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Der Eishockey-Landesligist EV Pegnitz bastelt emsig am Kader für eine erfolgreichere neue Saison
 
PEGNITZ - Der Stachel saß tief bei Fans, Spielern und Verantwortlichen des EVP nach dem schmerzlichen Abstieg aus der Bayernliga, für die man lange Jahre in einer ungeliebten Landesliga gekämpft hatte. Jetzt treten die Ice Dogs wieder den Gang in die Landesliga an, doch mit ganz anderen Vorzeichen als früher.

Die Landesliga ist für die Fans insgesamt spannender geworden. Nicht weil die Spiele mehr geworden sind, sondern die Gegner interessanter. Die Bayreuth Bandits, den wilden Löwen aus Amberg, die Selber Wölfe oder die Haßfurt Hawks werden die Gegner sein und eine prickelnde Derbystimmung in die Pegnitzer Freiluft-Arena mitbringen.

Man hätte sich die Landesliga schon gerne erspart, aber nun gelte es wieder hart zu arbeiten und eine sportliche gute Saison zu spielen, erklärte Sigrid Murr bei einer Pressekonferenz in der Zaußenmühle. Der Ort war nicht ganz zufällig gewählt, bekleidet doch Zaußenwirt Steffen Rein künftig den Posten des Zweiten Vorsitzenden. Der 34-Jährige wurde ganz bewusst angesprochen, ob er diesen Job antreten wolle. Den Blick von außen auf den Verein werfen und Dinge sehen, die den alteingesessenen Insidern manchmal verwehrt bleiben. So sieht Rein seine Aufgabe.

Aus dem sportlichen will er sich ganz heraushalten. «Das sollen die machen, die davon mehr Ahnung haben», erklärte der begeisterte EVP- Fan. Er werde sich vermehrt um die Sponsoren-Angelegenheiten kümmern und eben diese Dinge ansprechen, die vielen verborgen bleiben.

Andreas Murr zeichnet künftig als sportlicher Leiter für die erste Mannschaft verantwortlich. Ursprünglich wollte man diesen zeitraubenden Posten auf mehrere Schultern verteilen, doch ein Partner an seiner Seite blieb ihm aus Mangel an Interessenten verwehrt.

So muss sich der Sportökonom, der selbst als Spieler der Seniorenmannschaft aktiv im Eishockeygeschäft tätig war und mit einem Trainerschein ausgerüstet Jugendmannschaften trainiert alleine um die sportlichen Belange kümmern. Er bastelt derzeit fleißig am Kader für die kommende Saison. Viele Jugendspieler werden in die Mannschaft eingebunden, vor allem in der Verteidigung sucht man noch nach geeigneten Spielern, so Andreas Murr.

Auch Klaus Polster wird als Mannschaftsführer mehr Verantwortung tragen müssen. Der Chefbetreuer soll künftig mehr als früher dem sportlichen Leiter zur Seite stehen und die Mannschaftsbetreuung organisieren. Die sportlich gesehen und in der Öffentlichkeit heiß diskutierte wichtigste Neuerung im Verein ist ebenfalls ein ganz alter Bekannter.

Bill Thurston wird ab der kommenden Saison als Trainer an der Bande stehen. Eine Herzensangelegenheit sei es gewesen, diesen Job anzutreten, sagt er und dem geneigten EVP-Kenner wird auf den ersten Blick klar, dass der ehrgeizige Kanadier jedes seiner Worte ernst meint.

Die Bedingungen seien günstig gewesen, die Mannschaft habe sich in der abgelaufenen Saison weit unter Wert verkauft und genug Potenzial sei vorhanden. «Die Entscheidung fiel mir mehr als leicht», so Thurston. Dennoch sieht er ein schwieriges Jahr auf den EVP zukommen. An vielen Beispielen aus dem Profifußball könne man sehen, wie schwer es ist sich als Absteiger in der unteren Liga zu behaupten. Doch mit der Spielersubstanz sei er sehr zuversichtlich, den Fans eine spannende Saison zu bieten.

Die Vorbereitung geht auch schon bald los, schweißtreibendes Sommertraining und ein Trainingslager in Slany sollen die Spieler auf die Saison vorbereiten. Von Neuverpflichtungen war allerdings noch nicht viel zu erfahren. Man sei zwar in viel versprechenden Gesprächen mit zahlreichen Spielern, konkretes wisse man jedoch noch nicht, hielt sich Andreas Murr bedeckt.

Ob Sean Andre weiter in Pegnitz die Schlittschuhe schnürt ist derzeit ebenso unsicher wie eine Weiterverpflichtung von Petr Polesny. Die sportliche Leitung wird sich aber in Kürze mit beiden zusammensetzen und die Zukunft besprechen.

Mit Wehmut gab Sigrid Murr auch bekannt, dass sich Richard «Richie Hagen» aus den offiziellen Belangen zurückgezogen hat. «Aber keine Angst, der Richie wird uns in irgendeiner Form erhalten bleiben», so Murr. Auch der Leiter der Jugendabteilung Thomas Schmidt tritt künftig kürzer. Seinen Posten übernimmt Peter Neuss. OLIVER WINKELMAIER

24.5.2007
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

Aber vier andere Spieler haben schon zugesagt, zu bleiben
 
PEGNITZ - Beim EV Pegnitz Ice Dogs gibt es wichtige Personalentscheidungen. Verteidiger Peter Jasny verlässt den Verein, vier andere Spieler haben zugesagt, auch in der kommenden Saison für Pegnitz zu spielen.

Jasny, der vier Jahre lang in Pegnitz war, zieht es zurück in Richtung Höchstadt an seine frühere Wirkungsstätte. Laut Aussage des sportlichen Leiters, Andreas Murr, gab es einen ausschlaggebenden Grund: Peter bekam vor kurzem Nachwuchs.

Christof Mendel, Christof Hagen, Ralf Skarupa und Sascha Fitzek werden weiter das Trikot der Ice Dogs überstreifen und das Team unterstützen.

16.5.2007
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

Auch die Torhüter Jens Braun und Oliver Schmidt bleiben beim EVP
 
PEGNITZ (ml) - Drei weitere Stützen bleiben dem EV Pegnitz auch in der Landesliga weiter treu. Das Torhütertandem Jens Braun und Oliver Schmidt sowie Stefan Ponitz spielen auch in der Landesligasaison 2007/ 2008 bei den «Eishunden».

Torhüter Oliver Schmidt hat seine Fortbildungen abgeschlossen und wird dem Team somit die komplette Saison zur Verfügung stehen. Vorletzte Saison war Stefan Ponitz noch Trainer der Ice Dogs. Letztes Jahr gab er dann sein Comeback, der kongeniale Partner von Markus Schwindl. Doch bereits im Vorbereitungsspiel in Leipzig verletzte sich der langjährige Kapitän so schwer an der Hand, dass er fast die komplette Saison ausfiel. Nach Gesprächen mit dem neuen Trainer Bill Thurston und der sportlichen Leitung entschied sichPonitz für eine weitere Saison im Trikot der Ice Dogs. Damit umfasst der Kader mittlerweile acht Spieler.

3.5.2007
© NORDBAYERISCHE NACHRICHTEN, PEGNITZ UND UMGEBUNG

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