Bericht der NN vom 31.01.2005:
Schiedsrichter „ein Skandal“
EV Pegnitz verlor nach 5:4-Führung noch mit 5:6
PEGNITZ — Das war knapp: Trotz einer guten kämpferischen Leistung hat der EV
Pegnitz gestern beim Mitaufsteiger TSV Peißenberg eine erneute Niederlage
quittieren müssen. Obwohl die „Ice Dogs“ drei Minuten vor Schluss noch mit 5:4
Toren führten, mussten sie sich nach einem Doppelschlag der „Eishackler“ doch
noch geschlagen geben.
Eishockey-Bayernliga
TSV Peißenberg — EV Pegnitz 6:5 (2:2/1:1/3:2) — EVP-Spartenleiter Richard Hagen
war nach dem Schlusspfiff kaum zu beruhigen: „Ich weiß nicht, warum sich ganz
Deutschland über den Schiedsrichterskandal beim Fußball aufregt. Viel schlimmer
ist, wie in der Eishockey-Bayernliga ganz offensichtlich Spiele manipuliert
werden.“ Und die Fans aus beiden Lagern, die seit langem beste Freundschaft
pflegen, gaben ihm Recht: „Schiedsrichter Kaes hat heute seinem Namen alle Ehre
ge-macht.“ Die TSV-Anhänger wissen ein Lied davon zu singen, hat der erfahrene
DEL-Linienrichter ihnen doch auch schon manches Spiel zerpfiffen.
Allein die Zahlen sprechen für sich: Der EVP, eine der fairsten Mannschaften der
Liga, kassierte 40 Strafminuten, Peißenberg kam mit zwölf davon. Was Hagen so
aufregte: „Immer wenn sich Pegnitz Vorteile erarbeitete, wurden die
Leistungsträger wie Schwindl oder Ponitz aus dem Spiel genommen. Das war echt
frustierend.“
Dabei haben sich die „Ice Dogs“, die erneut nur mit einem Rumpfteam antreten
konnten, sportlich sehr wacker geschlagen. Ohne Andreas Herrmann (krank),
Vlastimil Bartos und Mark Gerstner (beide verhindert) steckte die Truppe von
Trainer Heinz Zerres den schnellen Rückstand gut weg. Nach dem Ausgleich durch
Skarupa brachte Schwindl den EVP in Unterzahl sogar erstmals in Führung, ehe dem
TSV kurz vor der Pause das 2:2 gelang.
Auch in den restlichen beiden Dritteln wogte die Begegnung vor rund 150
Zuschauern hin und her. Im Mittelabschnitt legten die Oberfranken durch Glück
erneut vor, die Oberbayern glichen wiederum aus, nach dem letzten Seitenwechsel
sorgte zunächst Kutzer für Jubel im Pegnitzer Lager, ehe Peißenberg egalisierte.
Als Steffens (52.) wiederum in Unterzahl die inzwischen schon vierte Führung für
die „Ice Dogs“ markierte, schien der Widerstand des TSV gebrochen. Doch ein
Doppelschlag der Gastgeber in den letzten drei Minuten machte beim EVP alle
Hoffnungen auf den für das vorzeitige Erreichen der Play-Off-Runde nötigen Sieg
zunichte. Die Fans waren nachher einig: „Der Mannschaft ist kein Vorwurf zu
machen, sie hat bis an den Rand der Erschöpfung gekämpft, allen voran Keeper
Schmidt sowie Ponitz, Cerny und Skarupa.“
Die Torfolge: 1:0 (8.) Weckerle, 1:1 (12.) Skarupa/Cerny/Glück, 1:2 (14.)
Schwindl/Ponitz, 2:2 (20.) Roth, 2:3 (29.) Glück/Kutzer/Cerny, 3:3 (36.) Stürzl,
3:4 (42.) Kutzer/Glück/Cerny, 4:4 (44.) Stürzl, 4:5 (52.) Steffens/Ponitz, 5:5
(57.) Wittlinger, 6:5 (58.) Ratberger. Strafen: Peißenberg zwölf, EVP 30 plus
zehn für Jasny wegen Checks von hinten). -isi-
31.1.2005 0:00 MEZ
QUELLE: NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN PEGNITZ
Bericht der NN vom 29.01.2005:
"Torgeilheit fehlte"
EV Pegnitz agierte gegen den EC Pfaffenhofen zu harmlos
PEGNITZ — Die „Icehogs“ aus Pfaffenhofen ließen sich gestern auch von den „Ice
Dogs“ aus Pegnitz auf ihrem Weg in Richtung Platz zwei nicht stoppen. EVP-Coach
Heinz Zerres hatte nachher eine knappe aber klare Begründung für die Niederlage
seiner Truppe: „Uns fehlte heute die Torgeilheit.“
Eishockey-Bayernliga
EV Pegnitz — EC Pfaffenhofen 0:4 (0:1/0:1/0:2) — Wider Erwarten konnten die
Gastgeber doch immerhin 14 Feldspieler aufbieten, nachdem aus dem aktuellen
Kader nur der gesperrte Rembs und der verletzte Walther fehlten, sich dafür aber
Co-Trainer Mark Gerstner wieder zur Verfügung gestellt hatte. Schwerer wog
sicher, dass bei den Gästen Seath Gray gesperrt war.
Die rund 400 Zuschauer konnten sich bei leichtem Schneefall an einerschnellen
und technisch guten Begegnung erfreuen, in der Pegnitz sogar mehr Spielanteile
hatte. Trotzdem wirkte die Mannschaft matt. Vielleicht steckte den Cracks der
Kraftakt von Erding noch in den Knochen oder die grippalen Infekte waren noch
nicht auskuriert. So sehr Ponitz, Schwindl & Co. auch das Tor der
Pfaffenhofener belagerten, sie brachten die Scheibe einfach nicht unter, nicht
zuletzt wegen eines erneut souverän haltenden Florian Lachauer.
Wenn Pfaffenhofen in dieser Phase überhaupt Schwächen zeigte, dann beim
Wechseln. So verirrte sich Heideck gar wie ein „Überläufer“ auf der
EVP-Bank. Während sich Pegnitz darüber noch lustig machte, legte der Gast nach
einer feinen Kombination die Führung vor.
Der EVP agierte in der Folge mehr als fünf Minuten in Überzahl, nachdem sich
der ECP unter anderem sogar eine Bankstrafe wegen sechs Spielern auf dem Eis
eingehandelt hatte. Doch das Powerplay wirkte selbst mit zwei Akteuren mehr zu
statisch, es fehlte ganz einfach der nötige Druck. Was dann noch durchkam, war
eine sichere Beute von Lachauer. Drei Sekunden vor der Sirene jubelten die Fans
zwar, doch der Treffer von Schrödinger auf Pass von Schwindl wurde wegen eines
Handpasses nicht anerkannt.
Im Mitteldrittel erhöhte der Gäste nach elf Sekunden in Unterzahl auf 0:2.
Schwindl vergab die bis dahin größte Chance in der 35. Minute, als er bei einem
Sololauf nicht am ECP-Keeper vorbeikam.
Im Schlussabschnitt bedeutete das 0:3, nach nur einer Minute Spielzeit durch
den eben von der Strafbank gekommenen Pavel Hanke erzielt, schon die
Vorentscheidung. Pegnitz hatte nichts mehr zuzusetzen, ECP-Keeper Lachauer
blieb erneut unbezwungen.
Die Torfolge: 0:1 (Thommes/Spindler/Löwenberger,
0:2 (21.) Vokaty/Scott,
0:3 (42.) Hanke, 0:4 (59.) Huber. Strafzeiten: EVP 20, ECP 26 Minuten.
-isi-
29.1.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG
Vorbericht der NN vom 28.01.2005:
Sieg bedeutet halbe Miete für
die Finalrunde
EV Pegnitz empfängt heute mit dem Tabellendritten Pfaffenhofen
„Mannschaft der Stunde“ — Viele Ausfälle

Trainer Heinz Zerres hat den Aufsteiger EV
Pegnitz zur Überraschungsmannschaft der Eishockey-Bayernliga geformt. Ziel ist
die Teilnahme an der Play-off-Runde. F.: Edgar Progner
PEGNITZ — Das hat es bislang noch nicht gegeben: Nicht weniger als 7000 Besucher haben diese Woche die allein zum Spiel zwischen dem EVP und dem EV Landsberg im Bayernliga-Internetforum veröffentlichten 350 Stellungnahmen gelesen, und sogar Rechtsanwälte wurden bemüht. Genug. Am Wochenende wird wieder Eishockey gespielt.
Bayernliga
EV Pegnitz — EC Pfaffenhofen (Freitag, 20 Uhr) — Wer glaubt, dass es diesmal leichter wird als gegen den EV Landsberg und Erding, täuscht sich. Die „IceHogs“ aus Pfaffenhofen haben zuletzt den als heißen Anwärter auf Platz zwei eingestuften EHC Waldkraiburg mit 4:0 Toren geschlagen. Damit hat der Tabellendritte seinen Platz bei den Play-offs im Gegensatz zum EVP schon sicher. Der heutige Gast will aber noch mehr, hat er doch nunmehr beste Chancen, sogar einen Platz unter den besten vier Mannschaften der Liga einzunehmen, was für die Finalrunde mehr Heimspiele verspricht. Aufwind bekam der ECP zudem durch zwei Punkte am „grünen Tisch“ aus der Partie gegen Dorfen, die der SC abgebrochen hatte, weil angeblich kein gesunder Torwart mehr zur Verfügung stand.
Gegen Waldkraiburg ragten aus einer homogenen EC-Mannschaft vor allem Carsten Gräber als ruhender Pol in der Abwehr, Neuzugang Pavel Hanke als Spielmacher und der dreifache Torschütze Philipp Spindler heraus. Einer aber übertraf alle: Keeper Florian Lachauer bot eine überragende Vorstellung und schaffte so seinen ersten Shut-Out für die „IceHogs.“ Dabei musste er vor dem Match erst einmal genäht werden, nachdem ihn „Eislöwe“ Vitus Mitterfellner nach dem Warmlaufen über den Haufen gefahren hatte.
Weniger rühmlich verlief der Auftritt von Seth Gray: Nach knapp 15 Spielminuten war für ihn die Partie schon beendet, als er sich mehrfach lautstark über Strafen beschwerte und dafür mit einer Spieldauersperre belegt wurde. Er wird also heute in Pegnitz zuschauen müssen. Dimitri Kurnosow dürfte für ihn wieder in die erste Reihe rücken.
Trotz mehrerer weiterer Ausfälle spielte der EC gegen Waldkraiburg wie aus einem Guss und ließ die Angreifer der Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Kein Wunder, stehen doch so bekannte Cracks wie Spielmacher Brad Scott oder David Vokaty in den Reihen der „IceHogs“. Sie konnten ihre Chancen zwar lange nicht verwerten, sorgten dann aber wieder einmal per Doppelschlag für die Entscheidung.
EVP-Trainer Heinz Zerres stuft Pfaffenhofen als „Mannschaft der Stunde“ ein: „Das Spiel wird wahrscheinlich noch schwerer als das gegen den Spitzenreiter Landsberg, weil der ECP auf eine möglichst gute Platzierung für die Play-off-Runde aus ist.“ Trotzdem hofft er auf einen Sieg, würde das doch für den EVP ebenfalls nahezu sicher die Teilnahme an der Finalrunde bedeuten.
Welche Mannschaft heute aufläuft, entscheidet sich aber erst kurzfristig, weil auch in dieser Woche wieder zahlreiche krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen waren. Zerres: „Ich hoffe, dass wir wenigstens zehn Leute zusammenbekommen.“
TSV Peißenberg — EV Pegnitz
(Sonntag, 17 Uhr) — Von der Papierform etwas leichter erscheint die Partie des
EVP bei den „Eishacklern“, die zuletzt beim mageren 2:2-Unentschieden gegen
Augsburg einen wenn auch knappen Vorsprung wiederum in der Schlussphase
verspielten. Einen Spieltag vorher hatte Peißenberg daheim gegen Waldkraiburg
mit 2:6 Toren das Nachsehen. -isi-
28.1.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG