sich EVP-Trainer Heinz Zerres zu Weihnachten aus
diesem Match gewünscht, um mehr Abstand nach unten zu gewinnen. Das Geschenk hat
er bekommen, doch übertriebene Freude ist bei ihm nach dem Schlusspfiff nicht
aufgekommen. Der Grund: Mit Ponitz und Cerny sind gleich zwei wichtige Stürmer
für das nächste Match gesperrt.
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz — ERC Sonthofen 6:2 (2:1/3:0/1:1) — Warum eskalieren in dieser Saison
ausgerechnet die Spiele zwischen dem EVP und Sonthofen? Im Hinspiel hagelte es
schon Strafen in Hülle und Fülle, samt einer Spieldauersperre für Steffens und
auch gestern waren die Strafbänke so überfüllt, dass Zeitnehmer Emil Mönch die
Anzeigetafel illuminieren konnte wie einen prächtig geschmückten Weihnachtsbaum.
Kein Wunder, dass „Zorro“ Zerres nachher stocksauer war über die Leistung der
Unparteiischen Lajoie und Schleyer, die mit erneuten Spieldauerstrafen dafür
sorgten, dass die „Ice Dogs“ im nächsten Match gegen den EV Fürstenfeldbruck
ohne Ponitz und Cerny antreten müssen.
Dabei begann die Begegnung vor rund 700 Zuschauern eigentlich ganz friedlich.
Zwar schickten die Schiedsrichter schon frühzeitig abwechselnd Cracks beider
Teams in die Kühlbox, doch große Aufregung gab es deswegen nicht. In der 13.
Minute konnte Pegnitz endlich eine Überzahlsituation nützen: Petr Cerny erzielte
mit dem 1:0 nicht nur sein erstes Tor für den EVP, er bereitete sich damit
vielmehr selbst das schönste Geschenk zu seinem 28. Geburtstag. In der Folge
brannten die „Ice Dogs“ ein regelrechtes Eishockey-Feuerwerk vor dem ERC-Kasten
ab, so dass die Gäste auf der Bank nur so staunten: „Die machen ja mit uns, was
sie wollen.“ Schwindl erhöhte wiederum kurz vor Ablauf einer Überzahlsituation
auf 2:0, ehe dieselbe erste Reihe den Sonthofenern durch Nachlässigkeiten in der
Abwehr den Anschlusstreffer erlaubte.
Im Mitteldrittel schien der Faden beim EVP zunächst gerissen. Es fehlte die
Linie, niemand im Team wollte mehr Verantwortung übernehmen. Jetzt schon musste
Olli Schmidt im EVP-Tor immer wieder Kopf und Kragen riskieren, um den ERC nicht
aufkommen zu lassen. Erneut Schwindl war es, der mit seinem 3:1 nach einem
Fehlpass der Gästeabwehr wieder Ruhe in die eigenen Reihen brachte.
Jetzt liefen die Schiedsrichter das erste Mal zu „Höchstform“ auf und schickten
teilweise bis zu vier ERC-Cracks gleichzeitig auf die Strafbank, so dass dort
mitunter die Übersicht verloren ging. Kutzer und Steffens nutzten die
5:3-Überzahl mit ihren Toren zum 5:1 für die Vorentscheidung, wobei die Treffer
von Verteidiger Vlastimil Bartos jeweils blendend vorbereitet wurden.
Das war zu viel für die Sonthofener Fans, die immerhin 350 Kilometer angereist
waren: Sie verließen vorzeitig das Stadion. Wer wie sie dachte, das wäre schon
alles gewesen, sah sich getäuscht. Im Schlussdrittel ließen die „Zebras“ erneut
die Pfeife glühen, diesmal allerdings mehr zu Ungunsten der Pegnitzer, die sich
angesichts des sicheren Vorsprungs unverständlicherweise von den robust
einsteigenden Gästen provozieren ließen. Erst kassierte Walther zwei plus zehn
Minuten, nur zwei Minuten später erhielt Ponitz nach einem Check eine
Spieldauerstrafe. Das gleiche Schicksal ereilte kurz vor Schluss auch noch das
Geburtstagskind Cerny. Doch Sonthofen konnte daraus kein Kapital schlagen, zum
einen, weil Schmidt im EVP-Tor über sich hinauswuchs, zum andern, weil sich der
ERC disziplinlos seinerseits weitere Strafen einhandelte. So gelang lediglich
noch das 6:2.
Die Torfolge: 1:0 (13.) Cerny/Steffens/Häußinger, 2:0 (17.) Schwindl/Graf/Ponitz,
2:1 (19.) Tarrach/Texeira, 3:1 (31.) Schwindl/Steffens/Ponitz, 4:1 (38.) Kutzer/Häußinger/Bartos,
5:1 (39.) Steffens/Ponitz/Bartos, 6:1 (46.) Cerny/Bartos, 6:2 (58.)
Weißenborn/Forster.
Strafen: EVP 28 Minuten plus zehn Minuten für Walther sowie Spieldauersperren
für Ponitz und Cerny, ERCS 24 Minuten plus zehn Minuten für Stöhr. -isi-
27.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Vorbericht der NN vom 24.12.2004:
EVP will Revanche gegen
Sonthofen
Team ist bis auf Marvanyi komplett — Schwindl laboriert an
Magenverstimmung

Nicht unterkriegen lassen wollen sich die „Ice
Dogs“ am Sonntag im Spiel gegen Sonthofen. Vielmehr will sich die Mannschaft für
die 3:5-Hinspielniederlage revanchieren. Foto: Lenk
PEGNITZ — Mit einer konzentrierten Leistung will sich der EV Pegnitz am zweiten Weihnachtsfeiertag selbst bescheren und so den Verbleib im oberen Tabellendrittel sichern. Gegen den ERC Sonthofen wird dies allerdings nicht leicht, denn die Gäste brauchen selbst jeden Punkt, um sich für die Play-off-Spiele zu qualifizieren.
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz — ERC Sonthofen (Sonntag, 17.30 Uhr) — Die „Ice Dogs“ wollen sich vor eigenem Anhang für die eher bescheidene Leistung im Hinspiel rehabilitieren. Damals war Sonthofen in allen Belangen überlegen. Im Gegensatz zu Schwindl und Ponitz, die sich damals kaum Chancen erarbeiten konnten, waren vor allem der ERC-Goalgetter Teixeira sowie seine Nebenleute Sing und Cebulla kaum zu bremsen. Hätte nicht Oliver Schmidt im EVP-Kasten immer wieder tolle Paraden gezeigt, hätte Pegnitz noch weit höher verlieren können als 3:5.
Auch wenn der EVP am vergangenen Wochenende erstmals völlig leer ausgegangen ist, lassen sich die Gäste davon nicht blenden. ERC-Coach Robert Köcheler: „Wie schon beim Heimspiel kann man gegen die spielstarken Pegnitzer nur bestehen, wenn die eigene Abwehr diszipliniert und sicher steht und man kämpferisch voll dagegen hält. Wenn meine Stürmer ihre vorhandenen Chancen wieder besser verwerten, kann in Pegnitz der eine oder andere Punkt drin sein.“
Freilich muss Sonthofen am Sonntag ohne Kapitän Klaus Erbersdobler und Stürmer Jens Unglert antreten, hofft aber, eine kleine Weihnachtsüberraschung zu schaffen, um etwas ruhiger in die ersten Spiele des neuen Jahres gehen zu können.
Der EVP kann bis auf Marvanyi, der
auf Heimaturlaub in der Slowakei weilt, personell aus dem Vollen schöpfen. Bis
zum Sonntag sollte auch die leichte Magenverstimmung von Markus Schwindl behoben
sein. Jedenfalls will Coach Heinz Zerres seine Mannen am ersten Feiertag zum
Training laden: „Wir müssen die Weihnachtsgans herauslaufen, damit wir mithalten
können. Schließlich spielt Sonthofen unglaublich schnell.“ -isi-
24.12.2004 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG