Bericht der NN vom 10.01.2005:

„Bodenlose Frechheit“
EVP war völlig von der Rolle: 3:15 in Burgkirchen verloren

PEGNITZ — Licht und Schatten zeigte der EVP an diesem Wochenende: Dem mit 13:0 Toren gegen den Augsburger EV bisher höchsten Sieg der Bayernliga-Saison ließen die „Ice Dogs“ gestern die höchste Niederlage folgen. Die Verantwortlichen waren nach dem 3:15-Debakel in Burgkirchen stocksauer: „Wir können uns nur bei den Fans entschuldigen.“

Eishockey-Bayernliga

SVG Burgkirchen — EV Pegnitz 15:3 (6:2/5:0/2:1) —Nicht nur die Fans schäumten nach der völlig unverständlichen Niederlage vor Wut. Spartenleiter Richard Hagen war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Seit ich beim EVP Verantwortung trage, habe ich eine derart desolate Vorstellung noch nicht erlebt. Das war eine absolute Frechheit.“

Auch Trainer Heinz Zerres war am NN-Telefon platt: „Zu einer solchen Leistung fällt mir nichts mehr ein. Die Verteidiger standen neben den Schlittschuhen und die Stürmer waren völlig von der Rolle. Man kann zwei Punkte verlieren, aber die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam, kann man nicht hinnehmen. Ich bin maßlos enttäuscht, vor allem, weil wir uns fest vorgenommen hatten, unnötige Strafzeiten zu vermeiden. Und dann kassieren wir insgesamt 52 Minuten.“

Anfangs haderten die Fans noch mit den Schiedsrichtern, weil sie in den ersten vier Minuten vier „Ice Dogs“ auf die Strafbank geschickt haben. Auch wenig später, als sie einen glasklaren Treffer des EVP zum 2:2 nicht anerkannten, mussten sie sich noch einmal Pfiffe gefallen lassen. Doch in der Folge stellte sich schnell heraus, dass die Unparteiischen nicht schuld waren am Pegnitzer Debakel. Nur einmal fehlte ihnen der Überblick: Das erste Drittel wurde schon nach 19 Minuten beendet, um in der Pause in aller Ruhe den Spielberichtsbogen durchzuarbeiten. Kein Wunder: Zu dem Zeitpunkt saßen sieben Akteure auf der Strafbank.

In den nächsten Tagen wird Ursachenforschung ganz oben stehen beim EVP. Fest steht nur eins: Mit dem am Wochenende verkündeten Rückzug von Richard Hagen hat die ganze Sache nichts zu tun, weil die Mannschaft schon länger darüber informiert war.

Die Torfolge: 1:0 (3.) MacDonald, 2:0 (4.) Brosch, 2:1 (8.) Ponitz, 3:1 (10.) Brosch, 4:1 (12.) Mac Donald, 5:1 (13.) S. Piskunov, 5:2 (17.) Schwindl/Ponitz, 6:2 (20.) S. Piskunov, 7:2 (23.) Habereder, 8:2 (26.) Habereder, 9:2 (35.) Mac Donald, 10:2 (39.) Eberl, 11:2 (39.) Brosch, 12:2 (44.) A. Piskunov, 13:2 (47.) Maveenko, 14:2 (51.) Habereder, 15:2 (52.) Mac Donald, 15:3 (56.) Bartos. Strafen: SVGB 22 plus zehn Minuten für Glück, EVP 32 plus je zehn Minuten für Schwindl und Herrmann wegen Reklamierens.

EV Pegnitz — Augsburger EV 13:0 (6:0/5:0/2:0) — Bis Ende des zweiten Drittels hatten die „Ice Dogs“ am Freitag gegen die Augsburger Rumpftruppe mit einem 11:0-Vorsprung schon alles klar gemacht — die NN berichteten ausführlich. Nach der langen, durch einen Defekt an der Eisbereitungsmaschine bedingten Pause, war deshalb im Schlussabschnitt die Luft aus dem Match. Pegnitz erzielte nur mehr zwei Treffer durch Glück und Cerny. -isi-
 

10.1.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Bericht der NN vom 08.01.2005:

Schwindl mit 100. Tor

EV Pegnitz feierte 13:0-Kantersieg über den Augsburger EV

PEGNITZ — Mit einem 13:0-Kantersieg über den Vorletzten Augsburger EV haben die „Ice Dogs“ gestern nicht nur die erhofften zwei Zähler eingefahren, sondern vielmehr im Torverhältnis gegenüber dem punktgleichen Rivalen EHC Waldkraiburg wichtigen Boden gut gemacht. Markus Schwindl blieb es vorbehalten, den 100. Saisontreffer zu erzielen.

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz - Augsburger EV 13:0 (6:0/5:0/2:0) - Das Spiel begann mit einer Gedenkminute für den in dieser Woche im Alter von 72 Jahren verstorbenen Martin Libor, der sich nicht nur als ehemaliger Betreuer, sondern an der Seite seiner Frau Bärbel zudem als „Mädchen für alles“ große Verdienste um den EVP erworben hat. Er war am Mittwoch im Beisein einer großen Trauergemeinde von Mitgliedern der ersten Mannschaft zu Grabe getragen worden.

Nachdem die „Jungpanther“ aus Augsburg nur mit einer Rumpftruppe von gerade einmal zwei kompletten Reihen angereist waren, nutzten die „Icedogs“ die Gelegenheit, etwas fürs Torverhältnis zu tun. Nach nur 129 Sekunden erzielte Torsten Glück den ersten Treffer, ehe der „Torjäger vom Dienst“, Markus Schwindl bis zur 7. Minute auf 3:0 erhöhte. Vor allem der 100. Saisontreffer des EVP war sehenswert, hatte der „Goalgetter“ doch vorher die AEV-Abwehr samt dem Keeper regelrecht ausgetanzt.

Auch in der Folge gaben die Augsburger allenfalls einen besseren Trainingspartner für die Oberfranken ab. Chancen eröffneten sich den Gästen eigentlich nur, wenn die Pegnitzer Abwehr zu weit aufrückte oder zu nachlässig agierte. Obwohl sich der Vorletzte, ansonsten unangefochten „Strafbankkönig“ der Liga, mühte, fair zu spielen, um sich nicht unnötig weiter zu schwächen, konnte die Mannschaft selbst in Überzahl den tadellos haltenden EVP-Keeper Jens Braun kaum in Verlegenheit bringen. Im Gegenteil: Pegnitz gelangen sogar Treffer in Unterzahl.

Pegnitz nutzte die „Trainingseinheit“, um Neuzugang Andreas Herrmann in das Mannschaftsgefüge zu integrieren und dieser „bedankte“ sich prompt mit den ersten Toren für seinen neuen Verein. Überraschend erfolgreich spielte gestern zudem Petr Cerny. Schon nach dem 6:0 ende des ersten Drittels und dem 11:0 nach dem zweiten Abschnitt resignierte der Gast.

Im Schlussdrittel litten die Aktionen auf dem ohnehin stumpfen Eis zusätzlich, nachdem die Spielfläche wegen eines Defekts am Zamboni nicht wie gewohnt neu aufbereitet werden konnte. Nach einer überlangen Pause gelangen den "Ice Dogs" schließlich nur noch zwei Treffer zu einem auch in der Höhe verdienten Sieg, der vorübergehend wieder den fünften Tabellenrang bescherte.

Die Torfolge: 1:0 (3.) Glück/Schrödinger, 2:0 (6.) Schwindl/Herrmann, 3:0 (7.) Schwindl/Schrödinger, Braun, 4:0 (11.) Jasny/Schwindl/Graf, 5:0 (12.) Cerny/Graf, 6:0 (17.) Cerny/Steffens, 7:0 (23.) Herrmann/Kutzer, 8:0 (25.) Glück/Cerny, 9:0 (30.) Steffens/Schwindl/Ponitz, 10:0 (33.) Herrmann/Schrödinger/Cerny, 11:0 (38.) Kutzer/Bartos, 12:0 52.) Glück/Cerny/Hausner, 13:0 (58.) Cerny/Hausner. Strafen: EVP 16, AEV 14 Minuten.
-isi-
 

8.1.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

 

Vorbericht der NN vom 06.01.2005:

EVP will vier Punkte
AEV zu Gast — Miriam Weber betreut Cracks

PEGNITZ — Vier Punkte wünscht sich EVP-Trainer Heinz Zerres an diesem Wochenende. Gegen den Vorletzten Augsburg ist am Freitag ein Heimsieg beinahe Pflicht, am Sonntag beim Tabellennachbarn Burgkirchen allerdings hängen die Trauben deutlich höher.

Eishockey-Bayernliga

EV Pegnitz — Augsburger EV (Freitag, 20 Uhr) — Erst drei Siege hat der AEV auf dem Konto, und doch ist das Team unberechenbar, weil Trainer Juri Buzas theoretisch auf bis zu 40 Cracks zurückgreifen und seinen Kader aus dem Juniorenbereich des DEL-Clubs beinahe beliebig auffüllen kann.

Bei den „Ice Dogs“ gibt zwar Neuzugang Andreas Herrmann seine Heimpremiere, eine personelle Verstärkung bedeutet er indes nicht, weil Philipp Häußinger dafür nicht mehr zur Verfügung steht. Der Ex-Ratinger Centerspieler bekommt Kutzer und Skarupa an die Seite gestellt, während Cerny, Glück und Walther in der anderen Formation zusammenspielen. Der erste Sturm mit Schwindl, Ponitz und Steffens bleibt unangetastet, ist er doch für die meisten Pegnitzer Tore verantwortlich. Übrigens kann der EVP am Freitag aller Voraussicht nach sein 100. Saisontor feiern.

Bei Pegnitz steht zwar Marvanyi nach dessen Heimaturlaub wieder zur Verfügung, dafür weilt aber Keeper Olli Schmidt in den USA, und Fitzek fehlt wegen eines Urlaubs. Wichtig für eine Wiederholung des Hinspielerfolgs wird sein, dass der EVP sein Spiel macht und sich nicht von den Augsburger Strafbankkönigen provozieren lässt. Insgesamt haben die AEV-Cracks in dieser Saison schon über zehn Stunden in der Kühlbox verbracht, pro Spiel agiert die Mannschaft über eine halbe Stunde in Unterzahl.

SVG Burgkirchen — EV Pegnitz (Sonntag, 17.15 Uhr) — Im Hinspiel haben die „Ice Dogs“ einen 11:2 Kantersieg gelandet. Doch davon dürfen sich Schwindl, Ponitz & Co. nicht täuschen lassen, gilt doch Burgkirchen als relativ heimstark. Zuletzt allerdings mussten vier Niederlagen quittiert werden, die jedoch gegen Spitzenteams durchwegs äußerst knapp ausgefallen sind.

Wenn Zerres trotzdem zuversichtlich ist, dann nicht zuletzt wegen der neuerdings besseren medizinischen Betreuung. So werden die Cracks seit kurzem von der Physiotherapeutin Miriam Weber betreut, die nicht nur die Woche über, sondern auch bei Blessuren während der Spiele Hand anlegt. -isi-
 

6.1.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG