Bericht der NN vom 14.02.2005:

Hammerhart: EVP trifft in Play-off-Runde auf Landsberg
Dezimierter Tabellenführer erlaubte sich am Freitag gegen Dorfen die erste Saisonniederlage — EVP-Sieg in Königsbrunn
  
PEGNITZ — Härter hätte es für den EVP nicht kommen können: Die „Ice Dogs“ schlossen die Vorrunde als Achter ab und treffen damit in der Play-off-Runde auf den absoluten Bayernliga-Primus EV Landsberg, der zu-nächst auch noch Heimrecht hat. Daran änderte auch der Pegnitzer 4:3-Sieg in Königsbrunn nichts.

Eishockey-Bayernliga

ESV Königsbrunn — EV Pegnitz 3:4 (0:2/1:1/2:1) — Die taktischen Sandkastenspiele um die beste Ausgangsposition für die Finalrunde waren am Freitag Abend schon Makulatur. Der SC Dorfen, den der EVP eigentlich vom sechsten Platz verdrängen wollte, brachte dem EV Landsberg völlig überraschend die erste Saisonniederlage bei und der eigentliche Wunschgegner von Heinz Zerres, der TSV Erding, rutschte durch eine ebenso wenig er-wartete Niederlage gegen den Augsburger EV außer Reichweite.

Somit hatte das gestrige Vorrundenfinale für die „Ice Dogs“ nur mehr statistischen Wert, auch wenn Dorfen sich gegen Fürstenfeldbruck einen Punktverlust leistete.

Königsbrunn wollte die 2:13-Klatsche gegen Burgkirchen vom Freitag vergessen machen und begann hoch motiviert, ohne dass sich allerdings zunächst nennenswerte Chancen eröffnete. Die Oberfranken kamen erst nach etwa sieben Minuten besser ins Match, störten den ESV jetzt früher und markierten in Unterzahl durch Markus Schwindl nach einem Zauberpass von Ponitz an die blaue Linie die Führung. Kurz vor der ersten Pause revanchierte sich der Top-Scorer und schickte seinerseits Ponitz auf die Reise, der sich trotz zahlreicher Stockschläge von allen Seiten durchtankte und zum 0:2 einschoss. Die Schiedsrichter hatten vorher nach einem Foul an Schwindl die Vorteilsregel optimal für Pegnitz ausgelegt.

Im Mitteldrittel schaffte Königsbrunn zweimal den Anschlusstreffer, letzterer zum 2:3 wurde allerdings nicht anerkannt, weil vorher wegen eines Stürmerfouls von Hanemann abgepfiffen war. Dies hatte heftige Proteste gegen die Schiedsrichter zur Folge, die schließlich darin gipfelten, dass sogar ein Zeitnehmer von der Strafbank verwiesen wurde.Während Königsbrunn noch haderte, baute erneut Schwindl mit einem weiteren Traumtor direkt ins Dreieck in Überzahl die EVP-Führung auf 1:3 aus. Damit nicht genug: Zu Beginn des Schlussabschnitts nützte Glück auf Zuspiel von Cerny eine weitere Strafe gegen den ESV nur 17 Sekunden nach dem Wiederanpfiff zum vermeintlich vorentscheidenden 1:4.

Mangelhafte Chancenverwertung und eine Flut von Strafzeiten sorgten allerdings dafür, dass es für die „Ice Dogs“ noch einmal ganz eng wurde. Hätte nicht Oliver Schmidt wieder bravourös gehalten, wäre sogar noch die Wende möglich gewesen, zumal die „Pinguine“ in den Schlussminuten alles auf eine Karte setzten und nach einer Auszeit auch noch ihren Torwart vom Eis nahmen. Nur mit Mühe gelang es den Zerres-Schützlingen, die bei weitem nicht an die Leistung aus dem Spiel gegen den Oberligisten Bayreuth anknüpfen konnten, den knappen Sieg über die Zeit zu retten. Schwindl wurde anschließend zum „Spieler des Tages“ gewählt.

Mit dem gestrigen Spieltag ergeben sich folgende Play-off-Paarungen: Landsberg — EV Pegnitz, Pfaffenhofen — Burgkirchen, Geretsried — Dorfen und Erding — Waldkraiburg. Erstes Spiel ist am Sonntag, 20. Februar.

Die Torfolge: 0:1 (12.) Schwindl/Ponitz, 0:2 (20.) Ponitz/Schwindl, 1:2 (26.) Miner, 1:3 (30.) Schwindl, 1:4 (41.) Glück/Cerny, 2:4 (52.) Aßner, 3:4 (56.) Miner. Strafen: ESVK 20 plus zehn für Römer, EVP 22 Minuten. -isi-


14.2.2005 0:00 MEZ
Quelle: NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN PEGNITZ

Bilder vom Spiel:

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Fotos: A. Beil

 

Vorbericht der NN vom 11.02.2005:

Herzschlagfinale zum Vorrundenabschluss
EV Pegnitz muss in Königsbrunn gewinnen — Kutzers Tage in Pegnitz sind gezählt

PEGNITZ — EVP-Trainer Heinz Zerres hat es vor Wochen schon prophezeit: „Wahrscheinlich wird sich alles erst am letzten Spieltag entscheiden.“ Die Punkte aus dem vor heute vorgesehenen Spiel gegen Dingolfing haben die „Ice Dogs“ sicher, wenn sie aber Platz sechs erreichen wollen, müssen sie am Sonntag beim Drittletzten ESV Königsbrunn zwei weitere Zähler einfahren.

Eishockey-Bayernliga

ESV Königsbrunn — EV Pegnitz (Sonntag, 18 Uhr) — Warum will der EVP unbedingt auf Rang sechs? Die Antwort ist ganz einfach: Weil es dann in der ersten Runde der Play-Offs zum direkten Vergleich mit dem Mitaufsteiger TSV Erding kommen könnte, den nicht nur Trainer Zerres für schlagbar hält. Auch die Fans würden gerne noch einmal ihre Freunde in Erding besuchen. Platz sieben mit dem daraus resultierenden Duell gegen Pfaffenhofen wäre auch noch zu verkraften. Platz acht aber, als ungünstigster Fall denkbar, würde höchstwahrscheinlich die Saison extrem verkürzen, denn dann „droht“ als Gegner in der K.O.-Runde der Aufstiegs- und Titelaspirant EV Landsberg. In diesem Fall würde in Pegnitz wahrscheinlich nur noch ein Punktspiel stattfinden.

Königsbrunn spielt aber nicht nur im direkten Vergleich mit Pegnitz eine entscheidende Rolle, vielmehr müssen die Augsburger Vorstädter heute beim EVP-Tabellennachbarn Burgkirchen antreten. Der EVP selbst wird heute aller Voraussicht nach den vor ihm platzierten ESC Dorfen überholen, der beim Tabellenführer EV Landsberg leer ausgehen dürfte. Pegnitz dagegen hat zwei Punkte sicher, weil der Gegner Dingolfing nicht mehr im Rennen ist. Am Sonntag kommt es darauf an, wie Burgkirchen in Sonthofen abschneidet und ob Fürstenfeldbruck eventuell Dorfen ein Bein stellen kann. Eine ungemein spannende Schlussphase also in der Vorrunde der Bayernliga. Nach einer mehrwöchigen Schwächeperiode scheint der EVP gerade rechtzeitig wieder in Schwung zu kommen. Vor allem der Prestigeerfolg über den Oberligisten Bayreuth dürfte mächtig Auftrieb gegeben haben, vor allem auch, weil in dem Match gezielt einstudierte Spielzüge mit Erfolg ausprobiert worden sind. Zerres war hoch zufrieden: „Wir sind hinten stark gestanden und haben mit langen Pässen auch in der Offensive stets für Gefahr gesorgt. Wenn wir so auswärts auftreten, haben wir gute Chancen. Ungemein wichtig war, dass Schwindl wieder zu seiner gewohnten Torgefährlichkeit zurück gefunden hat.“ In Königsbrunn, das im Hinspiel mit 10:3 Toren besiegt worden ist, kann Zerres voraussichtlich in stärkster Besetzung antreten, die Youngsters wie Fitzek und Rembs dürften im dritten Sturm für Entlastung sorgen. Ein Fragezeichen steht lediglich hinter Kutzer, der gegen Bayreuth schon fehlte. Er blieb bisher hinter den in ihn gesetzten Erwartungen zurück, nicht nur, weil er mit dummen Fouls einen möglichen Punktgewinn gegen Waldkraiburg in letzter Minute verhindert hat. Zudem sorgen neuerdings auch persönliche Differenzen mit einigen Spielern dafür, dass seine Tage in Pegnitz gezählt sein dürften. -isi-
 

11.2.2005 0:00 MEZ
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG